Standortfaktoren

 

 

Geologie

  • Flyschbergland aus Wechsellagen von verwitterungsanfälligen Sandsteinen, Mergeln und Schiefertonen unterschiedlichen Kalkgehaltes. Breite, sanft gerundete Rücken und Hänge von meist mäßiger Neigung und konstante Gipfelhöhen zwischen etwa 880 und 1100 m. Flyschberge großteils waldbedeckt.
  • Auf Grund des hohen Mergel- und Tonanteils im Flysch geringe bis keine Wasserdurchlässigkeit der Gesteinsschichten. Bildung wasserstauender Gleitschichten, die zu Rutschungen neigen. An den Nord- und Osthängen finden sich reichlich Quellhorizonte.
  • Eiszeitlich wurde die Flyschlandschaft durch Vorstöße des Traungletschers überformt. Damals entstand die abwechslungsreiche Moränenlandschaft, die heute meist von offenem Kulturland eingenommen wird.
  • Bildung von Schwemmfächern durch die Bäche. Oft sind an diesen Stellen Ortschaften entstanden.

Boden

  • Über Flysch, den eiszeitlichen Ablagerungen (Moränen) und Schwemmfächern unterschiedliche Komplexe von Braunerden, Pseudogleyen und Gleyen. Auf den Schwemmfächern auch vereinzelt Rendsinen.
  • In den Tälern der größeren Fließgewässer gibt es Auböden. Auf Sonderstandorten bestehen Moorböden (Nieder- und Hochmoore).
  • Generell tiefgründige, meist lehmige Böden. Oft besteht Neigung zu Vernässung und Rutschung.
  • Böden weisen überwiegend mittlere landwirtschaftliche Ertragsbedingungen auf. Vorwiegend zur Grünlandnutzung geeignet.

Klima

  • Einflussbereich des mitteleuropäischen Klimas zwischen dem atlantisch geprägten Westen und dem kontinental geprägten Osten bzw. Übergangsbereich zu den feuchteren und kühleren, subalpinen Gegenden Oberösterreichs
  • Durch die Nordstaulage hohe Jahresniederschlagssumme (1400 mm bis 1600 mm)
  • Durch die Seen relativ milde Wintertemperaturen (Jännermittel: –2° bis –4°C) und ausgeprägte Nebelbildung von Oktober bis Jänner
  • Gemäßigte Sommertemperaturen (Julimittel:15° bis 18°C), Jahresmittel der Lufttemperatur: 6° bis 8° C
  • Lokale klimatische Besonderheiten durch die örtlichen Beckenlagen (Temperaturumkehr)
  • Die Hauptwindrichtung ist West. Einflussbereich des mäßig bis häufig auftretenden biotropen Föhns
  • Klimatisch günstige Wuchsbedingungen für Grünland- und forstwirtschaftliche Nutzung

Gewässersystem

  • Hohe Gerinnedichte mit für den Flysch typischen, stark eingeschnittenen Gräben und Kerbtälern. Flyschgrabenböschungen häufig von naturnahen Bachbegleitgehölzen  und Grabenwäldern bestockt und befestigt. Dadurch starke Reliefenergie und Gliederung der Landschaft.
  • Charakteristisch für Flyschbäche ist eine sehr unstete Wasserführung, die vom Trockenfallen im Sommer bis zu starkem Anschwellen nach Starkregen-Ereignissen reicht.
  • Wildbäche sind stark geschiebe- und hochwasserführend. Daher gibt es im Siedlungsbereich harte Verbauungen und Geschiebesperren. Im Walbereich existiert oft ein naturnaher Verlauf.
  • Einzugsgebiet zahlreicher Bäche, die in die Seen münden und für diese wichtige Lieferanten von Sedimenten, Organismen sowie Nährstoffen darstellen.
  • Die bedeutendsten Gewässersysteme mit großem Einzugsbereich sind Wangauer Ache , Dürre Ager und Vöckla.
  • Wenige Stillgewässer, z.B. kaum Fisch- und Löschteiche. Egelsee (Moorsee)  steht unter Naturschutz.
  • Abgesehen von einem kleinem Bereich im Norden der Raumeinheit nur lokal grundwasserführende Schichten.
  • Viele kleine Hangquellen mit stark schwankender, vom Niederschlag abhängiger Schüttung. Hier häufig Tuffbildungen.

Natur und Landschaft - Fotos

  • Eschen-dominiertes Bachgehölz an kleinem Flyschbach bei Hauberg

    Quelle: coopNATURA

    Eschen-dominiertes Bachgehölz an kleinem Flyschbach bei Hauberg

  • Blick von Lindau über den Irrsee (benachbarte Raumeinheit Attersee-Mondsee-Becken) auf den Kolomannsberg: Kuppenbereiche dicht bewaldet (Untereinheit Geschlossenes Waldgebiet der Flyschberge), Unterhänge mit zahlreichen Grünlandbuchten und starker Glieder

    Quelle: coopNATURA

    Blick von Lindau über den Irrsee (benachbarte Raumeinheit Attersee-Mondsee-Becken) auf den Kolomannsberg: Kuppenbereiche dicht bewaldet (Untereinheit Geschlossenes Waldgebiet der Flyschberge), Unterhänge mit zahlreichen Grünlandbuchten und starker Gliederung durch die hohe Gerinnedichte (Untereinheit Grünlanddominierte Kulturlandschaft auf Moränen)

  • Oberlauf vom Grömerbach bei Helmberg: Flyschgrabenbach mit strukturreicher Sohle in kleinem Tobel und Grabenwald zur Zeit des Bärlauch-Austriebs

    Quelle: coopNATURA

    Oberlauf vom Grömerbach bei Helmberg: Flyschgrabenbach mit strukturreicher Sohle in kleinem Tobel und Grabenwald zur Zeit des Bärlauch-Austriebs

  • Laubmischwald an der Wangauer Ache mit vorwiegend Buche und Bergahorn, Krautschicht mit Bärlauch

    Quelle: coopNATURA

    Laubmischwald an der Wangauer Ache mit vorwiegend Buche und Bergahorn, Krautschicht mit Bärlauch

  • Vöckla: Sohlschwellen im Abschnitt vor Harpoint

    Quelle: coopNATURA

    Vöckla: Sohlschwellen im Abschnitt vor Harpoint

  • Naturschutzgebiete Egelsee und Egelseemoor, im Hintergrund Höllengebirge

    Quelle: coopNATURA

    Naturschutzgebiete Egelsee und Egelseemoor, im Hintergrund Höllengebirge

 

 

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