Amt der Oö. Landesregierung
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Was tut sich

Entwurf des Managementplans "Machland Nord", Naturschutzpreis Philyra, Naturschutz-Videos, Natura 2000 Gebiet "Eferdinger Becken" - Information über das Gebiet und die geplante Verordnung; Endbericht der Vorstudie: Dynamischer Wiesenbau im Natura 2000 Gebiet - Wiesengebiete im Mühlviertel; Aktuelle Informationen zur Oö. Natur- und Landschaftsschutzrechtsnovelle 2019: Zugangsberechtigung für Umweltorganisationen zur elektronischen Informationsplattform Natur, Artenschutzprojekt Sterlet, Managementplan im Natura 2000-Gebiet: Leitenbach, Geplantes Naturschutzgebiet "Krumme Steyrling" - Runder Tisch, Informationen zum Natura 2000 Gebiet: Bäche in den Steyr- und Ennstaler Voralpen, NATURSCHAUSPIEL, Artenschutzstrategie, Bibermanagement, FLUP (Flussperlmuschel) hier finden sie Berichte, Tagungsprogramme, Ergebnisprotokolle, etc.

Das Land Oberösterreichisch sucht Partner für die Naturschutzbewusstseinsoffensive „Naturschutz ist Zukunft 2027“

Neben den Kernaufgaben des „materiellen“ Naturschutzes ist zur Erreichung des naturschutzpolitischen Zieles „Schutz der Natur“ ein entsprechendes Bewusstsein der Bevölkerung für die Naturschutzinteressen des Landes Oberösterreich notwendig.

Grundgedanke ist, dass Bewusstseinsbildung die Akzeptanz fördert und Akzeptanz ist die Voraussetzung für einen nachhaltigen Naturschutz. Anders als in anderen Bereichen ist der Naturschutz in weit größerem Umfang auf ein einvernehmliches Zusammenwirken zwischen Land, Bevölkerung und Wirtschaft angewiesen. Weder Verbote noch Strafen sichern einen dauerhaften naturschutzpolitischen Erfolg, sondern Information, Bewusstseinsbildung und Breitenakzeptanz. Um dies zu erreichen, bedarf es breitenwirksamer Information der Bevölkerung.

Unter Breitenwirkung ist dabei ein Informations- und Wissensstand innerhalb weiter Teile der Bevölkerung zu verstehen, der eine entsprechende vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema „Naturschutz“ zulässt. Die Vermittlung dieses Basiswissens muss daher am Beginn von darauf aufbauenden vertiefenden bewusstseinsfördernden Maßnahmen stehen. Beispielsweise welche Tier- und Pflanzenarten geschützt sind, wo und wie diese leben oder wodurch werden diese bedroht und wie können sie geschützt werden.

Übergeordneter Zweck dieses Informationskonzeptes ist letztendlich die Herstellung der notwendigen Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung, um die naturschutzpolitischen Maßnahmen in Oberösterreich langfristig umsetzen zu können und so das Ziel „Schutz der Natur“ dauerhaft sicherzustellen.

Daraus leitet sich das politische Ziel ab, die Inhalte des Naturschutzes einem möglichst großen Teil der Landesbevölkerung durch eine entsprechende bewusstseinsbildende Informationskampagne zugänglich zu machen und näher zu bringen. Durch Breitenakzeptanz soll eine freiwillige Rücksichtnahme und Unterstützung der Naturschutzbelange des Landes Oberösterreich durch die Bevölkerung, Wirtschaftstreibende und Landwirte erlangt werden. Denn nur gemeinsam kann es uns gelingen, die Natur und Artenvielfalt unseres Heimatlandes zu schützen und zu erhalten.

Naturschutzreferent, Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner hat daher die Naturschutzbewusstseinsoffensive „Naturschutz ist Zukunft 2027“ ins Leben gerufen, welche das Ziel einer breitenwirksamen Wissensvermittlung über den Natur- und Artenschutz verfolgt.

Die fachliche Umsetzung dieser Initiative erfolgt durch die Abteilung Naturschutz des Landes Oberösterreich, die durch ihre Fachexperten auf dem Gebiet des Naturschutzes über die entsprechenden Kompetenzen verfügt.

Um diese Breitenwirkung zu erreichen, suchen wir oberösterreichische reichweitenstarke Partner, die bereit sind, sich in der Bewusstseinsbildung im Rahmen der „Naturschutz ist Zukunft 2027“-Kampagne zu engagieren.

