Meteorologische Bedingungen
Der Juni war in Oberösterreich von einer außergewöhnlichen Hitzewelle in der zweiten Monatshälfte sowie von einem insgesamt zu geringem Niederschlagsaufkommen geprägt. Während die Temperaturen in den ersten beiden Juniwochen noch unter dem für die Jahreszeit üblichen Niveau lagen, entwickelte sich ab der Monatsmitte eine der intensivsten Hitzewellen der oberösterreichischen Messgeschichte.
Über den gesamten Monat betrachtet lag die Durchschnittstemperatur um 3,0 °C über dem Klimamittel der Periode 1991 bis 2020. Die höchste Temperatur wurde am 28. Juni in Linz (262 m Seehöhe) mit 38,2 °C gemessen. Der kälteste Ort war Liebenau (846 m), wo am 16. Juni ein Tiefstwert von −1,1 °C registriert wurde.
In den ersten beiden Juniwochen fiel im gesamten Bundesland wiederholt Regen. Ab der Monatsmitte setzte sich jedoch zunehmend sonniges Hochdruckwetter durch. Mit Beginn der Hitzewelle traten Niederschläge nur noch vereinzelt in Form von Schauern und Gewittern auf. Im Flächenmittel wurden 17 % weniger Niederschlag verzeichnet als im Klimamittel 1991 bis 2020. Die höchste Monatsniederschlagsmenge wurde am Feuerkogel mit 176 Litern pro Quadratmeter gemessen, die geringste in Enns mit 56 Litern pro Quadratmeter.
Das vorherrschende Hochdruckwetter in der zweiten Junihälfte sorgte außerdem für außergewöhnlich viele Sonnenstunden. Häufig zeigte sich der Himmel nur gering bewölkt oder sogar wolkenlos. Im Flächenmittel schien die Sonne um 22 % länger als im Klimamittel 1991 bis 2020. Mit 284 Sonnenstunden war Enns der sonnigste Ort Oberösterreichs.
Schadstoffbelastungen
Im Juni 2026 kam es in unserem Überwachungsgebiet zu drei Überschreitungen des maximalen Tagesmittelwertes (TMW) für Feinstaub (PM10) von 50 µg/m³. An der Messstation S286 Gallneukirchen wurden diese Überschreitungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen von 24. bis 26. Juni festgestellt. Der höchste TMW wurde am 26. Juni mit 56,7 µg/m³ gemessen.
Sollte an mehr als 25 Tagen im Kalenderjahr an einem Messstandort ein TMW für PM10 von mehr als 50 µg/m³ aufgezeichnet werden, käme es zu einer Überschreitung des Grenzwertes laut Immissionsschutzgesetz – Luft (IG-L).
An der Messstelle Vöcklabruck betrug am 22. Juni um 19:00 MESZ der Einstundenmittelwert für Ozon 217 µg/m³. Damit wurde an der Messstelle Vöcklabruck für eine Stunde die Informationsschwelle für Ozon von 180 µg/m³ überschritten.
Neues aus dem Messnetz
Die Messung in Edt bei Lambach (S284) wurde Anfang Juni beendet – der Messbericht wurde auf der Homepage des Landes OÖ veröffentlicht.
Bereits im Mai wurde mit einer neuen Messung in Bad Zell (S287) gestartet, die Station lieferte im Juni ihre ersten Monatsmittelwerte.
Monatsberichte im PDF-Format:
- Juni 2026 .
- Mai 2026 .
- April 2026 .
- März 2026 .
- Februar 2026 .
- Jänner 2026 .
- Dezember 2025 .
- November 2025 .
- Oktober 2025 .
- September 2025 .
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