Trauerfeierlichkeiten

Die kommenden zwei Tage stehen Oberösterreich ganz im Zeichen der Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck.

Samstag, 10. Jänner 2026

11:10

Die Bundes- und die Landeshymne standen am Ende der Trauerfeier für Landeshauptmann a.d. Dr. Josef Ratzenböck im Steinernen Saal des Linzer Landhauses. Um 12 Uhr beginnt das Requiem für den Alt-Landeshauptmann im Mariendom Linz, einem Gotteshaus, dem er eng verbunden war.

 

10:45

„Der Mann für die großen Sorgen und die kleinen Probleme.“ In seiner Trauerrede würdigte Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer das Lebenswerk von Dr. Josef Ratzenböck: „,Weitblick und Zusammenhalt‘ waren nicht nur ein Schlagworte, sondern politisches Programm. Es ging über die Tagesaktualität und auch über die Grenzen Oberösterreichs und Österreichs hinaus. Josef Ratzenböck hat viele Spuren und ein großes Vermächtnis übergeben, die uns Vorbild sind, aber auch Auftrag zum mutigen Weitergestalten - und uns auch die Möglichkeit dazu geben.“

 

10:30

Berührende Augenblicke in der Trauerfeier für Josef Ratzenböck, durch die Birgit Brunsteiner als Moderatorin führt: in einem Video kommt der Verstorbene in Rückblicken noch einmal zu Wort. Musikalisch umrahmt wird die Feier von einem Bläserensemble des Landesmusikschulwerkes, dessen Gründung auf Josef Ratzenböck zurückgeht: Thomas Beiganz, Johannes Hartl, Karl Glaser, Johannes Fuchshuber und Andreas Trausner. Noch heute erinnert ein Josef Ratzenböck gewidmetes und jährlich vergebenes Stipendium an herausragende Studierende des Landesmusikschulwerkes an den Gründer des Landesmusikschulwerkes.

 

10:15

Viele sind gekommen, um im Steinernen Saal des Linzer Landhauses des verstorbenen Alt-Landeshauptmannes zu gedenken.

In den Worten von Landtagspräsident Max Hiegelsberger hat Josef Ratzenböck „die Entwicklung des Landes Oberösterreich zu einem selbstbewussten, erfolgreichen und lebenswerten Bundesland vorangetrieben. Viele nachhaltige politische Initiativen, von der Wirtschafts- und Sozial- bis hin zur Kulturpolitik, werden stets mit seinem Namen verbunden bleiben.“

In Anwesenheit der Familie des Verstorbenen sind zahlreiche Ehrengäste gekommen, unter anderem Bischof Manfred Scheuer, Superintendent Gerold Lehner, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Familienministerin Claudia Bauer, die gesamte Landesregierung – LH Stelzer, LH-Stv. Christine Haberlander, LH-Stv. Manfred Haimbuchner sowie die Landesräte Markus Achleitner, Christian Dörfel, Stefan Kaineder, Michaela Langer-Weninger, Günther Steinkellner und Martin Winkler. Auch langjährige Wegbegleiter Dr. Ratzenböcks, wie die ehemaligen Landeshauptleute Erwin Pröll und Franz Schausberger waren unter den Trauergästen.

 

09:55

In wenigen Minuten, um 10 Uhr, beginnt im Steinernen Saal des Linzer Landhauses die Trauerfeier des offiziellen Oberösterreich für den verstorbenen Alt-Landeshauptmann. Der ORF überträgt die Trauerfeier oberösterreichweit live in ORF 2 und im Stream auf ORF ON. Moderator der ORF-Übertragung ist Gernot Ecker; im Steinernen Saal wird Birgit Brunsteiner durch die Trauerfeier führen.

 

09:45

Ein letzter Gruß. Mitglieder der Oö. Landesregierung und des Oö. Landtags haben am Samstag die letzte Ehrenwache in der Minoritenkirche des Linzer Landhauses am Sarg von Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck übernommen. An der Spitze Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landtagspräsident Max Hiegelsberger.

 

09:15

Viele Menschen sind gestern, Freitag, persönlich in die Minoritenkirche des Linzer Landhauses gekommen, um Dr. Josef Ratzenböck die Ehre zu erweisen. Zahlreiche von ihnen haben die Gelegenheit genutzt, einen letzten persönlichen Gruß in einem der aufliegenden Kondolenzbücher zu hinterlassen. Diese Bücher werden in den nächsten Tagen der Trauerfamilie übergeben. Nach wie vor besteht auch die Möglichkeit, im Online Kondolenzbuch des Landes Oberösterreich (www.kondolenz.ooe.gv.at) Dr. Josef Ratzenböcks zu gedenken.

