Sicherung und Entwicklung einer naturnahen Fließgewässerstruktur

Raumbezug

Flüsse und Bäche der gesamten Raumeinheit

 

Ausgangslage/Zielbegründung

Die meisten Zubringer von Steyr und Teichl sind als Wildbäche ausgewiesen. In der Raumeinheit liegt im Längsverlauf der Gewässer generell ein nur relativ geringer Verbauungsgrad vor.
Einen großen Eingriff stellt die Errichtung des Kraftwerks Klaus dar (Überstauung der Steyrschlucht um 40 m, 7 km langer Rückstau), ansonsten sind mehrere Kraftwerksanlagen und zahlreiche kleinere, nur noch teilweise in Betrieb befindliche Wasserkraft- bzw. Wehranlagen an Steyr, Teichl, Krummer Steyrling und Steyrling vorhanden. Weitere Eingriffe stellen die im Mündungsbereich der Zubringerbäche errichteten Geschiebesperren und lokale härtere Verbauungen im Bereich von Siedlungen und Kraftwerksanlagen sowie lokal an der A9. Abgesehen von vereinzelten Sohlschwellen verlaufen die Fließgewässer aber weitgehend natürlich und weisen kaum Beeinträchtigungen auf.
Ökologische Verbesserung des Zustands des Fließgewässers im Bereich von Regulierungsabschnitten bzw. Rückbau von wasserrechtlich gelöschten Wasserkraftanlagen sind aber durchaus noch möglich.

 

Gefährdung

Weiterer Ausbau der Wasserkraftnutzung
Das Ausbauziel im Rahmen des Schutzwasserbaus dürfte weitgehend erreicht sein

 

Wege zum Ziel

Umsetzung des Naturschutzgebiets „Mittleres Steyrtal“
Hintanhalten weiterer Kraftwerksprojekte in der Raumeinheit
Im Rahmen der Möglichkeiten (für den Objekt- und Personenschutz nicht benötigte Bauwerke) Rückbau von kurzen regulierten, Flussabschnitten, naturnahe Gestaltung der Gewässerufer, -böschungen und sohle

Etablieren einer standortsgerechten Ufervegetation
Maßnahmen gegen das Eintiefen der Flusssohle infolge des Geschieberückhalts im Oberlauf
Entwicklung und Umsetzung von Gewässerbetreuungskonzepten
Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie
Keine Bebauung im potenziellen Hochwasserbereich

 

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