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Neuartiges Coronavirus (= SARS-CoV-2)

Das Coronavirus hat sich von China ausgehend weltweit verbreitet und zur Pandemie entwickelt.
Aktuelle Fallzahlen können unter anderem auf der Homepage des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (Sozialministerium), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Homepage des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) entnommen werden.

Was sind Coronaviren (neuartige Coronaviren)?

Coronaviren (CoV) bilden eine große Familie von Viren, die beim Menschen leichte Erkältungen bis hin zu schweren Lungenentzündungen verursachen können. Andere Coronaviren können bei Tieren eine Vielzahl von Infektionskrankheiten verursachen. Coronaviren werden zwischen Tieren und Menschen übertragen.
Zu den Coronaviren gehören unter anderem das MERS-Coronavirus (MERS-CoV), das 2012 erstmals beim Menschen aufgetreten ist und das erstmals 2003 nachgewiesene SARS-Coronavirus (SARS-CoV). 2019 wurde in China ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) identifiziert, das zuvor noch nie beim Menschen nachgewiesen wurde.

 

Wie wird das Virus übertragen?

Der wichtigste Übertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion von Mensch-zu-Mensch. Der direkte persönliche Kontakt stellt derzeit den bedeutendsten Übertragungsweg dar. Das Virus kann auch über eine Schmierinfektion übertragen werden. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination einer Oberfläche (abhängig von der Oberflächenbeschaffenheit, Umgebungstemperatur und Luftfeuchte) wahrscheinlich.

 

Wie äußert sich die Krankheit COVID-19?

Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind unter anderem (mit oder ohne Fieber) Husten, Halsschmerzen, Katarrh der oberen Atemwege, plötzlicher Verlust des Geschmacks- bzw. Geruchssinnes, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden.
In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.

 

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt. Die durchschnittliche Inkubationszeit beträgt zwei bis sieben Tage.

 

Wie wird die Krankheit COVID-19 behandelt?

Die Behandlung erfolgt symptomatisch, dass heißt durch Linderung der Krankheitsbeschwerden, wie zum Beispiel fiebersenkende Mittel.

An der Entwicklung eines Impfstoffes wird gearbeitet.

 

Wer ist gefährdet zu erkranken?

Vor allem sind Menschen mit engem Kontakt zu einem an einer neuartigen Coronavirusinfektion-Erkrankten oder Verstorbenen gefährdet zu erkranken.

Schwerere Krankheitsverläufe konnten bei älteren Personen, Personen mit Vorerkrankungen, stark adipösen Menschen und Patientinnen bzw. Patienten mit geschwächtem Immunsystem beobachtet werden.

Reisen in und aus Risikogebieten mit Reisewarnung können eine Infektionsgefahr für SARS-CoV Infektionen darstellen.

Entsprechende aktuelle Informationen finden sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten.

Das amtliche "dashboard" COVID-19 des BMSGPK gibt Auskunft über die Gesamtzahl aller positiv getesteter Personen, hospitalisierter Personen, Personen auf Intensivstationen, die Geschlechterverteilung, Altersverteilung, Fälle je Bundesland und Bezirke, usw.

 

Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus SARS-CoV-2?

Wie gefährlich der Erreger ist, ist noch nicht genau abzusehen. Momentan scheint die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. zehn Prozent Sterblichkeit) zu sein. Man geht derzeit beim neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) von einer Sterblichkeit von bis zu drei Prozent aus. Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe durch Influenzaviren (Sterblichkeit unter einem Prozent) sind vor allem alte Menschen und immungeschwächte Personen betroffen.

 

Welche Länder bzw. Regionen sind von der Pandemie betroffen?

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten können sie auf den unten angeführten Links des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, der Homepage der Weltgesundheitsorganisation und der Homepage des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten finden.

 

Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?

Folgende Maßnahmen sind empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife, mindestens für 20 bis 30 Sekunden (wie hygienische Händedesinfektion)!
  • Halten Sie eine Abstand von mindestens einem Meter (besser zwei Meter) zu anderen Personen ein!
  • Augen, Nase und Mund nicht mit den ungewaschenen Händen berühren!
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen und entsorgen Sie das Taschentuch sofort!
  • Ist kein Taschentuch zur Hand, niesen und husten Sie in die Ellenbeuge! Kontaminierte Kleidungsstücke sind desinfizierend zu waschen.
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen!
  • Lüften Sie mehrmals täglich und regelmäßig (Stoßlüftung für ca. zehn Minuten)!
  • Tragen Sie in geschlossenen Räumen, wo das Einhalten einer Distanz von weniger als einem Meter zu anderen Personen nicht möglich ist, einen Mund-Nasen-Schutz!

