Google errichtet in Kronstorf seinen ersten Standort in Österreich. Das Projekt ist ein Meilenstein für den Wirtschafts- und Technologiestandort Oberösterreich und zugleich die größte Einzelinvestition in der Geschichte unseres Landes. Die Standortentscheidung von Google für Oberösterreich ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität und Verlässlichkeit unseres Landes.
Gleichzeitig gilt: Fortschritt muss den Menschen dienen. Für ein Projekt dieser Größenordnung gelten umfassende gesetzliche Genehmigungs-, Umwelt- und Prüfstandards. Diese sind uneingeschränkt einzuhalten und werden von den zuständigen Behörden entsprechend geprüft und überwacht.
Hier finden Sie kompakt und transparent die wichtigsten Fakten und Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Google-Datencenter in Kronstorf.
Allgemeines
Die Digitalisierung und insbesondere Anwendungen der Künstlichen Intelligenz benötigen leistungsfähige Datencenter. Google investiert deshalb europaweit in neue Standorte. Kronstorf wurde aufgrund seiner guten Infrastruktur, der Lage im Herzen Europas und der langfristigen Standortentwicklung ausgewählt.
Google hat sich nach einem umfassenden Auswahlverfahren für Kronstorf entschieden. Ausschlaggebend waren unter anderem die gute Infrastruktur, die zentrale Lage in Europa und die Möglichkeiten für eine langfristige Standortentwicklung. Dass sich eines der weltweit führenden Technologieunternehmen für Oberösterreich entscheidet, unterstreicht die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts.
Datenzentren sind ein zentraler Baustein der digitalen Zukunft. Mit der Ansiedlung von Google positioniert sich Oberösterreich als Standort für Innovation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Das kann weit über das eigentliche Datencenter hinaus positive Impulse für Wirtschaft, Forschung und Bildung auslösen.
Wirtschaftliche Bedeutung
Das Datencenter ist eine der größten privaten Investitionen der vergangenen Jahre in Oberösterreich. Es stärkt die regionale Wirtschaft, schafft hochwertige Arbeitsplätze und kann weitere Unternehmen aus dem Technologie- und Innovationsbereich anziehen. Gleichzeitig profitieren zahlreiche heimische Betriebe von Aufträgen während der Bauphase und im laufenden Betrieb.
Ja. Google spricht von rund 100 dauerhaften Arbeitsplätzen im Datencenter. Hinzu kommen zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten während der Bauphase sowie Aufträge für regionale Unternehmen, Dienstleister und Zulieferer. Google selbst spricht davon, dass darüber hinaus bis zum Jahr 2029 jährlich rund 4.600 Arbeitsplätze in der weiteren Region gesichert werden.
Ja. Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, technische Dienstleister, Sicherheitsfirmen, Gastronomie und viele weitere Betriebe können direkt oder indirekt von einem Projekt dieser Größenordnung profitieren. Erfahrungsgemäß entstehen rund um große Technologiestandorte zusätzliche wirtschaftliche Impulse.
Nicht jeder kann und wird unmittelbar vom Datencenter profitieren. Dennoch entstehen Vorteile für viele Menschen:
- regionale Unternehmen erhalten neue Aufträge,
- zusätzliche Kaufkraft stärkt die Region,
- neue Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten entstehen,
- Oberösterreich gewinnt als moderner Wirtschafts- und Technologiestandort weiter an Bedeutung.
Google hat bereits eine Zusammenarbeit mit der FH Oberösterreich im Bereich Künstliche Intelligenz angekündigt. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für Ausbildung, Forschung und Innovation. Junge Talente müssen für anspruchsvolle Digitalberufe nicht zwangsläufig ins Ausland gehen.
Digitale Berufe gehören zu den am stärksten wachsenden Berufsfeldern. Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen eröffnen neue Perspektiven für Studierende, Fachkräfte und Start-ups. Dadurch entstehen interessante Karrierechancen direkt in Oberösterreich.
Auswirkungen auf Umwelt und Menschen
Datenzentren benötigen tatsächlich viel Energie. Gleichzeitig gehören moderne Anlagen zu den energieeffizientesten ihrer Art. Google verweist darauf, dass die Energieeffizienz seiner Datenzentren kontinuierlich verbessert wird und der Standort langfristig CO₂-frei betrieben werden soll. Die E-Control sieht ebenso wie APG (Austria Power Grid) auch im Endausbau kein Problem für die Stromversorgung in Österreich.
Die Anlage von Google in Kronstorf ist nach deren Angaben so konzipiert, dass eine Abwärmenutzung möglich ist. Darüber hinaus verfolgt Google einen auf drei Säulen basierenden Plan zur Abwärmenutzung:
- Google nutzt die Abwärme für den eigenen Bedarf.
- Google ermöglicht die Nutzung der Abwärme in der direkten Umgebung. Google ist in Gesprächen mit Nachbarn über den Abschluss einer Vereinbarung zur Abwärmenutzung. Die Verhandlungen verlaufen positiv und die für die Wärmeabnahme erforderliche Basisinfrastruktur wurde bereits geschaffen. Diese Versorgungsmöglichkeit wird auch weiteren Unternehmen im Betriebsbaugebiet zur Verfügung stehen.
