Standortfaktoren

 

 

Geologie

  • Das Gebiet ist Teil der Böhmischen Masse, aufgebaut aus verschiedenen Graniten und Gneisen, besonders Perlgneis, Grobkorngneis, Weinsberger und Mauthausner Granit und Freistädter Granodiorit.
  • In der Mitte der Raumeinheit – im Bereich um Summerau – sind mächtige Flusssedimentschichten (Sand und Rollkies) aufgelagert.

Boden

  • Die Böden des Leonfeldner Hochlandes sind sauer und von mittlerer bis geringer Fruchtbarkeit.
  • Überwiegend Braunerden über lockerem Gesteinsverwitterungsmaterial, gefolgt von Gleytypen über lehmig-tonigen Zersetzungsprodukten feinkörniger Gesteine.
  • Lokal Torf-Oberböden bei massivem Wasserstau. Diese sowie trocken-steinige Nadelwaldböden gehören zu den unproduktivsten Standorten aus Sicht der Land- und Forstwirtschaft.
  • Ein hohes Naturschutzpotenzial der Region besteht auf mageren Feuchtstandorten.

Klima

  • Niederschlagsmittel zwischen 700 und 900 mm pro Jahr. Die Achse Freistadt-Wullowitz ist der trockenste Bereich der Raumeinheit und gehört zu den niederschlagsärmsten Teilen Oberösterreichs.
  • Schneedecken 55 bis 77 Tage, oft Ende November bis Mitte März, je nach Seehöhe und Niederschlagsmenge meist 30 bis 70 cm hoch.
  • Temperatur-Jahresmittel im Siedlungsgebiet zwischen 5,5° und 7° Celsius, Jännermittel zwischen –2,5° und –3,5°, Julimittel zwischen 15° und nahe 17°.
  • Frost und Schneefall kann in den meisten Monaten des Jahres lokal auftreten, lediglich die Spanne von Ende Juni bis Anfang August ist überall weitestgehend frostsicher. Gebietstypisch ist die Bildung nächtlicher Kaltluftseen.
  • Hohe Windexponiertheit; die Windstärken sind mäßig.
  • Teilweise Nebelfreiheit bei herbstlichen bis winterlichen Inversionswetterlagen, zumindest in den hochgelegenen Abschnitten der Raumeinheit.

 

Natur und Landschaft - Fotos

  • Landschaft mit gebietstypischen Strukturelementen und stark landschaftsprägenden Windrädern; Vorderkönigschlag, 9.6.2005

    Quelle: Büro Haug, Nadler

    Landschaft mit gebietstypischen Strukturelementen und stark landschaftsprägenden Windrädern; Vorderkönigschlag, 9.6.2005

  • Infolge Hagelsturm geplättete Wiese und gänzlich abgerissener Fichtenforst; bei Hirschbach, 17.6.1991

    Quelle: Kurt Nadler

    Infolge Hagelsturm geplättete Wiese und gänzlich abgerissener Fichtenforst; bei Hirschbach, 17.6.1991

 

Gewässersystem

  • Überwiegend Oberlaufabschnitte der Gewässer (Forellen- bis Äschenregion).
  • Hauptgewässer sind Kettenbach und Maltsch, die nach Norden zur Moldau entwässern und Rodl und Feldaist, welche zur Donau fließen.
  • Größere Bäche weisen immer wieder Fließkontinuumsunterbrechungen an Mühlwehren auf, sind aber sonst naturnah erhalten. Oberlaufabschnitte in flacheren Kulturlandbereichen sind hingegen – insbesondere im Osten der Raumeinheit – stark durch Regulierungen beeinträchtigt.
  • Oberste Abschnitte im Kulturland sind fast durchwegs verrohrt.
  • In gefällereicheren Waldpartien ist auch das Oberlauf-Fließgewässernetz naturnah erhalten; in flachen, vernässten Waldbereichen wurden Entwässerungsgrabennetze geschaffen.
  • Gute Wasserqualität. Beeinträchtigungen meist nur durch Wirtschaftsdüngereintrag. Starkregen führt zu Sedimentschüben.
  • Stillgewässer umfassen zahlreich vorhandene Teiche, aber auch vereinzelte kleinste Altwässer in Bachauen sowie Tümpel und Schlenken in Mooren. Manche der jüngeren Löschteiche sind typischerweise betongefasst und umzäunt.
  • Große Grundwasserreserven in den Sedimentschichten im Großraum Summerau bis Freistadt.

Natur und Landschaft - Fotos

  • Typische morphologische Ausprägung eines naturnahen Mühlviertler Baches: Kettenbach bei Reichenthal; 10.6.2005

    Quelle: Büro Haug, Nadler

    Typische morphologische Ausprägung eines naturnahen Mühlviertler Baches: Kettenbach bei Reichenthal; 10.6.2005

  • Regulierter Bach in Intensivgrünland bei Prendt / Elmberg; an solchen Stellen bestehen Schwierigkeiten, den Gewässerlauf beim Düngerausbringen auszusparen; 14.6.2005

    Quelle: Büro Haug, Nadler

    Regulierter Bach in Intensivgrünland bei Prendt / Elmberg; an solchen Stellen bestehen Schwierigkeiten, den Gewässerlauf beim Düngerausbringen auszusparen; 14.6.2005

  • Fischteichneuanlage und Waldzwickelaufforstung auf eher extensiv bewirtschaftetem Grünlandstandort; bei Rainbach, 9.6.2005

    Quelle: Büro Haug, Nadler

    Fischteichneuanlage und Waldzwickelaufforstung auf eher extensiv bewirtschaftetem Grünlandstandort; bei Rainbach, 9.6.2005

  • Tümpel in moorigem Wald; Birau bei Summerau, 1.9.2005

    Quelle: Büro Haug, Nadler

    Tümpel in moorigem Wald; Birau bei Summerau, 1.9.2005

 

 

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