Amt der Oö. Landesregierung
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Ladeinfrastruktur für den mehrgeschossigen Wohnbau

Ziel dieser Förderaktion ist es, intelligente, netzdienliche und somit zukunftssichere Ladelösungen im mehrgeschossigen Wohnbau für mehrspurige Kraftfahrzeuge zu schaffen, um damit Elektromobilität auch für die im Wohnbau lebenden Menschen zu ermöglichen.

Wer wird gefördert?

Natürliche und juristische Personen, die Eigentümer von Mehrwohnungshäusern sind sowie Eigentümergemeinschaften.

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Anschaffung und die Installation der erforderlichen Basis-Infrastruktur einer Lademöglichkeit für E-Autos in einer Wohnanlage mit mehr als drei Wohneinheiten.

 

Förderungsfähige Kosten:

  • Installationskosten
  • Verstärkung des Hausanschlusses
  • Bauliche Maßnahmen (Grabungsarbeiten, Mauerdurchbrüche, etc.)
  • Elektrische Zuleitungen inkl. Datenleitungen zur Zentraleinheit mit notwendigen Kabeltassen, Steigleitungen, Verrohrungen, etc.)
  • Kosten für Datenanbindung (Netzwerkverkabelung, Switch/Router, GSM Repeater, etc.)
  • Komponenten für Lastmanagement
  • Unterverteiler/Messverteiler mit Bestückung der elektrischen Einrichtungen wie z.B.: FI, LS, IT-Einheiten
  • Planungs- und Projektierungskosten bis 10 % der Gesamtkosten

Wie wird gefördert?

Das Ausmaß der Förderung beträgt 50 % der Netto-Anschaffungskosten und maximal 5.000 Euro.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Neben den in der Förderungserklärung angeführten Bedingungen gelten folgende Kriterien:

Allgemeine Kriterien

  • Der Antrag muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist, bei der Landesförderstelle einlangen.
  • Vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich idgF bzw. der Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF
  • Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht.
  • Die Antragstellung muss bis zum 31.12.2020 erfolgen und die Abrechnungsunterlagen müssen spätestens bis zum 31.12.2021 bei der Förderstelle einlangen.
  • Anlagenstandort in Oberösterreich
  • Die Ladeinfrastruktur muss mindestens 5 Jahre zweckentsprechend genutzt und betrieben werden.
  • Je Wohnanlage kann nur eine Förderung für eine Basis-Infrastruktur gewährt werden. Bei größeren Wohnanlagen kann eine Basis-Infrastruktur je 100 Stellplätze gefördert werden.
  • Es muss sichergestellt sein, dass nach Umsetzung der Maßnahme zumindest ein E-Auto durch die geförderte Infrastruktur geladen wird.
  • Die Verrechnung des Strombezuges muss arbeitspreisbasiert erfolgen und sich an den Tarifen für den Haushaltsstrom orientieren. Zusätzlich können Pauschalen für den Betrieb und die Finanzierung der Infrastruktur in Rechnung gestellt werden.
  • Allen Nutzerinnen und Nutzern der Ladestationen die an das System angeschlossen werden, müssen die gleichen Konditionen verrechnet werden.
  • Es ist anzustreben, dass alle nach dieser Basis-Infrastruktur errichteten Ladestationen an diese angeschlossen und in das Lastmanagement eingebunden werden.
  • Der Einsatz von Strom aus ausschließlich erneuerbaren Energieträgern bzw.
  • Ökostrom gemäß e-control, bzw. Stromkennzeichnung oder PV-Anlage (Es gilt der Produktmix.)
  • Anrechenbarkeit nach dem Energieeffizienzgesetz:
    • Die Förderungsnehmerin bzw. der Förderungsnehmer erklärt sich einverstanden, dass die gemäß Energieeffizienzgesetz anrechenbare Energieeffizienzmaßnahme, die sich durch die Ausführung der geförderten Errichtung der Anlage ergibt, grundsätzlich dem Land Ober­österreich zufällt. Soweit auch zulässige Förderungen durch Dritte (z.B. Bund, Gemeinden, Energieversorger oder dgl.) bestehen, kann die anrechenbare Energieeffizienzmaßnahme aliquot auf die Förderstellen aufgeteilt werden.
    • Der Anteil des Landes Oberösterreich darf aber 50 % nicht unterschreiten. Die Förderungsnehmerin bzw. der Förderungsnehmer hat dem Land Oberösterreich eventuelle Ansprüche Dritter auf die Anrechenbarkeit der Energieeffizienzmaßnahme anlässlich der Fördererklärung schriftlich mitzuteilen.

