Sicherung der raumtypisch hohen Amphibien-Populationen

Raumbezug

Gesamte Raumeinheit

Ausgangslage/Zielbegründung

An Amphibien wurden in der Raumeinheit bislang sieben Arten festgestellt. Hervorhebenswert sind Gelbbauchunken und der Italienische Kammmolch. Auch der Laubfrosch kam früher vor, er ist möglicherweise heute ausgestorben. Gute Lebensbedingungen für Amphibien herrschen rund um den Irrsee und in den Weihern und Tümpeln (z.B.: Egelsee, Drachensee).
Auf Grund der zahlreichen stehenden Gewässer ist die Amphibiendichte der Raumeinheit besonders hoch. Amphibien sind vom Wasser abhängig, da sie den ersten Abschnitt ihres Lebens dort verbringen. Als erwachsene Tiere gehen sie großteils zum Landleben über. Sie bevorzugen stehende Gewässer, dabei reicht das Angebot in der Raumeinheit von temporären Pfützen bis zu großen Seen. Voraussetzung bei einigen Arten für stabile Populationen ist eine dichte Ufervegetation (z.B.: Schilf, See- und Teichrosen, Laichkräuter).

Gefährdung

Straßen: Zu den Wanderungszeiten werden Amphibien häufig auf stark befahrenen Straßen getötet (= Straßentodproblem).
Mangel an Möglichkeiten zur Vermehrung (Entwässerung, Zuschütten von Gewässern, Trockenperioden in der Laichzeit)
Mangel an Lebensräumen an Land (z.B.: Wegräumen von Gehölzschnitt, Zuschütten von Bodenverstecken)
Hoher Fischbesatz

Wege zum Ziel

„Zaun-Kübel-Methode“: In einzelnen Fällen können Amphibien an stark befahrenen Straßen zur Laichzeit eingesammelt und wieder ausgesetzt werden.
Amphibienschutzanlagen: Schon während der Planung von neuen Straßen können gewisse Einbauten wie z.B.: Amphibientunnel, Leitzäune Berücksichtigung finden.
Erhalt und Neuanlage von stehenden Gewässern, die zum Laichen geeignet sind.
Erhalt und Schaffung von Lebensräumen an Land (Steinhaufen, Gehölzschnitt, Laubansammlungen).
Erhalt und Schaffung eines Verbundsystems von Gewässerkomplexen.

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