 

09:00

Baumeister des modernen Oberösterreichs. Neben all den großen standortpolitischen Errungenschaften – von der Einführung des Pflegegeldes, über namhafte Betriebsansiedlungen und die Gründung des Oö. Landesmusikschulwerkes, bis hin zum Durchschneiden des Eisernen Vorhangs und dem EU-Beitritt Österreichs, wird vor allem seine Bürgernähe in Erinnerung bleiben. Politik war für Dr. Josef Ratzenböck gestaltende Arbeit für die Menschen und das Land. Er hat die Entwicklung des Landes Oberösterreich zu einem selbstbewussten, erfolgreichen und lebenswerten Bundesland vorangetrieben. Viele nachhaltige politische Initiativen werden stets mit seinem Namen verbunden bleiben – er war ein Bauherr des modernen Oberösterreichs.

Dr. Josef Ratzenböck ist am 15. April 1929 in Neukirchen am Walde geboren. Er war von 1973 bis 1995 Mitglied der Landesregierung, zudem von 1973 bis 1979 Abgeordneter zum Landtag. Von 1977 bis 1995 war Dr. Josef Ratzenböck Landeshauptmann von Oberösterreich. Auch nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt war er weiter als Landesobmann des OÖ. Seniorenbundes politisch tätig und ein überaus interessierter und belesener Begleiter des nationalen und internationalen politischen Lebens. In den letzten Jahren hat er zurückgezogen in Linz und Neukirchen am Walde gelebt, am 23. Dezember 2025 ist Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck im 97. Lebensjahr verstorben.

Heute ist der Tag des endgültigen Abschieds aus dem Linzer Landhaus, in dem er so viele Jahre hindurch gearbeitet hat, und aus der Landeshauptstadt.

 

08:45

Heute wird das Land Oberösterreich offiziell Abschied von seinem langjährigen Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck nehmen. Um 10 Uhr wird in einem Festakt an die großen Errungenschaften und die vielen kleinen Begegnungen mit Dr. Josef Ratzenböck erinnert.  Musikalisch umrahmt wird die Gedenkveranstaltung von Musikerinnen und Musikern aus dem Landesschulwerk, das Ratzenböck 1977 gegründet hat und das bis heute die wichtigste Säule des Musiklandes Oberösterreich ist. Die Veranstaltung wird in Oberösterreich live auf ORF 2 und bundesweit auf ORF ON übertragen.

Um 12 Uhr wird im Mariendom das öffentliche Requiem für Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck stattfinden. Die Predigt wird Diözesanbischof Manfred Scheuer, die Trauerrede Landeshauptmann Thomas Stelzer halten.

 

Freitag, 9. Jänner 2026

19:30

Mit einem Gebet endete der erste Tag der Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Altlandeshauptmann. Morgen geht es um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Gedenken des Landtags und der Landesregierung im Steinernen Saal des Landhauses weiter. Die Gedenkveranstaltung wird in Oberösterreich live auf ORF 2 und bundesweit auf ORF ON übertragen. Um 12 Uhr wird danach im Mariendom das Requiem für Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck stattfinden. Die Predigt wird Diözesanbischof Manfred Scheuer, die Trauerrede Landeshauptmann Stelzer halten. Die Beisetzung wird im engsten Familienkreis in Ratzenböcks Heimatgemeinde Neukirchen am Walde stattfinden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, wir werden morgen wieder ausführlich über die Trauerfeierlichkeiten berichten.

 

19:00

„Von guten Mächten treu und still umgeben.“ Dieses Lied nach einem Text von Dietrich Bonhoeffer stand am Beginn des Gebets für Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck in der Minoritenkirche des Linzer Landhauses. Zahlreiche Menschen sind gekommen – an der Spitze Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer – um gemeinsam mit der Familie des Verstorbenen für Dr, Josef Ratzenböck zu beten. An der Orgel: Gustav Auzinger. Geleitet wurde die Gebetsstunde von Prälat Maximilan Mittendorfer.

