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Luftgüte-Monatsbericht Februar 2020

Die Messergebnisse aus dem Luftmessnetz: meteorologische Bedingungen, Schadstoffbelastungen und Aktuelles aus dem Messnetz

Meteorologische Bedingungen

Der Februar 2020 lag in Oberösterreich um 4,4 Grad Celsius über dem vieljährigen Mittel und war nach Angaben der  Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) der zweitwärmste Februar in der 253-jährigen Messgeschichte, an der Wetterstation Kremsmünster war es sogar der wärmste bisher. Die Ursache für dieses extrem milde Wetter war die über den ganzen Monat anhaltende Westströmung, die ständig milde Luft nach Oberösterreich brachte. Die höchste Temperatur wurde am 24.2. an der Messstelle Weyer (426 m) mit 19,7 Grad Celsius gemessen. An der Wetterstation Windischgarsten (600 m) sank die Temperatur am 7.2. auf den niedrigsten Wert von -11,9 Grad Celsius.

Der Februar 2020 war gesamt betrachtet niederschlagsreich. In unserem Land erreichte der Niederschlagsüberschuss im Flächenmittel +18 Prozent, im Süden Oberösterreichs bis zu +75 Prozent. Für Oberösterreich ist folglich der Februar 2020 der erste Monat seit dem Mai 2019 mit einer positiven Niederschlagsbilanz.

Der Februar 2020 war im Flächenmittel um vier Prozent sonniger als ein durchschnittlicher Februar. Nur im oberösterreichischen Salzkammergut gab es ein Defizit zum vieljährigen Mittel von 10 bis 30 Prozent. Den meisten Sonnenschein verzeichnete die Messstelle Ostermiething (412 m) mit 116 Sonnenstunden.

Schadstoffbelastungen

Im Februar 2020 wurde an einer von 19 Messstellen der Grenzwert von Feinstaub (PM10) nach dem Immissionsschutzgesetz-Luft überschritten. Die PM10-Grenzwertüberschreitung des Tagesmittelwertes (>50 µg/m³) fand am 9.2. an der Messstation S431 Linz Römerberg mit 57 µg/m³ statt. Durch die für Februar günstige Witterung blieben alle anderen Parameter unseres Messnetzes unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte.
An den Messstellen S173 Steyregg-Au und S416 Linz-Neue Welt sind höhere Schwefeldioxid-Werte (SO2) aufgetreten, die im Monatsmittelwert für den Ballungsraum Linz eine höhere SO2-Konzentration verursachten.
In Lenzing gab es am 17.2. höhere Schwefelwasserstoff-Spitzen (H2S), die mit großer Wahrscheinlichkeit auch olfaktorisch wahrgenommen wurden.

Der Jahresvergleich der Monatsmittelwerte (MMW) der letzten 10 Jahre zeigt, dass die Belastungssituation im gesamten Überwachungsgebiet bei den Stickoxiden (NO und NO2) und bei Feinstaub (PM10 und PM2,5) stark rückläufig ist. Im Ballungsraum Linz ist lediglich der Monatsmittelwert von NO der zweitniedrigste der Dekade, alle restlichen Monatsmittelwerte bei den Stickoxiden und bei Feinstaub sind die niedrigsten der letzten zehn Jahre.

Aktuelles im Messnetz

Anfang März 2020 haben wir beim Umweltbundesamt in Wien am jährlichen Kalibriervergleich teilgenommen. Dabei wurden die Standards der gasförmigen Schadstoffkomponenten mit Ausnahme von Schwefelwasserstoff, sowie die der Partikeln und Durchflüsse verglichen. Das Immissionsschutzgesetz-Luft verpflichtet die Messnetzbetreiber zur jährlichen Teilnahme an diesem Vergleich.

Die gravimetrische Feinstaubmessung (PM10) auf Seite 27 zeigt nun erstmals auch die Daten der Messstationen S125 Bad Ischl und S409 Steyr. Mit Jahresbeginn 2020 wurden die gravimetrischen Messgeräte der Messstationen S108 Grünbach und S173 Steyregg-Au dorthin verlegt.

Weiterführende Informationen

Monatsberichte im PDF-Format:

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