LR Kaineder: Herbst ist Schwammerlzeit – Tipps für Konsument/innen

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 22.9.2022)

Wenn der Herbst in Oberösterreich beginnt, startet in den Wäldern auch die Hauptsaison für Schwammerlsucher/innen. „Neben den typischen, in Österreich heimischen Schwammerl wie Steinpilz, Eierschwammerl, Birkenpilz und Maronenröhrling findet man in unseren Wäldern aber auch Riesenschirmling, Champignon, Perlpilz, Schopftintling und verschiedene Täublinge“, so der für Konsument/innenschutz zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Neben der rechtlichen Vorgabe, dass pro Tag und Person nur eine maximale Menge von zwei Kilogramm erlaubt ist, gilt es auch weitere wichtige Tipps zu beachten.

•    Worauf muss man beim Sammeln von Schwammerl achten?

Nehmen Sie nur Schwammerl mit, die Sie kennen. Die Merkmale der Schwammerl können durch Witterungseinflüsse leicht verändert sein, daher immer genau auf charakteristische Merkmale achten.

•    Wo kann man sich als Laie Tipps holen, bevor man zum Sammeln loszieht? 

Wenn jemand mit dem Hobby „Schwammerl sammeln“ beginnen will, sollte man sich an geführten Wanderungen mit Schwammerlkenner/innen beteiligen und so Erfahrung sammeln und den Spaß am Finden entdecken. Schwammerl können nach dem Sammeln bestimmt werden. In guten Fachbüchern sind das Aussehen, der Genusswert, Geschmack und die potentiellen Fundorte beschrieben.

Interessierten bietet die Mykologische Arbeitsgemeinschaft im Biologiezentrum Linz Schwammerlbestimmungsabende und Exkursionen an.


•    Wo kann ich mich hinwenden, wenn ich mir nicht sicher bin, ob meine gesammelten Schwammerl essbar sind?
Wenn Sie trotzdem unsicher sind, können Sie bei der Dienststelle der Lebensmittelaufsicht im Neuen Rathaus zu bestimmten Zeiten und nach telefonischer Vereinbarung in einzelnen Außenstellen der Lebensmittelaufsicht Schwammerl bestimmen und überprüfen lassen.

Link Land Service – Angebot Speisepilzbestimmung:
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/28417.htm

INFO: Bis 31.Oktober 2022 wird die Speisepilzberatung jeweils am Montag in der Zeit von 9 bis 10 Uhr angeboten. Darüber hinaus im Zeitraum 1. September 2022 bis 31. Oktober 2022 auch donnerstags in der Zeit von 9 bis 10 Uhr.

•    Was mache ich beim Verdacht einer Vergiftung nach dem Verzehr von Schwammerl?

Schwammerl nie roh essen, und wenn einmal eines dabei war, das Übelkeit und Unwohlsein auslöst, lieber rasch als zu spät die Telefonnummer der Vergiftungsinformationszentrale wählen. Tel. 01 406 4343 von 0-24h.

•    Gibt es noch eine Restverstrahlung durch den KKW Unfall von Tschernobyl?

Obwohl die Katastrophe im AKW Tschernobyl über 35 Jahre her ist, können in Schwammerl    aus unseren Wäldern immer noch Strahlenkontaminationen nachgewiesen werden. Die Werte sind jedoch im Normalfall so gering, dass es bei den üblichen Konsummengen eines Erwachsenen keine Bedenken gibt, heimische Schwammerl zu genießen. 

„Schwammerl sind für den Menschen keine leichtverdauliche Kost, daher sollten Kleinkinder bis fünf Jahre mit Vorsicht an den herrlichen Genuss unserer Schwammerl herangeführt werden“, empfiehlt Landesrat Stefan Kaineder abschließend.

 

Bilder zum Download

Landesrat Stefan Kaineder mit einem Körbchen voller Eierschwammerl in Händen in einem Wald Quelle: Land /Tina Gerstmair, Verwendung mit Quellenangabe (2,50 MB).

Bildtext: Landesrat Stefan Kaineder gibt wertvolle Tipps für´s Schwammerlsuchen