 

18:30

Viele Menschen nutzten heute tagsüber die Gelegenheit, um von Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck Abschied zu nehmen. Auch zahlreiche Institutionen, Vereine und Gruppen erwiesen dem Altlandeshauptmann die letzte Ehre. Der Tag des stillen Gedenkens geht um 19 Uhr mit einer Abendandacht in der Minoritenkirche des Linzer Landhauses zu Ende. Geleitet wird es von Prälat Maximilian Mittendorfer, an der Orgel erneut Gustav Auzinger.

 

18:00

Tradition bleibt lebendig, wenn sie gelebt wird: so, wie das Aperschnalzen, mit dem in der Landeshauptstadt Linz am Neujahrstag jedes neue Jahr begrüßt wird. Eine wichtige Rolle dabei spielen die oberösterreichischen Prangerschützen, die aus allen Landesteilen nach Linz kommen, um den Start eines neuen Jahres traditionsgemäß zu begehen. Dr. Josef Ratzenböck hat in seiner Zeit als Landeshauptmann dieses Brauchtum weitergeführt – eine Abordnung der Prangerschützen ist heute nach Linz gekommen, um sein Andenken zu ehren.

 

17:30

Es überrascht nicht, dass sich um den „Landesvater“ Josef Ratzenböck auch unzählige Anekdoten ranken. Gegen zahlreiche protokollarische Widerstände gelang es ihm zum Beispiel, Bier und Most als „offizielle“ Getränke bei Empfängen des Landes „durchzudrücken“. Übrigens wurde wenige Wochen nach seiner Wahl zum Landeshauptmann von Oberösterreich, genau am 26. November in Linz die erste Fußgängerzone zwischen Taubenmarkt und Mozartkreuzung eröffnet. Und kurz darauf, am 9. Dezember 1977, wurde die Verlängerung der Straßenbahn nach Auhof eröffnet. Kein Wunder, dass er und der damalige Linzer Bürgermeister Franz Hillinger beim Festakt „100 Jahre Tramway“ im Jahr 1980 viel zu feiern hatten.

 

17:00

Drei Kondolenzbücher liegen in der Minoritenkirche im Linzer Landhaus auf. Sie sind die Einladung an alle Menschen, die von Dr. Josef Ratzenböck Abschied nehmen wollen, seiner in ganz persönlichen Worten zu gedenken. Für all jene, die in die Minoritenkirche kommen, liegen Sterbebilder zur Erinnerung an Dr. Ratzenböck auf. Wer nicht nach Linz kommen kann, dem bietet das Online Kondolenzbuch die Möglichkeit, Gedanken über den verstorbenen Alt-Landeshauptmann festzuhalten.

 

16:30

Obwohl die 1980er Jahre von wirtschaftlichen Problemen wie dem zweiten Erdölschock (1979/80) oder der Krise der Verstaatlichten geprägt waren, gelang es in Oberösterreich, die Zahl der Arbeitslosen gering zu halten. Sie lag ausnahmslos unter den gesamtösterreichischen Zahlen. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Ansiedlung von BMW in Steyr, das Strukturprogramm für die Wirtschaftsräume in Oberösterreich sowie die Förderung von Klein- und Mittelbetrieben und des Fremdenverkehrs.

 

16:00

Auch die Einsatzorganisationen hielten Mahnwache am Sarg von Altlandeshauptmann Josef Ratzenböck. In seiner Amtszeit hat sich durch den Fall des Eisernen Vorhang und des Beitritts zur Europäischen Union die Sicherheitslage für Oberösterreich massiv geändert. Doch auch bei Rettung und Feuerwehr haben sich in den 18 Jahren seiner Amtszeit die Aufgaben und Arbeitsweisen geändert. Was jedoch bis heute gilt, ist die Zusammenarbeit und der Einsatz für den Nächsten.

 

15:30

Die Sozialpolitik war immer ein persönliches Anliegen von Altlandeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck, davon zeugt auch die breit gespannte Palette an sozialen Maßnahmen, die er nicht nur während seiner Zeit als Landeshauptmann initiierte und umsetzte. Er veranlasste unter anderem die Einführung des Pflegegeldes, bei der Oberösterreich mit Vorarlberg Vorreiter war und das mittlerweile bundesweit übernommen wurde.

 

15:00

Das Portrait von Landeshauptmann a.D. Josef Ratzenböck in der Gemälde-Galerie der oberösterreichischen Landeshauptleute wurde von der Künstlerin Johanna Dorn (1913-1988) gemalt. Für den Kunsthistoriker Franz Fuhrmann habe die Malerin aus dem Innviertel „mit dem auf Rot-Grün als Dominante aufgebauten bunten Farbakkord des Hintergrundes Unternehmungsgeist, Initiative, Phantasie und Optimismus von Ratzenböck zum Ausdruck bringen wollen“.

