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Überblick Raumeinheit

  • Die Raumeinheit Sauwald stellt eine traditionelle Kulturlandschaft dar, die geprägt wird von einem abwechslungsreichen Mosaik aus Wäldern und landwirtschaftlichen Nutzflächen.
  • Die Region kann in drei Teile gegliedert werden:
    • Westsauwald: Auf dem kristallinen Untergrund liegen ausgedehnte Schlier- und Schotterdecken
    • Hochsauwald: Stark bewaldeter Höhenrücken mit einem deutlich raueren Klima und höheren Niederschlagsmengen
    • Ostsauwald: Der kristalline Untergrund liegt weitgehend frei. Dieser Teil zeichnet sich durch deutlich geringere Niederschlagsmengen als der anschließende Hochsauwald aus.
  • Der ländliche Charakter der Region wird durch die zahlreichen Weiler und Einzelgehöfte  verstärkt, wodurch sich ein harmonisches Landschaftsbild ergibt.
  • Der Untergrund des zum Kristallin der Böhmischen Masse gehörenden Sauwaldes ist geologisch relativ einheitlich aus Graniten und Gneisen aufgebaut.
  • Die Raumeinheit weist ein subatlantisches Klima auf, dessen Einflüsse auch in der Pflanzenwelt ersichtlich sind.
  • Ein besonderes Kennzeichen der Region sind die hinsichtlich ihrer Morphologie (Verlauf, Ausprägung des Gewässerbetts, Uferbereiche) zumeist natürlichen Fließgewässer  mit ihrem gewundenen Verlauf und den örtlichen Durchbruchstälern  im Unterlauf.
  • Mit Ausnahme des Hochsauwaldes dominiert die Landwirtschaft mit Wirtschaftsgrünland und Ackerflächen die Raumeinheit.
  • Die Forstwirtschaft spielt in praktisch allen Teilen der Raumeinheit eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Besonders im waldreichen Hochsauwald ist sie die dominante Form der Nutzungen. Auffallend ist der hohe Anteil an standortfremden Fichtenforsten.
  • Die Raumeinheit kann als dünn besiedelt bezeichnet werden. Größere Wirtschaftszentren fehlen.
  • Da der Sauwald nur wenige überregionale Bundesstraßen aufweist, ist die Raumeinheit als nur wenig zerschnitten zu bezeichnen.
  • Trotz der Flächeninanspruchnahme und Biotopveränderungen  durch die Land- und Forstwirtschaft konnten einige  und kleinräumige Magerstandorte  erhalten bleiben. Gemeinsam mit den wenigen naturnahen Wäldern  und natürlichen Sonderstandorten wie Blockhalden bilden sie wichtige Rückzugsstätten für bedrohte Pflanzen- und Tierarten.

Natur und Landschaft - Fotos

  • Der Sauwald von Braunsberg in Richtung Norden

    Quelle: Franz Grims

    Der Sauwald von Braunsberg in Richtung Norden

  • Vierseithof östlich Kopfing

    Quelle: Franz Grims

    Vierseithof östlich Kopfing

  • Weitgehend natürlich Gänsbach südlich von Kopfing

    Quelle: Franz Grims

    Weitgehend natürlich Gänsbach südlich von Kopfing

  • Das im Volksmund genannte Gstonarat

    Quelle: Franz Grims

    Das im Volksmund genannte Gstonarat

  • Streifenflur bei St. Roman

    Quelle: Franz Grims

    Streifenflur bei St. Roman

  • Blick auf den Schnürberg von Kaltenmarkt aus (Laubwälder!)

    Quelle: Franz Grims

    Blick auf den Schnürberg von Kaltenmarkt aus (Laubwälder!)

  • Drainagegräben bei Simling

    Quelle: Franz Grims

    Drainagegräben bei Simling

  • Das heute weitgehend zugewachsene Filzmoos im Jahr 1963

    Quelle: Franz Grims

    Das heute weitgehend zugewachsene Filzmoos im Jahr 1963

  • Orchideenweise nördlich Winklpoint

    Quelle: Franz Grims

    Orchideenweise nördlich Winklpoint

  • Quellflur in einer Wiese

    Quelle: Franz Grims

    Quellflur in einer Wiese

  • Feuchtwiese bei Sonnleiten

    Quelle: Franz Grims

    Feuchtwiese bei Sonnleiten

  • Ein heute noch existierendes Vorkommen der Arnika im Hochsauwald

    Quelle: Franz Grims

    Ein heute noch existierendes Vorkommen der Arnika im Hochsauwald

  • Blütenreiche Wegböschung

    Quelle: Franz Grims

    Blütenreiche Wegböschung

  • Die sogenannten Mäuern am Südabfall des Haugsteins

    Quelle: Franz Grims

    Die sogenannten Mäuern am Südabfall des Haugsteins

  • Naturnaher Tannenwald (Edtwald)

    Quelle: Franz Grims

    Naturnaher Tannenwald (Edtwald)

 

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