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LR Hiegelsberger: Bevorzugung heimischen Kalbfleisches verhindert Tiertransporte

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 5.3.2020)

"Wenn sämtliches Kalbfleisch, das auf heimischen Tellern landet, auch aus Österreich wäre, müsste kein einziges Kalb exportiert werden“, findet Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger in der heutigen Landtagssitzung klare Worte.

 

Keine Schlachttiertransporte in Drittstaaten

"Keine Bäuerin und kein Bauer will Tiere leiden sehen. Damit wir den Transport von Schlachttieren in Zukunft auf ein Minimum reduzieren, müssen wir weiter Bewusstsein für heimische Lebensmittel schaffen. Das heimische, rosa Kalbfleisch ist von höchster Qualität und geschmacklich nicht von weißem Fleisch zu unterscheiden. Der etwas höhere Preis ist aufgrund der besseren Haltungsbedingungen in Österreich mehr als gerechtfertigt. Die Lebensmittelausgaben der österreichischen Haushalte beliefen sich 2018 auf 9,7 Prozent der Haushaltsausgaben, EU-weit beträgt dieser Anteil 12,1 Prozent. Da besteht noch Aufholbedarf!“ so LR Max Hiegelsberger: „Damit die Konsumentinnen und Konsumenten auch bewusst zu heimischem Fleisch greifen können, brauchen wir die rasche Umsetzung der Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Produkten und in der Außer-Haus Verpflegung. Das garantiert, dass unsere EU-weit höchsten Produktionsstandards von der Weide bis zum Teller gelten. Zur Minimierung der Transportwege sind intakte regionale Strukturen wie Schlachthöfe und Metzgereien bis hin zur entsprechenden Nachfrage notwendig.“

 

 

Österreich reglementiert Tiertransporte streng

Tiertransporte finden in Österreich unter strengen Tierschutz-Regeln statt. Österreich wird dabei ein gutes Zeugnis ausgestellt und diese Vorgaben sollten auch für alle EU-Staaten gelten. Hinsichtlich des Transportes von Schlachttieren sollte ein EU-weites Exportverbot in Drittstaaten ausgesprochen werden. Damit kann den katastrophalen Zuständen wie in den Medien gezeigt, zuvorgekommen werden. Der Transport von Zuchttieren unter tierärztlicher Begleitung bietet hingegen den Bäuerinnen und Bauern in den Grünlandgebieten ein notwendiges Einkommen, um die Bewirtschaftung benachteiligter Regionen aufrechterhalten zu können.

 

„Nicht jeder Tiertransport bedeutet automatisch Tierquälerei. Bei über 99 Prozent der Tiertransporte gibt es keine Beanstandungen“, betont LR Hiegelsberger. „Wir haben in Österreich sehr strenge Regelungen, und die Bäuerinnen und Bauern haben ein hohes Interesse daran, dass diese auch eingehalten werden.“

 

Initiativen für heimische Lebensmittel

  • Verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier in der Gemeinschaftsverpflegung (öffentlich und privat) und in verarbeiteten Lebensmitteln
  • Regionale Lebensmittel für die Landesküchen

    Rund 56 Prozent der eingesetzten Lebensmittel stammten 2019 bereits garantiert

    aus Österreich

  • Markenprogramme der Rinderbörse

   Premium-Kalb für Lebensmittelgroßhandel

    Kalb Rose Projekte – Rosa Kalbfleisch in Großküchen

  • Mehr Bewusstsein für Lebensmittel und Ernährung schaffen

   Einführung eines Schulversuchs mit dem Schulfach Lebensmittelkompetenz und

   Verbraucherbildung

 

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