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LR Anschober: Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung einstimmig in der Regierungssitzung beschlossen

Landeskorrespondenz

Vorbildwirkung des Lands im landeseigenen Bereich

 

(Presseaussendung vom 21.1.2019)

Das Land Oberösterreich wird zukünftig bei den zahlreichen Landesgebäuden, Landesanlagen und Straßen mit einem umweltgerechten und effizienten Einsatz von Licht bei der Außenbeleuchtung eine Vorbildrolle einnehmen. In der heutigen Sitzung der Landesregierung wurde dem Antrag von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober zur Eindämmung der Lichtverschmutzung in Oberösterreich einstimmig zugestimmt.

 

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: „Mein Ziel ist es, dass wir schädliche Licht- und damit Energieverschwendung schrittweise verringern Auf meinen Antrag hin hat die Oö. Landesregierung heute einstimmig ein umfassendes Maßnahmenprogramm gegen Lichtverschmutzung beschlossen - einerseits ein Vorbildprogramm im eigenen Landesbereich und andererseits die Verwirklichung und Umsetzung der Empfehlungen des Umweltbeirats gegen Lichtverschmutzung“, freut sich Umwelt-Landesrat Rudi Anschober.

 

Bei Neubauten und Sanierungen von landeseigenen Gebäuden sollen zukünftig die neuesten lichttechnischen Standards sachgerechter und streulichtarmer Beleuchtung – wie sie der „Österreichische Leitfaden Außenbeleuchtung“ beschreibt – zum Einsatz kommen. Das Land wird zudem Gemeinden fördern, die eine nachhaltige Außenbeleuchtung umsetzen. Zusätzlich soll die Beratung für Betriebe ausgebaut werden. Als erste Maßnahmen wurden bereits im Rahmen der Betrieblichen Umweltoffensive und in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Workshops ausgearbeitet, um Planer/innen und Elektriker/innen zu schulen.

 

Unterstützung von „Dark Sky Parks“

Während in größeren Städten eine Vollmondnacht nicht mehr von einer mondlosen unterschieden werden kann, gibt es in teils noch naturbelassene Nachthimmel,

die den strengsten Kriterien für „Dark Sky Parks“ auf internationaler Ebene genügen. Das Land unterstützt zukünftig Gemeinden, die diesen besonderen Schutz in ihrer Region anstreben.

 

Vorbildgemeinden Kirchschlag und Steinbach am Attersee

Lange stand die künstliche Beleuchtung unter dem Motto „Mehr Licht“. In den vergangenen Jahren wurde immer sichtbarer, dass es nicht um immer mehr Licht geht, sondern um besseres Licht: einen möglichst effizienten und sparsamen Einsatz, keine Abstrahlungen nach oben, richtige Lichtfarben etc., um negative gesundheitliche Auswirkungen, Konflikte, Energieverschwendung, Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus zu vermeiden. Die beiden Mustergemeinden Kirschlag und Steinbach am Attersee zeigen vorbildlich, wie die Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung bei gleichzeitig hoher Akzeptanz in der Bevölkerung und ohne Mehrkosten funktionieren kann.

 

Regierungsbeschluss zur Eindämmung der Lichtverschmutzung

  • das Land setzt bei zukünftigen Sanierungen sowie Neubauten effiziente Außenbeleuchtungen um und zeigt Vorbildwirkung
  • das Land unterstützt Gemeinden bei der Realisierung von „Dark Sky Parks“
  • Gemeinden, die auf effiziente Außenbeleuchtung setzen, werden gefördert
  • die Beratung für Betriebe wird ausgebaut
 

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