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125 Jahre Hydrographischer Dienst in Österreich (1894 – 2019)

Seit 125 Jahren beobachtet nun der Hydrographische Dienst die Komponenten des Wasserkreislaufes in Österreich sowie die damit zusammenhängenden Erscheinungen in ihrer räumlichen und zeitlichen Abfolge.

Extreme Naturereignisse wie Trockenperioden und Hochwasser haben zur Gründung des Hydrographischen Zentralbüros im damaligen k.k. Ministerium geführt.

Die Beschreibung von Naturzusammenhängen und das Erkennen und Bewerten der daraus entstehenden, wasserbedingten Gefahren ist bis heute ein Schwerpunkt der Hydrographie Österreichs.

Seit der Festlegung des Organisationsstatutes 1894 wurde der Hydrographische Dienst in Österreich mit wechselnden fachlichen, technischen, politischen und ökonomischen Herausforderungen konfrontiert. Die Organisationsstruktur hingegen blieb im Wesentlichen gleich und besteht aus einer zentralen Abteilung auf Bundesebene und den hydrographischen Abteilungen in den Bundesländern sowie der für die Wasserstraßen zuständigen viadonau.

  • 1893 Gründung des Hydrographischen Zentralbüros
  • 1894 Kundmachung des Organisationsstatutes für den Hydrographischen Dienst in Österreich und Festlegung der Organisationsform
  • 1895  Veröffentlichung des ersten Hydrographischen Jahrbuchs (1. Ausgabe 1893)
  • 1979 Der Nationalrat beschließt das Hydrographiegesetz, es tritt am 01.01.1980 in Kraft.
  • 2003  Aufnahme des Hydrographiegesetzes und der Verordnung zur Erhebung des Wasserkreislaufes in das Wasserrechtsgesetz


Seit 125 Jahren beobachtet nun der Hydrographische Dienst die Komponenten des Wasserkreislaufes in Österreich sowie die damit zusammenhängenden Erscheinungen in ihrer räumlichen und zeitlichen Abfolge.

Zur Erhebung des Wasserkreislaufes werden der Niederschlag, die Lufttemperatur, die Verdunstung sowie die Oberflächengewässer, Quellen und das Grundwasser mengenmäßig erfasst und in einer gesamten Wasserbilanz für Österreich zusammengeführt. Zusätzlich wird auch der Anteil an Feststoffen - aufgeteilt in Schwebstoffe und Geschiebe - quantitativ erhoben.

Das Beobachtungsnetz hat sich auf Grund der wachsenden Anforderungen im Bereich der Wasserwirtschaft immer mehr verdichtet. Aktuell werden vom Hydrographischen Dienst in Oberösterreich um die 1.500 Messstellen mit unterschiedlichsten Messparametern betreut.

Im Laufe der Zeit haben sich auch die Anforderungen an die Daten und Auswertungen verändert. Neben der grundsätzlichen Aufgabe, die langjährigen Messdaten als Grundlage für den Hochwasserschutz, die Grund- und Trinkwasserwirtschaft, die Wasserkraft, die Schifffahrt und der Ökologie zur Verfügung zu stellen, stehen seit dem 21. Jahrhundert insbesondere die Warnungen und Veröffentlichung sowie die zeitnahe Verbreitung der Messdaten im Vordergrund.

Die Daten der fernübertragenen Messstellen werden auf der Webseite des Hydrographischen Dienstes kontinuierlich den Einsatzkräften sowie der zivilen Bevölkerung zur Verfügung gestellt.
 

Hydro-Online-Daten im Wasserkreislauf (Webseite des Hydrographischen Dienstes Oberösterreich)

 

 

Weiterführende Informationen

Fotogalerie

 

Wenn Sie Fragen an den Hydrographischen Dienst haben, erreichen Sie diesen zu den Amtsstunden bzw. ab Erreichen der Alarmstufe "Vorinformation" ist die Hochwasserwarnzentrale durchgehend besetzt:

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