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Klärschlammanfall und -verwertung in Oberösterreich 2017

Klärschlamm kann in Form der landwirtschaftlichen Verwertung, Kompostierung oder Verbrennung verwertet werden.

Kommunaler und betrieblicher Klärschlamm

(ohne Papier- und Zellstoffindustrie)
 

Im Jahr 2017 sind bei den oö. kommunalen und betrieblichen Abwasserreinigungsanlagen (ohne Papier- und Zellstoffindustrie) 40.917 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm angefallen.

Diese Klärschlammmenge wurde verschiedenen Verwertungs- bzw. Entsorgungswegen zugeführt.

Diagramm: Klärschlammanfall und Verwertung in Oberösterreich im Jahr 2017 (Quelle: Land Oberösterreich, Abteilung Umweltschutz)
  • Landwirtschaftliche Verwertung:
    Wie aus dem Diagramm ersichtlich, stellt die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm mit 20.964 Tonnen Trockenmasse einen sehr bedeutenden Weg der Verwertung in Oberösterreich dar, wird aber durch Förderungsprogramme in der Landwirtschaft, Produktprogramme in der Landwirtschaft (z.B. AMA Gütesiegel) bzw. durch diverse gesetzliche Bestimmungen (z.B. Wasserrechtsgesetz, Aktionsprogramm Nitratrichtlinie) wesentlich eingeschränkt. Klärschlamm kann daher in der Landwirtschaft nur sehr gezielt eingesetzt werden.
  • Verbrennung:
    In Abfallverbrennungsanlagen wurden im Jahr 2017 15.055 Tonnen Trockenmasse der thermischen Behandlung zugeführt.

  • Kompostierung:
    Im Jahr 2017 wurden 3.013 Tonnen Trockenmasse einer Kompostierung zugeführt.

  • Sonstiges:
    2017 wurde eine Klärschlammmenge von 1.885 Tonnen Trockenmasse auf den Kläranlagen zwischengelagert bzw. in Biogasanlagen mitverarbeitet.

Industrieller Klärschlamm

     
Im Jahr 2017 sind in Oberösterreich 65.002 Tonnen Trockenmasse industrielle Klärschlämme angefallen. Davon sind 60.611 Tonnen Trockenmasse thermisch verwertet worden. Die restlichen 4.391 Tonnen Trockenmasse wurden einer stofflichen Verwertung in der Ziegelindustrie zugeführt.

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