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Schutzwald bedarf der Mithilfe aller

Um den Zustand des Schutzwaldes wesentlich zu verbessern müssen Maßnahmen wie die technische Verbauung gegen Gleitschnee, der Schutz gegen Wildverbiss und die Wiederbewaldung unzureichender verjüngter Bestände durchgeführt werden.

Schutzwaldbewirtschaftung kostet Geld

Mehr als die Hälfte der oö. Schutzwaldfläche bringt bei der Bewirtschaftung keinen Ertrag oder kann aufgrund der steilen Lage vom Menschen gar nicht begangen werden. Als Folge der niedrigen Holzpreise und der hohen Holzerntekosten ist auf immer größeren Flächen eine kostendeckende Bewirtschaftung nicht mehr möglich. Fehlende Bewirtschaftung führt aber zu zunehmender Überalterung und langsamen Zerfall der Schutzwaldflächen. 8.000 Hektar befinden sich bereits in der Zerfallsphase.

Der Nachwuchs fehlt

Das eigentliche Problem ist jedoch die fehlende Verjüngung. Das heißt es kommen keine oder zu wenig junge Bäume nach. 21.000 Hektar oder 56 Prozent der Schutzwaldflächen mit Verjüngungsbedarf haben keine ausreichende Verjüngung.

Sorgenkind Schalenwildverbiss

Wesentlichster Hemmfaktor für das Wachstum junger Pflanzen ist der Verbiss durch Reh-, Gams- und Rotwild. Aber auch Vergrasung, Erosion und Lichtmangel sind bedeutende Hindernisse. Die vom Landesforstdienst in den Jahren 2000 und 2003 durchgeführten Schutzwalderhebungen zeigen, dass die schutzfunktional wichtige Tanne und die Laubholzarten aufgrund des starken Wildverbissdruckes fast zur Gänze ausfallen.

Aber auch die zunehmende Freitzeitwirtschaft trägt zu den Wildschäden bei. Die Tourenschifahrer und Paragleiter können das Wild stark beunruhigen. Die Flucht vor den vermeintlichen Feinden verursacht einen hohen Energieverbrauch der Wildtiere. Da im Winter andere Äsung weitgehend fehlt, werden daher junge Bäume zur Deckung des zusätzlichen Energiebedarfs verbissen.

Schutzwald-Sanierungsprojekte - Gesundheitskuren für den Bergwald

Um die Funktionen des Schutzwaldes sicherzustellen, betreuen der Landesforstdienst und die Wildbach- und Lawinenverbauung zahlreiche Schutzwaldprojekte.

Typische Maßnahmen zur Verbesserung der Schutzwälder sind:

Wiederbewaldung unzureichend verjüngter Bestände

Durchforstung und Mischungsregulierung

Technische Verbauungen gegen Gleitschnee

Schutzmaßnahmen gegen Wildverbiss

Auf etwa 2.000 ha wurden bereits Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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