Monatsbericht Jänner 2026

Zusammenfassung der Messergebnisse aus dem Luftmessnetz für den Berichtszeitraum.

Meteorologische Bedingungen

Der Jänner 2026 zählt zu dem kältesten Jänner seit neun Jahren. In diesem Monat gelangten überwiegend kalte Luftmassen nach Oberösterreich. Vor allem in der ersten Monatshälfte sickerte polare Kaltluft direkt aus dem Norden ins Land ein. Ab der Monatsmitte gelangten in der Höhe wieder wärmere Luftmassen nach Mitteleuropa bis dann Ende des Monats die Kaltluft endgültig Richtung Nordosten abgedrängt wurde. Die höchste Temperatur des Monats wurde mit 11,1 °C am 19. Jänner an der Wetterstation in Bad Ischl (507 m) registriert. Am kältesten unter 1.000 Meter Seehöhe war es abermals in Liebenau (845 m) mit -29 °C und das am 12. Jänner. Gegenüber dem Mittel des Bezugszeitraumes 1991-2020 war der Jänner 2026 um 1,7 °C kälter. 

Der Jänner 2026 war relativ trocken. Im Flächenmittel über ganz Oberösterreich fiel im Jänner 2026 um 58 % weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt. Die höchste Monatsniederschlagsmenge wurde mit 53 Litern pro Quadratmeter in Mondsee gemessen, die geringste mit 15 Litern pro Quadratmeter in Enns.

In weiten Teilen Oberösterreichs war der Jänner 2026 sehr sonnig. Im Flächenmittel zeigte sich die Sonne im 53 % häufiger. Mit 135 Sonnenstunden war der Feuerkogel (1.618 Meter) abermals der sonnigste Ort im Land.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 2. Jänner in Wolfsegg am Hausruck mit 77 km/h gemessen.

Schadstoffbelastungen

Im Jänner 2026 kam es in unserem Überwachungsgebiet zu 11 Überschreitungen des maximalen Tagesmittelwertes (TMW) für Feinstaub (PM10) von 50 µg/m³ an folgenden Stationen:

Am 15. und 23.1.: S431 Linz-Römerberg mit gravimetrischer Messmethode, max. TMW: 53 µg/m³
Am 23.1.: S416 Linz-Neue Welt mit gravimetrischer Messmethode, max. TMW: 53 µg/
Am 15. und 23.1.: S184 Linz-Stadtpark mit gravimetrischer Messmethode, max. TMW: 65 µg/m³
Am 15.1., 20.1. und 21.1.: S415 Linz-24er-Turm mit kontinuierlicher Messmethode, max. TMW: 53,6 µg/m³
Am 7.1. und am 23.1.: S217 Enns-Kristein 3 mit gravimetrischer Messmethode, max. TMW: 52 µg/m³
Am 23.1.: S406 Wels mit gravimetrischer Messmethode, max. TMW: 52 µg/m³

Sollte an mehr als 25 Tagen im Kalenderjahr an einem Messtandort ein TMW für PM10 von mehr als 50 µg/m³ aufgezeichnet werden, käme es zu einer Überschreitung des IG-L Grenzwertes.

Aktuelles aus dem Messnetz

Die mobile Messung in Freistadt (S281) wurde im Jänner 2026 beendet. Die Station wurde serviciert und setzt im Februar die Messungen am neuen Standort in Gallneukirchen (S286) fort.

Eine Rochade gibt es im Jänner 2026 auch bei der gravimetrischen Feinstaubmessung (PM2,5g und PM10g): Die PM2,5g-Messung an der Station S431 Linz-Römerberg und die PM10g-Messungen an den Stationen S108 Grünbach, S173 Steyregg-Au und S432 Lenzing wurden beendet.
Neu im Messnetz sind ab Jänner 2026 die PM2,5g-Messungen in S173 Steyregg-Au und S432 Lenzing, für PM10g sind es die Messungen an den Stationen S125 Bad Ischl und S404 Traun.

Zur besseren Übersicht werden die Messungen an den neuen Standorten erstmals im nächsten Monatsbericht dargestellt. Dort werden dann auch die im gegenständlichen Bericht fehlenden Tagesmittelwerte für Jänner 2026 ersichtlich sein.

Monatsberichte im PDF-Format:

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