Amt der Oö. Landesregierung
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Radon - Vorsorge und Sanierung

Gefördert werden in Oberösterreich Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten in Gemeinden der Radonpotentialklassen 2 und 3 und bautechnische Sanierungen bei einer Überschreitung der jahresdurchschnittlichen Radonkonzentration im Gebäude von mehr als 1.000 Becquerel pro Kubikmeter.

Wer wird gefördert?

Privatpersonen, die eine Radonschutzmaßnahme in ihrem geplanten bzw. bestehenden Wohnhaus (Hauptwohnsitz) mit bis zu drei Wohnungen setzen.

Hinweis: Die förderbaren Maßnahmen müssen der privaten Nutzung dienen und die betroffenen Wohnhäuser und Wohnungen müssen ganzjährig bewohnt werden bzw. sein (Hauptwohnsitz). Ferienwohnungen sowie Zweitwohnsitze sind nicht förderbar.

Was wird gefördert?

  • Der Einbau einer Radondrainage gemäß ÖNORM S 5280-2 vom 15.10.2017 bei Bauvor­haben in Gemeinden der Radonpotentialklassen 2 und 3 (Link siehe am Ende der Seite) mit ständig bewohnten erdberührenden Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsräumen (Aufenthalt länger als 15 h/Woche)
  • Bautechnische Sanierungen bei einer Überschreitung der jahresdurchschnittlichen Radon­konzentration im Gebäude von mehr als 1.000 Becquerel pro Kubikmeter gemäß ÖNORM S 5280-1.

Wie wird gefördert?

  Fördersatz Land
Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten in Gemeinden der Radonpotentialklasse 2 und 3 Der Einbau einer Radondrainage laut ÖNORM S 5280-2 vom 15.10.2017 (Vorsorge­typ B) durch Nachweis des bauausführenden Unternehmens mit 500 Euro.
Bautechnische Sanierungen bei einer jahresdurchschnittlichen Radonkonzentration im Gebäude von mehr als 1.000 Becquerel pro Kubikmeter Jede Wohneinheit nach einer verpflichtenden Beratung durch die Fachabteilung des Landes mit 20 Prozent der anrechenbaren Sanierungskosten, maximal 2.000 Euro.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten in der Radonpotentialklasse 2 und 3

  • Das Förderungsansuchen ist vor Baubeginn bei der Förderungsstelle einzureichen.
  • Die Wohneinheit muss in einer Gemeinde der Radonpotentialklasse 2 oder 3 geplant werden und ständig bewohnte erdgebundene Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsräume (Aufenthalt länger als 15 h/Woche) enthalten.
  • Der Einbau einer Radondrainage laut ÖNORM S 5280-2 vom 15.10.2017 (Vorsorgetyp B) ist vom bauausführenden Unternehmen zu bestätigen und der Förderungsstelle innerhalb von zwölf Monaten ab Antragstellung nachzuweisen.

Bautechnische Sanierungen bei Richtwertüberschreitung

  • Die jahresdurchschnittliche Radonkonzentration im Gebäude muss bei einer vorange­gangenen Messung von ständig bewohnten Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsräumen (Aufenthalt länger als 15 h/Woche) über 1.000 Becquerel pro Kubikmeter liegen.
  • Vor Sanierung ist eine verpflichtende Beratung durch die Fachabteilung des Landes Oberösterreich erforderlich. Die dabei festgehaltenen Sanierungsmaßnahmen sind umzu­setzen.

Erforderliche Unterlagen

Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten in der Radonpotentialklasse 2 und 3

  • VOR Umsetzung: Antragsformular Land (vollständig ausgefüllt und unterfertigt)
  • NACH Umsetzung: Nachweis des bauausführenden Unternehmens über den Einbau der Radondrainage

Bautechnische Sanierungen bei Richtwertüberschreitung

  • VOR Umsetzung: Antragsformular Land (vollständig ausgefüllt und unterfertigt)
  • Ergebnis der Radonmessung gemäß ÖNORM S 5280-1
  • nach Umsetzung: Rechnungsbelege und Zahlungsbestätigungen (Kopie)

 

Bitte übermitteln Sie keine Originalunterlagen, da diese nach elektronischer Erfassung nicht retourniert werden können.

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Alle angeführten Unterlagen sind elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at zu übermitteln.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

Antragstellung

Der Förderungsantrag ist VOR Durchführung der Maßnahme an die Abteilung Umwelt­schutz zu senden.

Beurteilung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Förderstelle prüfen die Unterlagen.

Genehmigung

Nach Erhalt des Einbaunachweises der Radondrainage (beim Neubau) bzw. nach Vorlage der Rechnungen sowie aller notwendigen Unterlagen (bei Sanierung) wird der Förderbetrag festgelegt und durch das zuständige Landesregierungsmitglied genehmigt.

Auszahlung

Die Überweisung erfolgt auf das von Ihnen angegebene Konto.

Rechtsgrundlagen

  • Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich idgF
  • Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF
  • Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich idgF

Laufzeit

1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel.

Formular

  • Radon - Neubauvorsorge, Sanierungsmaßnahmen (UWD-US/E-11)

    Antrag auf Gewährung von Förderungsmitteln

    Herunterladen 241,95 KB).

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at