LR Steinkellner: Tödliche E-Bikes

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 4.4.2023)

2022 wurden in mehr tödliche Fahrrad- als Motorradunfälle verzeichnet. Bei 10 von 16 tödlichen Fahrradunfällen im Jahr 2022 waren die Lenker/innen mit einem E-Bike unterwegs

„Der E-Bike-Boom zeigt sich auch in der Unfallstatistik. Im vorangegangenen Jahr starben mehr Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer auf oberösterreichischen Straßen als Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer. Meist waren die Unfallopfer auf einem E-Bike unterwegs“, fasst Landesrat für Infrastruktur & Mobilität Mag. Günther Steinkellner zusammen. 

Radfahren und insbesondere Radfahren mit elektronischer Tretunterstützung erfreut sich großer Beliebtheit. Gerade wenn die Temperaturen ansteigen und sich der Frühling entfaltet, wird vermehrt in die Pedale getreten. Dieser Trend findet auch in der Unfallstatistik Niederschlag. Die Zahl der tödlich verunglückten Fahrerinnen und Fahrer ist konstant hoch. Die Statistik zeigt besonders bei älteren Menschen ein hohes Risiko.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich in 16 tödliche Fahrradunfälle. Erstmals kam es somit zu mehr tödlichen Fahrrad- als Motorradunfällen (12 tödliche Unfälle im Jahr 2022). Zwei weitere Aspekte in Punkto Verkehrssicherheit fallen ins Gewicht.  

1.    Hoher E-Bike-Anteil bei tödlichen Fahrradunfällen
Der Anteil der E-Bikes bei den tödlichen Unfällen ist hoch. Bei zehn Unfällen, die im vergangenen Jahr tödlich endeten, war der jeweilige Lenker mit einem E-Bike unterwegs. In sechs Fällen wurde das Rad rein durch Muskelkraft fortbewegt. 62% und damit fast zwei Drittel der tödlichen Unfälle ereigneten sich somit auf einem Fahrrad mit elektronischer Tretunterstützung. 

2.    Altersstruktur
Ganze 15 Lenkerinnen und Lenker fallen in die Alterskategorie 50 Jahre und älter. Sechs Radler waren 80 Jahre und älter. Ein Radfahrer, der ohne elektronischen Antrieb unterwegs war, ist der Alterskategorie 10-19 Jahre zuzuordnen. 
„Die motorisierte Fahrunterstützung ist insbesondere bei älteren Personen sehr beliebt. Durch das E-Bike lassen sich Distanzen ohne große Kraftanstrengungen leicht zurücklegen. Das schafft neue Mobilitätsmöglichkeiten und fördert gleichzeitig die Aktivität“, hebt Landesrat Steinkellner den Mehrwert der elektronischen Tretunterstützung hervor. Allerdings birgt das E-Bike auch Gefahren. 

Ein höheres Gewicht sowie schnellere Geschwindigkeiten sorgen für schwerfälligere Lenk- und Kurvenradien. Auch die Überwindung von Steigungen und die daran anschließenden Bergabfahrten mit einem E-Bike besitzen ein gewisses Risikopotential. 

Um sich bestmöglich für die bevorstehende Fahrradsaison zu wappnen, wird ein E-Bike-Training empfohlen. Bereits in den vergangenen Jahren hat das Infrastrukturprogramm ein E-Bike-Training ab 60 Jahren gefördert. Das Angebot wird nun auf den Teilnehmerkreis bereits ab 50 Jahren ausgeweitet. Die E-Bike-Trainings sind speziell auf die die Bedürfnisse der mobilen Menschen ab 50 Jahren zugeschnitten und werden von Seiten des Landes mit einem 25 Euro-Bonus unterstützt. 

„Das aktive Training im Hindernis- und Geschicklichkeitsparcours ist die optimale Unfallprävention und hilft dabei, schwere Unfälle sowie Verletzungen mit Todesfolge zu vermeiden“, so Steinkellner.

Alle weiterführenden Informationen finden Sie auf der Informationsseite: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/ebikebonus.htm

 

Bilder zum Download

Landesrat Mag. Günther Steinkellner in Radausrüstung auf einem E-Bike und einer Gruppe Radfahrer unterwegs auf einer Straße Quelle: Land /Lisa Schaffner, Verwendung mit Quellenangabe (1,51 MB).

Bildtext: 2022 wurden in mehr tödliche Fahrrad- als Motorradunfälle verzeichnet.

Landesrat Mag. Günther Steinkellner in Radausrüstung im Gespräch mit zwei weiteren Personen Quelle: Land /Lisa Schaffner, Verwendung mit Quellenangabe (1,52 MB).

Bildtext: 2022 wurden in mehr tödliche Fahrrad- als Motorradunfälle verzeichnet.

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