Equal Pay Day 2017

Landeskorrespondenz

Frauen-Landesrätin Mag.a Christine Haberlander:

"Frauen arbeiten in Österreich 95  Tage länger,

um so viel zu verdienen wie Männer!"

 

(Presseaussendung vom 27.9.2017)

Der Equal Pay Day (Tag der Einkommensgleichheit) findet in Oberösterreich heuer am 27. September statt. Er markiert den Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern als den Zeitraum, den Frauen bis Jahresende noch arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Gehalt von Männern zu kommen.

 

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte heute selbstverständlich sein. Dem ist aber nicht immer so. Frauen verdienen nach wie vor oft weniger als Männer. Daher muss es ein wichtiges Ziel sein, die Einkommensschere zu schließen und damit mehr Einkommensgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen", sagt Haberlander.

 

Das Land Oberösterreich nimmt in Bezug auf die Einkommenstransparenz eine Vorreiterrolle ein. "Alle oö. Landesbetriebe mit mehr als 150 dauernd beschäftigten Arbeitnehmer/innen haben bereits erstmals mit 31. Juli 2011 einen Einkommensbericht erstellt – laut Gleichbehandlungsgesetz wäre dies erst ab dem Jahr 2014 vorgesehen gewesen. Die oö. Landesunternehmen dienen somit als Vorbild für private Unternehmen und nehmen Österreich weit eine Vorreiterstellung ein", so Landesrätin Haberlander.

 

Gründe für die Einkommensdifferenz

 

Die Gründe für diesen nach wie vor hohen Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern sind vielschichtig und reichen von der Berufswahl (viele Frauen wählen tendenziell geringer entlohnte "frauentypische" Berufe) über Kinder- und Pflegezeiten bis hin zum Umstand, dass nach einer Teilzeitbeschäftigung nicht mehr der Weg zurück in die Vollzeitbeschäftigung gefunden wird. Zu berücksichtigen ist auch, dass es für Teilzeitbeschäftigte schwierig ist, in gut bezahlte Führungspositionen zu gelangen.

Maßnahmen des Landes für mehr Einkommensgerechtigkeit

"Weil sich gerade die Kinderzeiten negativ auf die Einkommensentwicklung der Frauen auswirken, unterstützt das Land mit dem 'KOMPASS - Kompetenzzentrum für Karenz und Kariere' Unternehmen und Eltern, um Beruf und Familie besser zu vereinen", so Haberlander.

 

Darüber hinaus hat das Land Initiativen und Aktionen entwickelt, um Mädchen und Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern und sie zu unterstützen, Führungspositionen wahrzunehmen, z.B.:

  • über 50 Technikinitiativen (Girls' Day Junior, Open Labs...)
  • Mutmachprogramme: HTL-Mentoring, Cross-Mentoring-Programm, Polittraining etc.
  • Ausbau der Kinderbetreuung für unter 3-Jährige