 

Können Mund-Nasen-Schutzmasken schützen?

Ein Mund-Nasen-Schutz kann dazu beitragen, das Risiko der Weiterverbreitung des Virus durch das Zurückhalten von Tröpfchen beim Husten, Sprechen oder Niesen zu minimieren.

 

Empfehlungen zum Tragen und Handhaben des Mund-Nasen-Schutzes:

Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) muss korrekt getragen werden und Mund und Nase bedecken. Der Mund-Nasen-Schutz kann solange getragen werden bis er durchfeuchtet ist. Die Tragedauer ist von der körperlichen Aktivität und der Dauer und Intensität des Sprechens abhängig (maximal drei bis vier Stunden). Dann hat ein Wechsel zu erfolgen. Ein Einmal-Mund-Nasen-Schutz ist nach Gebrauch (ca. drei bis vier Stunden) im Restmüll zu entsorgen.

Ein Mund-Nasen-Schutz zum mehrfachen Gebrauch (z.B. aus Baumwolle) muss mindestens täglich bei 60 bis 90°C gewaschen und vor dem nächsten Gebrauch getrocknet werden. Gebrauchte Exemplare sollten nicht offen herumliegen.

Beim Anlegen und Abnehmen des Mund-Nasen-Schutzes sollen nur die Bänder benutzt werden. Die Innenseite des Mund-Nasen-Schutzes sollte dabei nicht berührt werden. Der Mund-Nasen-Schutz soll zudem während des Tragens möglichst nicht berührt werden. Nach Abnahme oder Wechsel des Mund-Nasen-Schutzes sollen die Hände mit warmen Wasser und Seife gründlich gereinigt oder desinfiziert werden.

 

Was geschieht, wenn in Oberösterreich ein Verdachts- bzw. Erkrankungsfall auftritt?

Bei einem Verdachtsfall wird nach speziellen Sicherheitskriterien vorgegangen, die abgestimmt mit Expertinnen und Experten und abgeleitet von internationalen Leitlinien vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz empfohlen werden.

Grundsätzlich ist bei allen Personen, bei denen wegen der klinischen Symptomatik ein Verdacht auf COVID-19 vorliegt, eine frühzeitige labordiagnostische Abklärung mittels PCR-Test anzustreben.

 

Falls eine akute medizinische Betreuung notwendig ist, muss die Rettung unter der Telefonnummer 144 oder die Gesundheitshotline unter 1450 verständigt werden.

 

Wenn Sie milde Symptome aufweisen oder befürchten an SARS-CoV-2 erkrankt zu sein, bleiben Sie Zuhause und wählen Sie bitte 1450. Im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitshotline "1450" erhalten Sie alle Informationen zur weiteren Vorgehensweise (z.B. wann und wo die Testung erfolgen wird, ob ein Transport ins Krankenhaus notwendig ist, usw.).

 

Die für Sie zuständige Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistratsabteilung) wird Sie über das Ergebnis ihres Tests informieren.

 

Eine erkrankte Person wird isoliert und unter Quarantäne gestellt. Kontaktpersonen werden eruiert, informiert und können je nach Situation auch unter Quarantäne gesetzt oder zur Selbstbeobachtung aufgefordert werden.

 

Quarantäne bedeutet, dass Personen, bei denen ein positives Testergebnis vorliegt oder die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, durch einen Bescheid der Gesundheitsbehörde für zehn Tage abgesondert werden. Bei schweren Fällen kann das im Krankenhaus sein, bei milden Symptomen können diese Personen eine Heimquarantäne auch zu Hause verbringen.

 

Personen in Quarantäne dürfen die Wohnung nicht verlassen und keine privaten Besuche erhalten.

 

Telefonische Informationen erhalten Sie bei der:

  • Coronavirus Hotline der AGES (+43 800) 555 621 (24-Stunden-Hotline), wenn es um Allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung geht.
  • Telefonische Gesundheitsberatung "1450" - Wenn Sie Symptome (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden) aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte die Gesundheitsnummer "1450" zur weiteren Vorgehensweise (diagnostische Abklärung).
  • Diverse Coronavirus-Hotlines (angeführt auf der Homepage des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz - siehe "Weiterführende Informationen")

 

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at