 

14:30

„Es ist ein Grundzug von mir: Etwas Neues zu beginnen, anzupflanzen und dann wieder nach dem Neuen streben. Das Ende, die Ernte ist nicht so faszinierend, wie das Neue zu beginnen“, erklärte Landeshauptmann a.D. Josef Ratzenböck in einem Interview. Diese Begeisterung für das Neue zieht sich auch wie ein roter Faden durch seine politische Karriere. 

 

14:00

11. Dezember 1989. Ein historisches Datum. Gemeinsam mit dem südböhmischen Kreisvorsitzenden Miroslav Šenkyř hat Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck bei Wullowitz den „Eisernen Vorhang“ durchschnitten. Der Zusammenbruch des „Eisernen Vorhangs“, der Ostmitteleuropa plötzlich vom Sowjetkommunismus befreit und wieder ohne Einschränkungen für seine traditionellen Verbindungen zu Wien geöffnet hat, hat die politische und wirtschaftliche Position Österreichs und Oberösterreichs grundsätzlich verändert. Mit der Öffnung der über Jahrzehnte toten Grenze nach Norden bot sich nicht nur für die Grenzregionen eine neue Chance. Alte Verbindungen konnten neu belebt werden. Ein kleines Stück des von ihm durchschnittenen Stacheldrahts bewahrte Dr. Josef Ratzenböck bei sich auf, als Erinnerung an einen historischen Augenblick.

 

13:45

Als Landeshauptmann war Josef Ratzenböck auch oberster Dienstherr über Tausende Mitarbeiter des Landes Oberösterreich. Für ihn war „das Amt eines Landeshauptmannes von Oberösterreich ein Traumberuf.“ Auch die aktuellen Spitzenbeamten im Landesdienst hielten Mahnwache am Sarg des Altlandeshauptmannes.

Bildtext: Bei der Totenwache (v. l.): Bezirkshauptmann Mag. Christoph Schweitzer, Landesamtsdirektor Mag. Thomas Schäffer, Finanzdirektorin Dr. Christiane Frauscher und Direktor Mag. Hubert Huber.

 

13:30

Geboren und aufgewachsen ist Dr. Josef Ratzenböck in der Marktgemeinde Neukirchen am Walde. Er selbst hat später oft davon erzählt, wie seine Eltern im Ersten Weltkrieg alles verloren haben, und sich in den Folgejahren ein neues Leben von Grund auf aufbauen mussten – zunächst in Wien, ab 1926 in Neukirchen am Walde. „Das Ziel meiner Eltern war es, alles zu tun, damit es ihre Kinder einmal besser haben. Sie haben ihr Ziel erreicht. Uns geht es besser!“, hat er einmal in einem Interview gesagt. Dr. Josef Ratzenböck blieb seiner Heimatgemeinde Zeit seines Lebens eng verbunden.

12:30 Uhr

Den ganzen Tag über kamen Menschen in die Linzer Minoritenkirche, um dem verstorbenen Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck die letzte Ehre zu erweisen. Viele nutzten auch die Gelegenheit, ihre Empfindungen im Kondulenzbuch festzuhalten oder persönliche Begegnungen zu schildern. Dies ist übrigens auch online unter www.kondolenz.ooe.gv.at möglich.

 

12:00 Uhr

Zwischen 1958 und 1973 war Josef Ratzenböck auch Geschäftsführer der „Wohnungsfreunde“ und eignete sich dort seine umfangreichen Kenntnisse in Wohnbaufragen an. 1968 konnte er diese bei der Neuordnung des Wohnungswesens einsetzen. Hervorzuheben ist die von Ratzenböck initiierte begünstigte frühzeitige Rückzahlung von Wohnbaudarlehen. Die Neuordnung ging als Ratzenböck-Plan in die Annalen ein.

11:30 Uhr

Die Gründung des Landesmusikschulwerkes 1977 war eine der wesentlichen und nachhaltigsten kulturpolitischen Initiativen von Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck. Heute sind die Landesmusikschulen eine prägende Säule des Kulturlandes Oberösterreich, Zentren musischer Bildung, aber auch wichtige Kulturzentren in den Gemeinden und Regionen des Landes.

