Oberflächengewässer

Der Klimawandel setzt die Oberflächengewässer in Oberösterreich durch steigende Wassertemperaturen, sinkende Pegelstände im Sommer und zunehmende Extremereignisse wie Starkregen unter Druck. Dies kann eine Verschlechterung der Wasserqualität, eine Gefährdung der Biodiversität und eine höhere Hochwassergefahr, insbesondere an kleinen Gewässern, zur Folge haben.

Die Temperaturen von Oberflächengewässern sind vor allem von den Lufttemperaturen abhängig. Die Analyse der GeoSphere Austria zeigt, dass sich die Lufttemperatur in Österreich seit vorindustrieller Zeit (1851- 1900) bis zum Jahr 2023 um 2,9 °C erwärmt hat.

Analog zum Anstieg der Lufttemperaturen ist ein Anstieg der Wassertemperaturen in den Flüssen und Seen Österreichs zu bemerken. Die Wassertemperaturen sind in den letzten 30 Jahren im Durchschnitt in Österreichs Flüssen um etwa 1,5°C gestiegen. Der mittlere Temperaturanstieg beträgt in den OÖ. Fließgewässern seit 1980 ca. 0,043°C pro Jahr. Dies hat große Auswirkungen auf die Gewässerorganismen, die an bestimmte Temperaturen und Sauerstoffverhältnisse gewöhnt sind. Höhere Temperaturen verändern die Entwicklungszyklen und begünstigen wärmeliebende Arten wie Wels und Hecht, während kälteempfindliche Arten wie Forellen zurückgedrängt werden. Zudem beeinflusst die Temperatur die Wasserqualität, da Prozesse schneller ablaufen und die Gefahr von Eutrophierung sowie Veränderungen in der Temperaturschichtung steigt.

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