- Google prüft die Nutzung der Abwärme in der weiteren Umgebung. Google führt derzeit eine Studie durch, um weitere Abnehmer und Möglichkeiten zur Abwärmenutzung systematisch zu evaluieren. Sollten sich dabei wirtschaftlich und technisch machbare sowie umweltverträgliche Optionen ergeben, wird Google seine Abwärme den jeweiligen Partnern ebenfalls kostenlos zur Verfügung stellen.
Die benötigte Kühlwassermenge hängt von verschiedenen betrieblichen Faktoren ab und variiert auch je nach konkreter Umgebungstemperatur. Im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens wurde die maximal zulässige Entnahmemenge für alle Ausbaustufen genau festgelegt. Sie beträgt im möglichen Vollausbau 15.200 m³ pro Tag – die erwarteten Regelbetriebsmengen für die erste Phase liegen weit unter diesem Wert.
Google hat sich global verpflichtet, insgesamt mehr Wasser zurückzuführen, als verbraucht wird. Für Kronstorf wird Google Projekte zur Verbesserung der ökologischen Qualität der Enns in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband finanzieren. Darüber hinaus ist Google mit lokalen Akteuren hinsichtlich Renaturierungsprojekten in der Region im Austausch.
Es kommt jedenfalls zu keiner nennenswerten Erwärmung der Enns. Nach vollständiger Durchmischung beträgt die Erwärmung zirka 0,01 Grad. Dabei handelt es sich um einen Wert, der de facto nicht spürbar ist.
Verfahren und Genehmigungen
Der zuständige Landesrat hat im Jahr 2020 nach einer detaillierten Prüfung gemäß dem UVP-Gesetz einen rechtskräftigen Bescheid erlassen, wonach keine UVP erforderlich ist. Unter anderem wurde festgestellt, dass die zu erwartende Kühlwassermenge deutlich unter dem für eine UVP relevanten Schwellenwert liegt.
Für das Projekt gelten selbstverständlich alle gesetzlich vorgegebenen Verfahren und Rahmenbedingungen. Das betrifft auch die Bereiche Wasserrecht, Baurecht und Gewerberecht – all diese Bereiche waren Teil bereits abgeschlossener Verfahren.
Dabei wurde eine wasserrechtliche Genehmigung bereits für das Gesamtprojekt erteilt. Die gewerberechtliche sowie die baurechtliche Bewilligung ist jeweils für die erste Ausbaustufe ebenso erteilt und abgeschlossen. Für die zweite Ausbaustufe gibt es diesbezüglich laufende Verfahren.
Neben den hier aufgelisteten Antworten stellt das Land Oberösterreich untenstehend eine Fülle weiterer Detailinformationen zu Verfügung.
- Plan 1 – Flächenwidmung Kronstorf .
- Plan 2 – Flächenwidmung Kronstorf .
- Plan 3 – Flächenwidmung Kronstorf .
- Plan 4 – Flächenwidmung Kronstorf .
- Plan 5 – Flächenwidmung Kronstorf .
- Plan 6 – Flächenwidmung Kronstorf .
- Bescheid 1 – Marktgemeinde Kronstorf; Widmung eines Betriebsbaugebietes mit 80 ha und Ansiedlung eines Betriebs; Feststellung gemäß § 3 Abs. 7 UVP-G 2000 .
- Bescheid 2 – Marktgemeinde Kronstorf; Widmung eines Betriebsbaugebietes mit 48 ha und Ansiedlung eines Betriebs; Feststellung gemäß § 3 Abs. 7 UVP-G 2000 .
- Bescheid 3 – Volo zwei GmbH, Wien; Versorgung eines Rechenzentrums mit Notstrom und Kühlwasser in der Marktgemeinde Kronstorf; – Feststellung gemäß § 3 Abs. 7 UVP-G 2000 .
- Bescheid 4 – Austrian Power Grid AG, Wien; 220 kV-Leitung Oö. Zentralraum; Feststellungsverfahren gemäß UVP-G 2000 – Feststellung gemäß § 3 Abs. 7 UVP-G 2000 .
- Bescheid 5 – dm drogerie markt GmbH, Wals; „Verteilerzentrum Kronstorf“, Kronstorf; Feststellungsverfahren nach dem UVP-G 2000; – Feststellung gemäß § 3 Abs. 7 UVP-G 2000 .
- Bescheid 6 – Volo zwei GmbH, Schottenring 25, 1010 Wien; Marktgemeinde Kronstorf; Kühlwasserentnahme und Kühlwasserableitung; Durchführung eines Pumpversuches; wasserrechtliche Bewilligung .
- Verhandlungsschrift Wasserrechtsbehörde .
- Gewerberechtliche Genehmigung .
- Kaufvertrag .
- Aufsandungsurkunde .
- Aufsandungsurkunde Niederschrift Kaufvertrag .
