Sicherung und Entwicklung von subalpinen Fichtenwäldern

Raumbezug

In der hochmontanen und subalpinen Stufe der Raumeinheit

 

Ausgangslage/Zielbegründung

Subalpine Fichtenwälder sind meist als eher schmales Band ausgebildet, können aber in Plateaulagen (z.B. am Warscheneck) auch größere Ausmaße einnehmen. Die Waldbestände sind meist sehr naturnah und strukturreich und werden aufgrund der meist schlechten Erreichbarkeit kaum oder nur extensiv forstlich genutzt.
Mitunter auch aus jagdlichen Gründen und Gründen der Borkenkäferbekämpfung könnte es zu einer (weiteren) Erschließung dieser naturnahen Waldflächen kommen. Zudem sind durch die Klimaerwärmung auch in höheren Lagen stärkere Borkenkäferkalamitäten zu erwarten. Davon könnten in Zukunft vor allem die subalpinen Fichtenwälder betroffen sein.

 

Gefährdung

Erschließung und forstliche Intensivierung – damit einhergehend Änderung der Baumartengarnitur und der Standort- und Bodenverhältnisse
In den letzten Jahren spitzt sich die Borkenkäfersituation auch in den subalpinen Fichtenwäldern zwischen 1200 und 1600m zu. Vor allem Sturmschäden in Verbindung mit warmen Sommern unterstützen eine Massenvermehrung der Borkenkäfer. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass bei günstigen warmen klimatischen Verhältnissen, die höheren Lagen mittlerweile durch den Borkenkäfer genauso gefährdet sind, wie die Tieflagen.
Auf Grund der forstgesetzlichen Pflicht, Massenvermehrungen von Waldschädlingen hintan zu halten, fordern viele Waldbesitzer eine  Forststraße in derzeit unerschlossenen Waldbereichen. Es ist aus naturschutzfachlicher Sicht genauestens abzuwägen, ob eine diesbezügliche Aufschließung grundsätzlich zu verneinen ist oder ob es alternative Bekämpfungsmöglichkeiten (Entrindung der befallenen Stämme, Abtransport des befallenen Holzes mit dem Hubschrauber etc.) gibt.

 

Wege zum Ziel

Zulassen der natürlichen Bestandesentwicklung, auch bis zur Verfallsphase
Naturschutzfachliche Abwägung des Umgangs mit Borkenkäferkalamitäten
Naturverträgliche, dem Standort angepasste forstwirtschaftliche Nutzung – Verzicht auf weitere forstliche Erschließung und Intensivierung

 

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen: