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Luftgüte-Monatsbericht Dezember 2019

Die Messergebnisse aus dem Luftmessnetz: meteorologische Bedingungen, Schadstoffbelastungen und Aktuelles aus dem Messnetz

Meteorologische Bedingungen

Der Dezember 2019 war außergewöhnlich mild, sonnig und im Flächenmittel etwas zu trocken. Im zweiten Drittel des Monats gab es eine Phase mit sehr hohen Temperaturen. Zwischen dem 17. und 20. Dezember stieg die Lufttemperatur an einigen Wetterstationen über 15 Grad Celsius. In Altmünster (438 m) wurde am 20.12. der Monatshöchstwert von 19,1 Grad Celsius gemessen. Den tiefsten Wert verzeichnete am 30.12. die Klimastation in Windischgarsten (600 m) mit -12,2 Grad Celsius. Die Monatsmitteltemperatur lag in Oberösterreich im Flächenmittel um 2,7 Grad Celsius über dem klimatologischen Mittel von 1981 bis 2010.

Oberösterreichweit summierte sich im Dezember im Flächenmittel, verglichen mit dem klimatologischen Mittel 1981-2010, um 20 Prozent weniger Niederschlag. Im Großteil des Landes blieben die Niederschlagsmengen unter den Erwartungswerten. Ausgeglichene Niederschlagsbilanzen gab es nur im südlichen Bergland. Schnee war in diesem Dezember generell Mangelware. Nur in Höhenlagen über 1000 m gab es am Monatsende noch genügend Schnee, um den Schibetrieb in den Schigebieten starten zu können.

Der Dezember war ein relativ sonniger Monat. Im Flächenmittel schien die Sonne um 55 Prozent länger als in einem durchschnittlichen Monat. Absolut am sonnigsten war es in Mattighofen (460 m) mit 87 Stunden.

Schadstoffbelastungen

Im Dezember 2019 wurde an 2 von 20 Messstellen der Grenzwert von Feinstaub (PM10) nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft überschritten. Die PM10-Grenzwertüber-schreitungen des Tagesmittelwertes (>50 µg/m³) fanden allesamt in Linz statt. Die Messstellen S184 Linz-Stadtpark und S431Linz-Römerberg verzeichneten jeweils am 17. und 18.12. je 2 Überschreitungen des Tagesmittelwertes, wobei die Belastung schwankte. Am 16.12. war die Feinstaub-Belastung mit 56 µg/m³ am Römerberg und am 17.12. mit 57 µg/m³ im Linzer Stadtpark höher.

Der Jahresvergleich der Monatsmittelwerte (MMW) der letzten 10 Jahre zeigt, dass die Belastungssituation im gesamten Überwachungsgebiet bei den Stickoxiden (NO und NO2) und bei Feinstaub (PM10 und PM2,5) rückläufig ist. Trotz des geringeren Niederschlages im Flächenmittel (siehe oben) liegen die vergleichbaren Monatsmittelwerte im mittleren Drittel der letzten 10 Jahre. Deutlicher ist die Verbesserung jedoch auf Seite 32 zu sehen. Der Trend der Überschreitungstage des PM10-Tagesmittelwertes pro Jahr weist eindeutig nach unten.

Auf Seite 31 ist im Monatsbericht die Feinstaubbelastung durch die Silvesterfeuerwerke grafisch dargestellt. Mit einem Halbstundenmittelwert von 178,4 µg/m³ wurde die höchste Belastung in Bad Ischl registriert. Die unzähligen privaten Feuerwerke zum Jahreswechsel verursachten keine Überschreitung des PM10-Tagesmittelwertes von 50 µg/m³.

Aktuelles im Messnetz

Im Dezember wurde von unseren Messtechnikern ein Firmware-Update auf allen Stationsrechnern installiert. Dadurch entspricht die Bildung der Halbstundenmittelwerte (HMW) nunmehr der ÖNORM M 5866.

Weiterführende Informationen

Monatsberichte im PDF-Format:

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