Amt der Oö. Landesregierung
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Standortfaktoren

 

 

Geologie

  • Geologisch gehört der Sauwald zum Kristallin der Böhmischen Masse.
  • Unter den Gesteinen dominieren Granite und Migmatite (z. B. Perlgneis).
  • Der kristalline Untergrund des westlichen Sauwaldes wird teilweise von mächtigen tertiären Schotterdecken überlagert.
  • Am Süd- und Südwestrand der Raumeinheit finden sich regelmäßig Schlierauflagen auf den Migmatiten.
  • Unter den geologischen Besonderheiten können die Quarzitkonglomerat-Vorkommen  und die fossilienreichen Grobsande in der Taufkirchener Bucht genannt werden.

Natur und Landschaft - Fotos

  • Schottergrube bei Münzkirchen

    Quelle: Franz Grims

    Schottergrube bei Münzkirchen

  • Naturdenkmal

    Quelle: Christian Schröck

    Naturdenkmal "Quarzitkonglomerate" westlich Münzkirchen

 

Boden

  • Die Böden des Sauwaldes entwickelten sich aus dem Kristallin der Böhmischen Masse, also aus sauren Silikatgesteinen und sind somit praktisch kalkfrei.
  • Die sauren Urgesteinsböden und die häufig degradierten Nadelforste führen zu einer beträchtlichen Bodenversauerung.
  • Bedingt durch die verwitterungsresistenten Gesteine und die Auswaschung von Bodenmaterial (Hanglagen!) finden sich im Sauwald oft nur geringe Bodenmächtigkeiten.
  • Es dominieren Braunerdeböden.
  • An steileren, oft bewaldeten Hanglagen findet sich der Ranker.
  • Im Randbereich der Fließgewässer kam es zur Bildung von Auböden.
  • Besonders im Hochsauwald kam es auf Grund des hohen Niederschlages vermehrt zur Torfbildung.

Klima

  • Der Sauwald  weist ein subatlantisches Klima auf, welches durch seine weitgehend ausgeglichene, feuchte Witterung gekennzeichnet ist.
  • Es dominieren Westwetterfronten.
  • Im Durchschnitt weist die Raumeinheit eine jährliche Niederschlagsmenge von rund 1000 mm auf. Nur im Hochsauwald liegen die Niederschlagswerte deulich höher (1200 mm).
  • Der im Windschatten des Hochsauwaldes gelegene Ostteil ist durch etwas niedrigere Niederschlagsmengen gekennzeichnet.
  • Typisch sind die im Sommer und Winter zahlreichen Nebeltage und die kleinräumigen Temperaturinversionen.

Natur und Landschaft - Fotos

  • Der Sauwald von Braunsberg in Richtung Norden

    Quelle: Franz Grims

    Der Sauwald von Braunsberg in Richtung Norden

  • Kaltluftsee bei Kinleinsdorf

    Quelle: Franz Grims

    Kaltluftsee bei Kinleinsdorf

 

Gewässersystem

  • Die Region wird auf Grund des Reliefs und der hohen Niederschläge von einem dichten Gewässernetz durchzogen.
  • Die Morphologie der Fließgewässer kann über weite Strecken als natürlich bezeichnet werden . Nur in den Oberläufen der Bäche finden sich im Bereich landwirtschaftlicher Nutzflächen bisweilen Verrohrungen. Weitere Begradigungen sind eher selten.
  • Einige Fließgewässer weisen eine eher schlechte Wasserqualität auf (Eintrag von Nähr- und Schadstoffen vorwiegend aus der Landwirtschaft sowie auf Grund der teils fehlenden kommunalen Abwasserentsorgung).
  • Sämtliche in der Raumeinheit fließenden Gewässer entwässern direkt oder indirekt über die Einzugsgebiete des Inns und der Aschach in die Donau.
  • Größere, natürliche Stillgewässer fehlen in der Raumeinheit.
  • Örtlich unterschiedlich hoch ist die Dichte der vorhandenen Lösch- und Fischteiche.
  • In alten, aufgelassenen Steinbrüchen finden sich mehrfach Weiher, die auch zum Baden verwendet werden.
  • Ehemals für die Bewässerung und Nährstoffversorgung der landwirtschaftlichen Nutzflächen verwendete kleinere Teiche werden als Schwöllen bezeichnet. Die Reste kann man heute noch lokal auf meist kleineren Terrassen erkennen.
  • Die wasserundurchlässigen Gneise und Granite verhindern eine großflächige Zirkulation des Grundwasserkörpers. Nur wenn über dem kristallinen Untergrund größere Schotter- oder Schlierdecken abgelagert sind bilden sich Stauhorizonte.
  • Im Bereich der Schotter- und Schlierdecken finden sich die „Wasserwirtschaftlichen Vorrangflächen gegenüber Sand- und Kiesabbau“, welche zum Schutz der Trinkwasserreserven ausgewiesen wurden.
  • Das einzige Wasserschongebiet des Sauwaldes erstreckt sich von südlich Engelhartszell bis zum Schnürberg.

Natur und Landschaft - Fotos

  • Das im Volksmund genannte Gstonarat

    Quelle: Franz Grims

    Das im Volksmund genannte Gstonarat

  • Weitgehend natürlich Gänsbach südlich von Kopfing

    Quelle: Franz Grims

    Weitgehend natürlich Gänsbach südlich von Kopfing

  • Regulierter Edtbach

    Quelle: Franz Grims

    Regulierter Edtbach

  • Drainagegräben bei Simling

    Quelle: Franz Grims

    Drainagegräben bei Simling

  • Ehemalige

    Quelle: Franz Grims

    Ehemalige "Schwölln" bei Bartenberg

 

 

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