  
Technische Kriterien

  • Die Basis-Infrastruktur umfasst ein zentrales Lastmanagement für alle Ladestationen welche daran angeschlossen sind/werden und das System muss erweiterbar sein.
  • Ein Abrechnungssystem muss technisch vorhanden sein.
  • Installation und Betrieb haben gemäß ÖNORM 61851 zu erfolgen.
  • Der Betrieb des Ladesystems muss über einen eigenen Zählpunkt erfolgen.
  • Die Installation und Inbetriebnahme muss durch ein befugtes Elektrounternehmen durchgeführt werden.
  • Smart-Grid/Smart-Home-Fähigkeit der Gesamtanlage (entsprechende Schnittstellen ermöglichen die Ein­bindung eines externen Systems; gesteuertes Laden ist möglich: z.B. zeitgesteuert, tarifoptimiert oder gegebenenfalls netzoptimiert).

Erforderliche Unterlagen

Der Förderantrag samt Anlagen als auch alle angeführten Unterlagen nach Umsetzung der Maßnahme müssen elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.


Erforderliche Unterlagen vor Umsetzung der Maßnahme

  • Antragsformular Land
  • Kostenaufstellung mit Angeboten für die Ladeinfrastruktur inkl. Installationskosten
  • Technische Beschreibung/Daten

 
Erforderliche Unterlagen nach Umsetzung der Maßnahme

  • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen für die installierte Ladeinfrastruktur inkl. Installationskosten
  • Bestätigungsblatt
  • Nachweis, dass ein E-Auto vorhanden ist, welches durch die errichtete Infrastruktur geladen wird. Der Nachweis kann erfolgen durch:
    • Zulassungsschein (Kopie)
  • Nachweis (Foto) von der installierten Anlage.
  • Nachweis über den Einsatz von Strom aus erneuerbarer Energie entweder:
    • durch einen unterschriebenen Stromliefervertrag
    • oder durch die Stromrechnung
    • oder durch eine Bestätigung des Energiehändlers am Bestätigungsblatt
    • oder durch einen Netzzugangsvertrag falls eine PV-Anlage vorhanden ist.

Damit wird sicherstellt, dass die E-Autos mit Strom aus 100 % erneuerbarer Energie geladen werden (gemäß E-Control bzw. Stromkennzeichnung). Es gilt der Produktmix.

 

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung der Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffende Maßnahme die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

 

Antragstellung
Der Förderungsantrag ist vor Durchführung der Maßnahme an die Förderstelle des Landes Oberösterreich ausschließlich elektronisch samt Beilagen an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at zu senden. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderfähig­keit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages. Je Förderfall muss ein eigener Antrag gestellt werden!
 

Beurteilung
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird ein auf Basis der prognostizierten Kosten vorläufiger Fördervorschlag erarbeitet.
 

Genehmigung
Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder die Landesregierung wird Ihnen der vorläufige Fördervorschlag übermittelt.
 

Auszahlung
Nach Umsetzung der Maßnahme und Vorlage aller notwendigen Unterlagen elektronisch an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten die tatsächlichen Kosten geringer als die Kostenschätzung sein, so reduziert sich die Förderung. Die Umsetzung der Maßnahme bzw. die Abrechnung der Anlage hat bis maximal 12 Monate nach der Genehmigung der Förderung zu erfolgen.

Rechtsgrundlage/Laufzeit

Die Richtlinie für das Sonderförderprogramm "Ladestationen im mehrgeschossigen Wohnbau" tritt mit 19.12.2019 in Kraft und endet mit Ausschöpfung des zur Verfügung stehenden gesamten Fördertopfes, spätestens jedoch am 31.12.2020.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at