Großräumige Sicherung und Entwicklung zonaler Buchen- und Fichten-Tannen-Buchen-Wälder

Raumbezug

Waldflächen in der gesamten Raumeinheit

 

Ausgangslage/Zielbegründung

Als zonale Waldgesellschaft der Raumeinheit ist in der tiefmontanen Lage (unter 800m) ein Buchenwald, in den mittelmontanen Lagen- (800 - 1.000 m) ein Fichten-Tannen-Buchenwald anzusprechen. Infolge forstwirtschaftlicher Nutzung sind die Bestände allerdings großflächig und meist stark überprägt bzw. in weiten Bereichen gänzlich durch Fichtenforste ersetzt worden. Kleinräumig existieren aber noch Buchen-Tannen- Fichtenwälder, wie z.B. im Pfarrwald nördlich Pfarrkirchen, in der Bräuerau nordwestlich Julbach, im Waldgebiet zwischen Möllmannsreith und Oberkappel, am Hochstein östlich Kollerschlag, in den Wäldern zwischen Julbach und Ulrichschlag und im Bereich von Kronabittedt südlich Kirchschlag. Die weitgehende Dominanz der Fichte führt durch die anfallende Nadelstreu zu einer verstärkten Bodenversauerung und durch die strukturelle Einheitlichkeit zu einer höheren Anfälligkeit für Windwurf, Schneedruck, Schädlingsbefall und Bodenerosion.
Reich strukturierte Mischwälder zählen zu den Idealhabitaten von Auer- und Birkhuhn.

 

Gefährdung

Förderung der Fichte bei Durchforstungsmaßnahmen
Überhöhte Wilddichten beeinträchtigen durch selektiven Verbiss die Naturverjüngung standortgerechter Baumarten (Tanne, Laubgehölze)

 

Wege zum Ziel

Umwandlung der Fichtenforste in laubholzreiche Mischwaldbestände
(Bewusstseinsbildung im Wege der forstlichen Förderung und Beratung)
Sicherung der naturnahen Bestände vor Bestandesumwandlungen
Naturnahe forstwirtschaftliche Nutzung bzw. Zulassen der natürlichen Bestandesentwicklung

 

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