Durch die Auswirkungen des Klimawandels können die verfügbaren Grundwasserressourcen in Österreich zum Zeithorizont 2050 bis zu etwa 23 % von derzeit 5,1 Mrd. m3 auf 3,9 Mrd. m3 abnehmen (Quelle „Wasserschatz Österreichs“).
Die verfügbaren Grundwasserressourcen der Szenarienregionen in Oberösterreich zeigen eine große Bandbreite ebenso die Nutzungsintensitäten. Neben dem hohen industriellen Nutzungsanteil in den Regionen entlang großer Flüsse stellt auch die Grundwassernutzung der Wasserversorgung durch Brunnen einen hohen Anteil an der Gesamtnutzung dar. Einige Szenarienregionen weisen eine intensive landwirtschaftliche Nutzung auf, die sich beim Zeithorizont 2050 noch weiter verstärken wird. Der Klimawandel lässt zukünftig Rückgänge der verfügbaren Ressourcen erwarten, die in etwa dem österreichischen Durchschnitt entsprechen. Unter verstärkter Ausnutzung überregionaler Umverteilungen durch Fernwasserversorgungen und Wasserverbände sollte der Bedarf 2050 auch unter Berücksichtigung der Faktoren für ein ungünstiges Szenario gedeckt werden können. Allerdings sind spezifische kleinräumige Gegebenheiten entsprechend zu berücksichtigen. Insbesondere in jenen Szenarienregionen, in denen die Grundwasserstände rascher auf Trockenperioden reagieren bzw. die Ressourcen in Trockenjahren deutlich vom langjährigen Mittel abweichen, werden weitere Anstrengungen zur Sicherung der Versorgung erforderlich sein.
