Der Wasserbedarf für die oberösterreichische Wasserversorgung wird zur Gänze aus dem Grundwasser gedeckt, wobei 79 % der Bevölkerung es aus Brunnen und 21 % aus Quellen erhalten. Die Wasserversorgung ist regional unterschiedlich strukturiert, mit einem hohen Anteil an kommunalen und privaten Betreibern.
Der Wasserbedarf steigt bis 2050 voraussichtlich um 7 bis 19 %, während die verfügbare Grundwasserressource um 11 bis 27 % sinken könnte. Stärksten Einfluss darauf hat die Bevölkerungszunahme und der Klimawandel.
Trotz der klimawandelbedingt erwartbaren Rückgänge der verfügbaren Grundwasserressource und dem steigenden Wasserbedarf sind auch unter Zugrundelegung eines ungünstigen Klimaszenarios 2050 keine Wasserengpässe auf Grundwasserkörperebene in Oberösterreich zu erwarten.
Folgende Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung werden umgesetzt:
- technische Verbesserungen (Erhöhung des Anschlussgrads an die öffentliche Wasserversorgung, überregionaler Versorgungsstrukturen, Verbundleitungen, Vernetzung zwischen Wasserversorgern, Zusätzliche Brunnen bzw. Quellen als zweites bzw. unabhängiges Standbein, Errichtung von Wasserspeicher, Reduzierung von Wasserverlusten, Einbau von Desinfektionsanlagen),
- qualitativen und quantitativen Schutz des Grundwassers (Oö. Leitlinie: „Vorrang Trinkwasser“; Festlegen von Schutz- und Schongebieten sowie wasserwirtschaftlichen Regionalprogrammen und einer Rahmenverfügung),
- Erschließung neuer Wasserressourcen (auf Basis von Trinkwasserpotentialstudien) und
- die Sensibilisierung der Bevölkerung (durch Bewusstseinsbildung und Beratung).
Weiterführende Informationen
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Oö. Landesstrategie Zukunft Trinkwasser
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Mit der Oö. Landesstrategie Zukunft Trinkwasser wurde bereits 2005 ein wichtiges Konzept für die Trinkwasserversorgung in OÖ entwickelt