Um einen repräsentativen Ausgangszustand zu ermitteln, wurde ein kontinuierliches Messkonzept festgelegt. Die Auswahl der Probenahmestellen wurde vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung im Jahr 1992 durchgeführt, im Laufe der Jahre wurde es nach und nach erweitert. Aufgrund der geringen Distanz zum KKW Temelin finden sich die meisten Probenahmestellen im Mühlviertel, aber auch oberösterreichische Ballungsräume wurden bei der Auswahl der Messpunkte berücksichtigt.
| Medium | Probenahmestellen | Probenahme- intervall |
Messmethode |
|---|---|---|---|
| Niederschlag |
Almsee |
vierteljährlich | hochauflösende Gammaspektrometrie LSC (Gesamt-Alpha/-Beta, 3H, 90Sr) |
| Bewuchs und Boden (Stecherproben) |
Bad Leonfelden Freistadt Linz Sandl Schärding Schöneben Vöcklabruck |
jährlich |
hochauflösende Gammaspektrometrie |
| Boden (in-situ) |
Bad Leonfelden Freistadt Linz Sandl Schärding Schöneben |
jährlich (ab 2005) |
hochauflösende in-situ Gammaspektrometrie |
| Fichtennadeln |
Ahorn |
jährlich | hochauflösende Gammaspektrometrie |
| Getreide | Freistadt (mehrere Sorten) |
jährlich | hochauflösende Gammaspektrometrie LSC (90Sr) |
Die Probenahme erfolgt durch die Abteilung Umweltschutz, Amt der Oö. Landesregierung, ausgenommen der Getreideproben, welche durch die Versuchsstation Freistadt der AGES zur Verfügung gestellt wurden. Die Radioaktivitätsmessungen werden durch die Labors der AGES in Linz und Wien durchgeführt.
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Das Österreichische Bioindikatornetz
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Im Zuge des Beweissicherung Kernkraftwerk Temelin Projekts werden Fichtennadelproben aus dem Österreichischen Bioindikatornetz radiometrisch analysiert.
