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Neuartiges Coronavirus (= SARS-CoV-2)

Das Coronavirus hat sich von China ausgehend weltweit verbreitet. Mit Stand 6. April 2020 wurden weltweit bisher insgesamt 1.275.542 bestätigte Fälle an Covid 19 bekannt gegeben, 262.985 Menschen haben sich wieder erholt.

Was sind Coronaviren (neuartige Coronaviren)?

Coronaviren (CoV) bilden eine große Familie von Viren, die beim Menschen leichte Erkältungen bis hin zu schweren Lungenentzündungen verursachen können. Andere Coronaviren können bei Tieren eine Vielzahl von Infektionskrankheiten verursachen. Coronaviren werden zwischen Tieren und Menschen übertragen.
Zu den Coronaviren gehören unter anderem das MERS-Coronavirus (MERS-CoV), das 2012 erstmals beim Menschen aufgetreten ist und das erstmals 2003 nachgewiesene SARS-Coronavirus (SARS-CoV). 2019 wurde in China ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) identifiziert, das zuvor noch nie beim Menschen nachgewiesen wurde.

 

Wie wird das Virus übertragen?

Der wichtigste Übertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion von Mensch-zu-Mensch. Das Virus kann aber auch über eine Schmierinfektion übertragen werden. Direkter persönlicher Kontakt (länger als 15 Minuten, Abstand weniger als einen Meter) stellt derzeit den bedeutendsten Übertragungsweg dar. Das Virus kann aber auch auf glatten Oberflächen kurz überleben. Eine Schmierinfektion über kurz vorher mit Coronaviren kontaminierte Oberflächen ist denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

 

Wie äußert sich die Krankheit COVID-19?

Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronarvirus sind unter anderem Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.

 

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tagen beträgt. Die durchschnittliche Inkubationszeit beträgt zwei bis sieben Tage.

 

Wie wird die Krankheit COVID-19 behandelt?

Die Behandlung erfolgt symptomatisch, dass heißt durch Linderung der Krankheitsbeschwerden, wie zum Beispiel fiebersenkende Mittel.

An der Entwicklung eines Impfstoffes wird gearbeitet.

 

Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus SARS-CoV-2?

Wie gefährlich der Erreger ist, ist noch nicht genau abzusehen. Momentan scheint die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. zehn Prozent Sterblichkeit) zu sein. Man geht derzeit beim neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) von einer Sterblichkeit von bis zu drei Prozent aus. Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe durch Influenzaviren (Sterblichkeit unter einem Prozent) sind vor allem alte Menschen und immungeschwächte Personen betroffen.

 

Wer ist gefährdet zu erkranken?

Vor allem sind Menschen mit engem Kontakt zu einem - an einer neuartigen Coronavirusinfektion - Erkrankten oder Verstorbenen gefährdet (z.B. Familienangehörige, medizinisches Personal ohne entsprechende Schutzausrüstung) zu erkranken.
Eine Einschleppung nach Österreich durch Reisende aus betroffenen Regionen (definierte Risikogebiete) wird als moderat bis hoch eingestuft.

Definierte Risikogebiete - siehe "Aktuelle Infos des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz";

Das amtliche "dashboard" COVID 19 gibt Auskunft über die Gesamtzahl aller positiv getesteter Personen, hospitalisierter Personen, Personen auf Intensivstationen, die Geschlechterverteilung, Altersverteilung, Fälle je Bundesland und Bezirke, usw.

 

Welche Länder/Regionen sind vom Ausbruch betroffen?

Zuerst betroffen war insbesondere die Metropole Wuhan (elf Millionen Einwohner) in China und die Provinz Hubei, zu der Wuhan gehört. Derzeit haben zahlreiche andere Länder, auch Österreich, über steigende Fälle berichtet.

Ende März 2020 waren weltweit mehr als 150 Länder betroffen.

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten können sie dem unten angeführten Link des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz entnehmen sowie der Homepage der Weltgesundheitsorganisation.

 

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Wie bei der saisonalen Grippe werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife, mindestens für 30 Sekunden (wie hygienische Händedesinfektion)!
  • Augen, Nase und Mund nicht mit den ungewaschenen Händen berühren!
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen und entsorgen Sie das Taschentuch sofort!
  • Ist kein Taschentuch zur Hand, niesen und husten Sie in die Ellenbeuge!
  • Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter (besser zwei Meter) zu anderen Personen ein!
  • Schränken Sie Ihre sozialen Kontakte ein!
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen!
  • Nicht notwendige Kontakte (auch zu Gesundheitsberufen) sind zu vermeiden!
  • Die Ausgangsbeschränkungen sind zu beachten!
  • Lüften Sie mehrmals täglich und regelmäßig (Stoßlüftung für ca. zehn Minuten)!

 

Können Masken (Einmal-Mundschutzmasken) schützen?

Einmal-Mundschutzmasken sind kein wirksamer Schutz gegen Viren und Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Aber sie können dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch "Spritzer" von Niesen oder Husten zu verringern.

 

Was geschieht, wenn in Oberösterreich ein Verdachts- bzw. Erkrankungsfall auftritt?

Bei einem Verdachtsfall wird nach speziellen Sicherheitskriterien vorgegangen, die vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz vorgegeben werden. Die erkrankte Person wird isoliert und einer Diagnostik unterzogen. Sämtliche Maßnahmen haben das Ziel, dass möglichst wenige Menschen in Österreich von dem Krankheitserreger infiziert werden.

 

Wohin können sich Reisende, die aus dem Risikogebiet kommen, wenden, um festzustellen, ob sie infiziert sind?

Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen und Atembeschwerden bemerken und Sie befürchten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, kontaktieren Sie telefonisch ihren Hausarzt oder die telefonische Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450. Gehen Sie keinesfalls direkt zu einer Ärztin oder einem Arzt, um eine etwaige Ansteckung andere Personen zu verhindern.

 

Kann man sich auf Coronavirus testen lassen? Wo kann man sich testen lassen (Hausärztin oder Hausarzt)? Wie lange dauert es, bis ein Ergebnis vorliegt?

Die Ärztin oder der Arzt entscheidet, ob bei Ihnen tatsächlich ein Verdachtsfall vorliegen könnte und veranlasst im Fall die Testung. Dazu wird meistens ein Abstrich im Nasen-Rachen-Raum genommen.

 

Informationen für Unternehmerinnen und Unternehmer:

Informationen zur Beantragung der Vergütung für die Entgeltfortzahlung gemäß § 32 Epidemiegesetz erhalten sie bei ihrer Bezirksverwaltungsbehörde.

 

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums oder bei der AGES.

 

Telefonische Informationen erhalten Sie bei der:

  • Coronavirus Hotline der AGES (+43 800) 555 621 (24-Stunden-Hotline), wenn es um Allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung geht.
  • Telefonische Gesundheitsberatung "1450" - Wenn Sie Symptome (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden) aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte die Gesundheitsnummer "1450" zur weiteren Vorgehensweise (diagnostische Abklärung).
  • Diverse Coronavirus-Hotlines (angeführt auf der Homepage des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz - siehe "Weiterführende Informationen")

 

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at