Wer wird gefördert?
Unterstützung von gekündigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach der KTM-Insolvenz
Die Insolvenz der KTM-Gruppe stellt aktuell eine der bedeutendsten wirtschaftlichen Herausforderungen in Oberösterreich dar und betrifft eine Vielzahl von Beschäftigten direkt oder indirekt. Um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen abzufedern, kommt der EGF im Rahmen einer vom Land Oberösterreich und dem AMS Oberösterreich speziell eingerichteten Insolvenzstiftung zum Einsatz. Die geschätzten Gesamtkosten für die Insolvenzstiftung belaufen sich auf 3 Mio. EUR, wobei 60 % (1,8 Mio. EUR) vom Europäischen Globalisierungsfonds übernommen werden.
Was wird gefördert?
Die Insolvenzstiftung als zentrales Instrument
Die Insolvenzstiftung bildet das Herzstück der EGF-gestützten Maßnahmen. Sie bietet ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von KTM und betroffenen Zulieferbetrieben eine strukturierte und umfassende Unterstützung in einer Phase beruflicher Neuorientierung.
Die aus dem EGF finanzierten Maßnahmen werden 420 betroffenen KTM-Beschäftigten beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt helfen. Zu den zentralen Leistungen zählen:
- Individuelle Beratung und Betreuung
Persönliche Karriereplanung und Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung.
- Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
Zielgerichtete Schulungen zur Anpassung an die Anforderungen des aktuellen Arbeitsmarktes.
- Aktive Arbeitsvermittlung
Unterstützung bei der Jobsuche, Bewerbungstraining und Vernetzung mit potenziellen Arbeitgebern.
- Finanzielle Absicherung während der Teilnahme
Sicherstellung eines stabilen Einkommens während der Qualifizierungsphase.
Zielsetzung und Perspektiven
Das übergeordnete Ziel der EGF-Maßnahmen im Rahmen der KTM-Insolvenz ist die nachhaltige Reintegration der betroffenen Personen in den Arbeitsmarkt. Dabei steht nicht nur die schnelle Vermittlung in neue Beschäftigung im Fokus, sondern auch die langfristige Sicherung der beruflichen Perspektiven.
Durch die enge Zusammenarbeit von öffentlichen Institutionen, Bildungsträgern und Unternehmen entsteht ein wirkungsvolles Netzwerk, das individuelle Chancen verbessert und gleichzeitig zur Stabilisierung der regionalen Wirtschaft beiträgt.
Ein starkes Signal für Solidarität in Europa
Der Einsatz des Europäischen Globalisierungsfonds im Zuge der KTM-Insolvenz zeigt deutlich, wie europäische Solidarität in der Praxis funktioniert. Er bietet konkrete Hilfe dort, wo sie dringend benötigt wird, und unterstützt Menschen dabei, neue berufliche Wege zu gehen.
Weiterführende Informationen
