Sicherung bestehender naturnaher Quellen und Quellfluren

Raumbezug

Betrifft Quellaustritte in der gesamten Raumeinheit „Vöckla-Ager-Hügelland“

 

Ausgangslage/Zielbegründung

In den Unterhang- und Hangfußbereichen kommt es an wasserstauenden Schichten zu lokalen Wasseraustritten. Bereichsweise kommt es an den Quellbächen zur Tuffbildung.
Voraussetzung für die Tuffbildung sind Wasser mit sehr hohem Kalkgehalt und spezielle Moose (Cratoneuron commutatum). Dem Wasser wird durch die Pflanzen Kohlendioxid entzogen und Kalk schlägt sich an den Pflanzen nieder (Holzner 1989).
Besonders beeindruckende Beispiele solcher Bereiche finden sich an der Freudenthaler Ache, wo sich meterdicke Tuffburgen gebildet haben und im Natura 2000 Gebiet des Reinthaler Moos, das mit der 0,5 ha großen Kalktuffquelle die größte in Oberösterreich darstellt.
Kleinflächig treten solche Vertuffungserscheinungen aber im Bereich der gesamten Raumeinheit auf (z.B. bei Katterlohen, an der Dürren Ager, im Windtal oder bei Moos).
Daneben treten aber auch zerstreut in Unterhängen und an Hangfüßen nicht vertuffende Quellsümpfe mit niedermoorartiger Vegetation auf.

 

Gefährdung

Tuffstandorte weisen eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Betritt auf
Weitere Gefährdungen sind in einer eventuellen Nutzungsänderung (insbesondere im forstlichen Bereich) oder potenziell durch Quellfassungen gegeben

 

Wege zum Ziel

Sicherung der Standorte vor Zerstörung und verändernden Eingriffen

 

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