Wasser im Klimawandel
Der Klimawandel macht sich in Österreich immer deutlicher bemerkbar. Obwohl Oberösterreich über viele Wasserressourcen verfügt, stehen wir durch den Klimawandel neuen Herausforderungen gegenüber. Diese Auswirkungen können regional sehr unterschiedlich sein. Der Klimawandel verändert den Wasserhaushalt maßgeblich, indem er zu Wetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen und längere Dürreperioden führt. So erfordern derartige Extremwetterereignisse angepasste Maßnahmen für die Trinkwasserversorgung, die Nutzwasserversorgung und die landwirtschaftliche Bewässerung in verschiedenen Regionen.
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Aktuell kann der Bedarf aus dem Grundwasser nachhaltig gedeckt werden. Für den Zeithorizont 2050 ergibt das Wasserschatzszenario „günstig“, dass in einigen Szenarienregionen die Nutzungsintensitäten steigen und die Anzahl der Gebiete mit sehr hoher Ausnutzung (größer 75 bis 90 %) zunehmen aber die Nutzungsintensität überall noch unter 100 % bleibt. Im Wasserschatzszenario „ungünstig“ zeigt sich, dass der Bedarf in einigen Szenarienregionen die verfügbaren Ressourcen übersteigen kann. In einigen weiteren Szenarienregionen steigt zudem die Nutzungsintensität (Quelle „Wasserschatz Österreichs“).
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Der Wasserbedarf für die oberösterreichische Wasserversorgung wird zur Gänze aus dem Grundwasser gedeckt, wobei 79 % der Bevölkerung es aus Brunnen und 21 % aus Quellen erhalten. Die Wasserversorgung ist regional unterschiedlich strukturiert, mit einem hohen Anteil an kommunalen und privaten Betreibern.
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Der Klimawandel setzt die Oberflächengewässer in Oberösterreich durch steigende Wassertemperaturen, sinkende Pegelstände im Sommer und zunehmende Extremereignisse wie Starkregen unter Druck. Dies kann eine Verschlechterung der Wasserqualität, eine Gefährdung der Biodiversität und eine höhere Hochwassergefahr, insbesondere an kleinen Gewässern, zur Folge haben.
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Hochwässer zeigen zukünftig große natürliche Variabilität, was die Analyse von Trends erschwert. In den letzten 30 Jahren haben 20% der Regionen in Österreich eine Zunahme von Hochwässern erlebt, besonders im Winter. Prognosen über zukünftige Hochwasseränderungen sind derzeit unzuverlässig.
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Die Wasserwirtschaft zählt zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Aktivitätsfeldern, da der Wasserkreislauf direkt von klimatischen Einflussfaktoren abhängt. Mit jedem Grad Erwärmung kann die Luft etwa 7 % mehr Wasserdampf aufnehmen, das heißt, es verdunstet mehr, wodurch der Wasserhaushalt verändert wird.
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Die Klimawandelanpassung der Wasserwirtschaft in Oberösterreich gründet sich auf verschiedenen strategischen Säulen. Zu den zentralen Herausforderungen gehören veränderte Niederschlagsmuster, häufigere Extremwetterereignisse, längere Trockenperioden und steigende Temperaturen, die Auswirkungen auf Wasserverfügbarkeit, Trinkwassersicherheit und Hochwasserschutz haben.
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