LR Steinkellner: Klarstellungen zu Behauptungen rund um die Steyregger Brücke

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 1. August 2017)

"Für eine objektive Beurteilung ist es essentiell, dass nicht Äpfel und Birnen miteinander verglichen werden. Die von der Radlobby vorgelegten Berechnungen sind unvollständig, daher zu niedrig und basieren nicht auf den Parametern, die für einen per Verordnung genehmigten Radweg erforderlich sind", stellt Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner klar.

 

Auf Grund des schlechten Erhaltungszustandes der Steyregger Brücke starteten im April 2016 die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen. Im Zuge dessen hat das Land Oberösterreich einen den technischen Richtlinien entsprechenden Rad- und Gehweg auf der Oberwasserseite der Brücke errichtet, über den sämtliche Radverkehrsrelationen ohne Probleme bedient werden können. Das klare Ziel, eine zukunftsorientierte, netzbildende und vor allem verkehrssichere Variante zu schaffen wurde mit diesem Radweg realisiert. Die getroffene Bauvariante stellt somit eine wesentliche Verbesserung für Radfahrer dar (siehe Beilage mit Bilderklärung).

 

Seitens der Radlobby wird seit längerem ein per Verordnung genehmigungsfähiger Radweg auf der Unterwasserseite der Steyreggerbrücke ins Spiel gebracht. Die Kostenschätzungen unterscheiden sich hierbei allerdings maßgeblich. Durch die seitens der Interessensvertretung vorgeschlagene 50cm Verbreiterung des Randbalkens entsteht noch kein genehmigungsfähiger Radweg. Die Kostenschätzung der Landesstraßenverwaltung berücksichtigt hingegen sämtliche Maßnahmen für einen vollwertigen, per Verordnung genehmigungsfähigen Radweg.

 

Die Kostenschätzung für eine unterwasserseitige Radverbindung wurde seitens des Landes genauso durchgeführt wie die Ermittlung der Kosten für den oberwasserseitigen Radweg. Die höheren Kosten für die unterwasserseitige Variante ergeben sich aus der Tatsache, dass die baulichen Maßnahmen im Bereich der Flügelmauern unterwasserseitig um mehr als 7 mal länger sind als oberwasserseitig.

 

Weiters fehlen in den Kostenkalkulationen der Radlobby die Ausführung der Fahrbahnübergänge im Radwegbereich, die Kosten für den zusätzlichen Handlauf auf den Leitschienen, die Kosten für die Oberflächenvergütung des Randbalkens und die anteiligen Baustellengemeinkosten. Die Kostenschätzungen des Landes wurden den Vertretern der Radlobby in zahlreichen Gesprächen erläutert und in Zusammenhang der geltenden Normen und Vorschriften im Detail erklärt.

 

Weiters hat man sich in zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen darum bemüht, sich aufeinander zu zubewegen. Hierbei wurden auch Lösungen gefunden und diese umgesetzt. Dazu zählt die beim Lokalaugenschein am 24.10.2016 gemeinsam mit allen Beteiligten vereinbarte Maßnahme für die Verbreiterung des unterwasserseitigen Bereichs auf 2 Meter. Im Rahmen einer preislich effizienten Baumaßnahme wurden rund 35.000 Euro seitens des Landes Oberösterreich für diese Maßnahme investiert.

 

Letzte Woche wurden bereits 60 Meter Randbalken in der geplanten Form betoniert, somit ist eine Änderung der Ausführung des unterwasserseitigen Randbalkens nicht mehr möglich. "Aufgrund der getroffenen Vereinbarung mit sämtlichen Projektpartnern wurden die Bauplanungen realisiert. Diese Planungen entsprechen einer leistungsfähigen Anbindung, die eine wesentliche Verbesserung für den Radverkehr darstellt", so LR Steinkellner abschließend.

 

Ansprechpartner für technische Fragen

Dipl.-Ing. Martin Wögerer – Abteilungsleiter der Abteilung Brücken- und Tunnelbau

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