Monatsbericht März 2022

Zusammenfassung der Messergebnisse aus dem Luftmessnetz für den Berichtszeitraum.

Meteorologische Bedingungen

Die lang anhaltenden Hochdruck-Wetterlagen sorgten in Oberösterreich für einen ungewöhnlich sonnigen und trockenen März. In der ersten Märzhälfte lag das Temperaturniveau unterhalb, im letzten Viertel des Monats über dem klimatologischen Mittel. Schlussendlich war der März im Vergleich mit dem Mittel 1991-2020 um 0,2 Grad Celsius geringfügig zu warm. Die höchste Temperatur in diesem Monat wurde am  28.3. mit 21,7 Grad Celsius an der Wetterstation in Bad Goisern (538 m) gemessen. Den tiefsten Wert verzeichnete am 2. März die Klimastation in Freistadt (539 m) mit -9,5 Grad Celsius.

Verglichen mit dem Mittel 1981-2010 fiel im März um 79 Prozent weniger Niederschlag. Mit dieser extrem hohen negativen Abweichung liegt der März 2022 auf Platz 1 in der Reihe der trockensten Märzmonate der vergangenen 40 Jahre. „Spitzenreiter“ bei der Niederschlagsmenge war die ZAMG-Wetterstation am Feuerkogel mit 43 Liter pro Quadratmeter. Die geringste Niederschlagsmenge wurde mit 8 Liter pro Quadratmeter diesmal in Schärding registriert.

Beständiger Hochdruckeinfluss ließ in diesem März kaum Platz für Tiefdruckgebiete. Dementsprechend häufig schien in Oberösterreich die Sonne. Zusammengefasst ergab sich ein außergewöhnlich sonniger März, der gegenüber dem vieljährigen Mittel um 72 Prozent mehr direkten Sonnenschein brachte. Mit 256 Sonnenstunden war es in Kremsmünster am sonnigsten.

An der ZAMG-Messstelle in Reichersberg wurde am 11. März mit 76 km/h die höchste Windgeschwindigkeit gemessen.

Schadstoffbelastungen

Im März 2022 kam es in unserem Überwachungsgebiet zu einer Überschreitung von Grenzwerten nach dem Immissionsschutzgesetz – Luft.

Am 17. März kam es an der Station S235 Feuerkogel mit 67,6 µg/m³ zu einer Überschreitung des Tagesmittelwertes (TMW) von 50 µg/m³ Feinstaub (PM10). Auch an den Messstationen S184 Linz-Stadtpark, S217 Enns-Kristein und S415 Linz-24er-Turm wurden mit der kontinuierlichen Messmethode mehrere Überschreitungstage im März aufgezeichnet, die jedoch mit der gravimetrischen Referenzmethode an denselben Standorten nicht bestätigt wurden. Der Grund für die hohe Staubbelastung im März ist das zweimal aufgetretene Phänomen der Fernverfrachtung  von Saharastaub.

Aktuelles im Messnetz

Im März wurde die mobile Messung in S266 Aurolzmünster beendet. Die Messstation wurde ins Mühlviertel nach Bad Leonfelden verlegt und mit der Nummer S272 versehen.

In Gmunden wurde im März an der Station S261 die meteorologische Messung beendet. Eine Verlegung erfolgte bislang noch nicht.

Unser langjähriger Mitarbeiter, DI (FH) Roland Göweil, hat das Team der Luftgüte mit Ende März verlassen. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.

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