Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Radon - Vorsorge und Sanierung

Gefördert werden in Oberösterreich Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten in Gemeinden der Radonpotenzialklassen 2 und 3 und bautechnische Sanierungen bei einer Überschreitung der jahresdurchschnittlichen Radonkonzentration im Gebäude von mehr als 1.000 Becquerel pro Kubikmeter.

Wer wird gefördert?

Privatpersonen, die eine Radonschutzmaßnahme in ihrem geplanten bzw. bestehenden Wohnhaus (Hauptwohnsitz) mit bis zu drei Wohnungen setzen.

Hinweis: Die förderbaren Maßnahmen müssen der privaten Nutzung dienen und die betroffenen Wohnhäuser und Wohnungen müssen ganzjährig bewohnt werden bzw. sein (Hauptwohnsitz). Ferienwohnungen sowie Zweitwohnsitze sind nicht förderbar.

Was wird gefördert?

  • Der Einbau einer Radondrainage gemäß ÖNORM S 5280-2 vom 15.10.2017 bei Bauvorhaben in Gemeinden der Radonpotenzialklassen 2 und 3 (Link siehe am Ende der Seite) mit ständig bewohnten erdberührenden Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsräumen (Aufenthalt länger als 15 h/Woche)
  • Bautechnische Sanierungen bei einer Überschreitung der jahresdurchschnittlichen Radonkonzentration im Gebäude von mehr als 1.000 Becquerel pro Kubikmeter gemäß ÖNORM S 5280-1.

Wie wird gefördert?

  • Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten in Gemeinden der Radonpotenzialklasse 2 und 3: Der Einbau einer Radondrainage laut ÖNORM S 5280-2 vom 15.10.2017 (Vorsorgetyp B) durch Nachweis des bauausführenden Unternehmens mit 500 Euro.
  • Bautechnische Sanierungen bei einer jahresdurchschnittlichen Radonkonzentration im Gebäude von mehr als 1.000 Becquerel pro Kubikmeter: Jede Wohneinheit nach einer verpflichtenden Beratung durch die Fachabteilung des Landes mit 20 Prozent der anrechenbaren Sanierungskosten, maximal 2.000 Euro.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten in der Radonpotenzialklasse 2 und 3:

  • Das Förderungsansuchen ist bei der Förderungsstelle einzureichen.
  • Die Wohneinheit muss in einer Gemeinde der Radonpotenzialklasse 2 oder 3 geplant werden und ständig bewohnte erdgebundene Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsräumen (Aufenthalt länger als 15 h/Woche) enthalten.
  • Der Einbau einer Radondrainage laut ÖNORM S 5280-2 vom 15.10.2017 (Vorsorgetyp B) ist vom bauausführenden Unternehmen zu bestätigen und der Förderungsstelle innerhalb von 12 Monaten ab Antragstellung nachzuweisen.

 

Bautechnische Sanierungen:

  • Die jahresdurchschnittliche Radonkonzentration im Gebäude muss bei einer vorangegangenen Messung von ständig bewohnten Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsräumen (Aufenthalt länger als 15 h/Woche) über 1.000 Becquerel pro Kubikmeter liegen.
  • Vor Sanierung ist eine verpflichtende Beratung durch die Fachabteilung des Landes erforderlich. Die dabei festgehaltenen Sanierungsmaßnahmen sind umzusetzen.

Erforderliche Unterlagen

Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten im Radonrisikogebiet:

  • Antragsformular Land (vollständig ausgefüllt und unterfertigt)
  • nach Projektabschluss: Nachweis des bauführenden Unternehmens über den Einbau der Radondrainage

 

Bautechnische Sanierungen bei Richtwertüberschreitung:

  • Antragsformular Land (vollständig ausgefüllt und unterfertigt)
  • Ergebnis der Radonmessung gemäß ÖNORM S 5280-1
  • nach Projektabschluss: Rechnungsbelege und Zahlungsbestätigungen (Kopie)

 

Hinweis: Bitte übermitteln Sie keine Originalunterlagen, da diese nach elektronischer Erfassung nicht retourniert werden können.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

 

Antragstellung

Der Förderungsantrag ist vor Einbau der Radondrainage bzw. der Sanierung an die Förderstelle zu senden. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähigkeit sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages.

 

Beurteilung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Förderstelle prüfen die Unterlagen.

 

Genehmigung

Nach Erhalt des Einbaunachweises der Radondrainage (beim Neubau) bzw. nach Vorlage der Rechnungen sowie aller notwendigen Unterlagen (bei Sanierung) wird der Förderbetrag festgelegt und durch das zuständige Landesregierungsmitglied genehmigt.

 

Auszahlung

Die Überweisung erfolgt auf das von Ihnen angegebene Konto.

Laufzeit

3. September 2018 bis 31. Dezember 2019 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at