Geplant sind im Rahmen von „Naturschutz ist Zukunft 2027“ vorerst zwei Bewusstseinsbildungsprojekte, nämlich

  • „Naturschutz im Kühlschrank“ und
  • „Landwirtschaft braucht Naturschutz“.

Zur Umsetzung dieser Projekte suchen wir oberösterreichische Unternehmen aus dem Milch- und Molkereisektor (Molkereien, Landwirte, Vertriebsunternehmen), die bereit sind, ihre Produktverpackungen (zumindest Teile davon) zum Zwecke der Bewusstseinsbildung und Vermittlung von Natur- und Artenschutzinformationen zur Verfügung zu stellen. 

Zu den einzelnen Projekten:

„Naturschutz im Kühlschrank“

Bei dem Projekt „Naturschutz im Kühlschrank“ werden Informationen über in Oberösterreich geschützte bzw. vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten vermitteln, um durch das so vermittelte Wissen mehr Akzeptanz für notwendige Schutzmaßnahmen zu generieren und zugleich das Interesse am Thema Naturschutz zu wecken und zu fördern.

„Landwirtschaft braucht Naturschutz“

Bei dem Projekt „Landwirtschaft braucht Naturschutz“ wollen wir über die wichtige Wechselwirkung von Landwirtschaft und Naturschutz aufklären. Hier geht es insbesondere um die gegenseitigen Abhängigkeiten und Nutzen. So sind beispielsweise der Erhalt und Bestand von bestäubenden Insekten essenziell für die Landwirtschaft. Umgekehrt kann auch die Landwirtschaft maßgeblich zum Erhalt unserer Natur und zum Artenschutz beitragen.

Was sollen Sie als Partner mitbringen?
  • Natur und Landschaftsschutz ist Ihnen ein echtes Anliegen
  • Erzeugung oder Vertrieb von Milchprodukten mit starkem oberösterreichischem Bezug (etwa Unternehmenssitz oder primärer Absatzmarkt ist in Oberösterreich)
  • Bereitschaft, Teile Ihrer Produktpackungen (bevorzugt Milchpackungen) für Naturschutzthemen zur Verfügung zu stellen
  • Bereitschaft, eine (langfristige) Kooperation mit dem Land Oberösterreich einzugehen
Welche Vorteile haben Sie?
  • Grafische und inhaltliche Gestaltung bzw. Aufbereitung durch das Land Oberösterreich
  • Möglichkeit, Ihr Engagement für den Naturschutz und das gesellschaftlich wichtige Thema des Artenschutzes/Artensterbens breitenwirksam zu zeigen

Sie haben Interesse an einem unserer Projekte und Ihnen liegen der Schutz der Natur und der Landschaft unseres Bundeslandes am Herzen?

Dann laden wir Sie herzlich ein, mit uns eine Kooperation einzugehen, um unseren Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern zu zeigen, wie wichtig der Schutz von seltenen Arten und die Erhaltung unserer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft sind.

Nehmen Sie bis zum 30. September 2020 Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Besprechungstermin:

Abteilungsleiter Naturschutz

Ing. Gerald Neubacher

Land Oberösterreich

Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung

Abteilung Naturschutz

Tel.: 0732 – 7720 – 11871

E-Mail: n.post@ooe.gv.at

Wettbewerb Philyra

2020 ist es wieder soweit. Der Naturschutzpreis des Landes zeichnet Projekte aus, mit denen die oberösterreichische Bevölkerung zum Naturschutz mobilisiert wird. Nicht nur die Erhaltung der Arten und Landschaften in unserem Bundesland selbst, sondern auch die Erzeugung von Bewusstsein und medialer Aufmerksamkeit sind wesentliche Teile des Naturschutzes.

Artenschutzprojekt Sterlet - Video

 

Der Sterlet ist der letzte Vertreter der störartigen Fische, die in Österreich noch zu finden sind. Ursprünglich gab es fünf Arten der Störartigen, doch auch diese Art steht mittlerweile auf der Liste der gefährdeten Tierarten. Die Abteilung Naturschutz des Landes Oberösterreich sucht, gemeinsam mit Partnern, jetzt in einem Artenschutzprojekt nach Möglichkeiten, den Sterlet zu retten. Das Video zeigt den Sterlet in seinem natürlichen Lebensraum in der Donau. Dazu werden auch Aufnahmen des Verlaufs der Donau aus der Luft gezeigt. Das gefilmte Material soll auf den Sterlet aufmerksam machen und zeigt Vorgehensweisen zum Schutz der seltenen Fischart.

Dauer: 1:21 Minuten

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at