 

11:00 Uhr

Kultur als zentrales Element der Gemeinschaft und des Zusammenlebens im Land: die Gemeinschaft der oberösterreichischen Goldhaubenfrauen ist bis heute ein aktives Netzwerk in der oberösterreichischen Volkskultur. Anneliese Ratzenböck stand von 1976 bis 2000 an der Spitze der Gemeinschaft, die sich für lebendiges Brauchtum, die Erneuerung der Tracht und sozialen Zusammenhalt engagiert. Eine Abordnung der Goldhaubenfrauen mit Landesobfrau Martina Pühringer an der Spitze war Teil der Totenwache am Sarg von Alt-Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck.

 

10:45 Uhr

Am 19. Oktober 1977 wurde Dr. Josef Ratzenböck vom Oö. Landtag als Nachfolger von Dr. Erwin Wenzl zum Landeshauptmann von Oberösterreich gewählt. "Streit zehrt, Frieden nährt", war einer seiner zentralen Leitsätze. In seiner Antrittsrede vor dem Oö. Landtag formulierte er es so: "Wollen wir erfolgreich sein, wird es der Zusammenarbeit aller politischen Gruppen bedürfen. Es gibt wenig Probleme, bei denen sich nicht eine Lösung finden ließe, die schließlich doch von uns allen bejaht werden kann."

 

9:45 Uhr

Den ganzen Tag über besteht in der Minoritenkirche des Linzer Landhauses die Möglichkeit, von Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck Abschied zu nehmen. In der Kirche liegen Kondolenzbücher auf – die Gelegenheit, persönliche Worte des Abschieds und der Verbundenheit festzuhalten.

 

9:30 Uhr

Ein Gebet für den verstorbenen Alt-Landeshauptmann stand am Beginn der Aufbahrung in der Minoritenkirche des Linzer Landhauses. Musikalisch begleitet wurde dies von Gustav Auzinger an der historischen Orgel der Kirche, an der bereits Anton Bruckner gespielt hat.

 

9:15 Uhr

Die erste Totenwache am Sarg des Altlandeshauptmannes kamen von der OÖVP-Fraktion im Landtag mit (v. l.) Klubobfrau Margit Angerlehner, Klubdirektor Klaus Mitterhauser, LAbg. Elisabeth Manhal und LAbg. Anton Froschauer. Ratzenböck war von 1977 bis 1995 auch Landesparteiobmann der OÖVP.

 

9:00 Uhr

Die Landesregierung mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer nahm in der Minoritenkirche den Sarg des verstorbenen Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck in Empfang. „Josef Ratzenböck war einer, der die Geschicke unseres Landes durch viele Jahre und Jahrzehnte maßgeblich geprägt und vorangetrieben hat“, würdigt LH Stelzer seinen Vor-Vor-Gänger. „Josef Ratzenböck, mein Vorgänger, war für mich in seiner einerseits visionären und andererseits immer auf den Ausgleich bedachten Politik ein großes Vorbild“, ergänzt LH a.D. Josef Pühringer.

 

8:50 Uhr

Der Sarg des Altlandeshauptmannes wird in Kürze in der Linzer Minoritenkirche im Landhaus aufgebahrt. Die Landesregierung mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und der Landtag mit Landtagspräsident Max Hiegelsberger werden dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen.

Bis 18:00 Uhr kann man sich dann persönlich von Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck verabschieden. Auch ein Kondolenzbuch liegt in der Minoritenkirche auf. Das Land Oberösterreich hat zudem ein Online-Kondolenzbuch für den verstorbenen Landeshauptmann eingerichtet. Auch hier besteht die Möglichkeit, des Verstorbenen zu Gedenken und Beileid auszudrücken.

Der weitere Ablauf:
Um 19:00 Uhr wird heute ein feierliches Totengebet mit Pfarrer Max Mittendorfer in der Minoritenkirche abgehalten. Die musikalische Umrahmung übernimmt Organist Gustav Auzinger bei.

Morgen um 10:00 Uhr findet im Steinernen Saal eine gemeinsame Veranstaltung von Landesregierung und Landtag statt, bei der an die großen Errungenschaften und die vielen kleinen Begegnungen mit Dr. Josef Ratzenböck erinnert wird.

Um 12:00 Uhr wird im Mariendom das Requiem für Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Ratzenböck stattfinden. Die Predigt wird Diözesanbischof Manfred Scheuer halten, die Trauerrede Landeshauptmann Stelzer.

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