Extremereignisse

Die Wasserwirtschaft zählt zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Aktivitätsfeldern, da der Wasserkreislauf direkt von klimatischen Einflussfaktoren abhängt. Mit jedem Grad Erwärmung kann die Luft etwa 7 % mehr Wasserdampf aufnehmen, das heißt, es verdunstet mehr, wodurch der Wasserhaushalt verändert wird.

Weiters kommt es durch die Erwärmung zu einer Niederschlagsverlagerung von Schnee zu Regen und zu einem vermehrten Auftreten von für die Wasserwirtschaft relevanten Extremereignissen, einerseits Trockenperioden und Dürren, andererseits extremen Niederschlagsereignissen und Hochwasser. Veränderte klimatische Bedingungen können in Extremsituationen vermehrt zu Nutzungskonflikten führen und unterschiedlichste Auswirkungen zur Folge haben. Für die Wasserkraft sind saisonale Veränderungen des Abflussverhaltens und längere Dürreperioden unter anderem im Sommer von Relevanz. Der Wintertourismus ist von schneereichen Wintern abhängig. Trockenfallende Gewässerabschnitte, trockene Böden und im umgekehrten Fall Überflutungen verursachen neben reinen Sach- und Vermögensschäden zusätzlich oftmals auch Personenschäden und ideelle Schäden. Die Auswirkungen können weitreichend sein, daher ist eine rechtzeitige Anpassung an veränderte Bedingungen notwendig.

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