LR Kaineder: Sichere Spielsachen – worauf man achten sollte, damit Spielzeug nicht zur Gefahr für Kinder wird

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 24.11.2022)

Spielsachen gehören zu den Dauerbrennern auf den Wunschlisten von Kindern. Einen Monat vor Weihnachten besuchte Landesrat Stefan Kaineder den Linzer Standort der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), in dem unter anderem Kinderspielsachen geprüft werden.

Die regelmäßigen Untersuchungen von Spielzeug zeigen, dass die meisten Produkte zwar sicher sind, aber immer wieder auch gesundheitsschädliche Produkte auf dem Markt vorgefunden werden. In Schwerpunktationen werden Produkte, die gerne an Kinder verschenkt werden und erhöhtes Gefahrenpotenzial aufweisen, getestet. Bei den Schwerpunktaktionen zu Spielzeug liegt die Beanstandungsquote um rund 40 Prozent (2019: 43,2%, 2020: 39,6%, 2021: 42,7%). 

Häufige Problemzonen sind leicht lösbare Kleinteile (Erstickungsgefahr für Kleinkinder), zu laute Spielzeughandys oder zu stark schießende Kunststoff-Pistolen. Auch technische Mängel bei Fahrzeugen wie z.B. Scootern werden festgestellt. Spielsachen und Kinderkostüme dürfen auch nicht leicht entflammbar sein. Ein weiterer Beanstandungsgrund ist der Einsatz verbotener Weichmacher, die oft in den Köpfen von Spielzeugpuppen oder aufblasbarem Wasserspielzeug enthalten sind. Besondere Vorsicht ist beim Kauf von Billigspielzeug auf Jahrmärkten, Messen und Kirtagen geboten. Hier gab es in der Vergangenheit oft hohe Beanstandungsquoten. 

Der für Konsument/innenschutz zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder dazu: „Spielsachen und Geschenke sollen eine Freude machen. Ich möchte das Bewusstsein schärfen, dass damit auch ein Sicherheitsrisiko verbunden sein kann. Ich empfehle allen, die Kindern Spielsachen schenken wollen, Qualitätsbewusstsein und die gebotene Sorgfalt beim Kauf walten zu lassen. Bei unseren regionalen Spielwaren-Fachhändlerinnen und Fachhändler sind Sie dabei in besten Händen.“

Tipps zur Spielzeugsicherheit:

    Kaufen Sie nur Spielzeug, das das CE-Zeichen aufweist und beachten Sie immer Warnhinweise und Gebrauchsanleitungen, insbesondere Altersempfehlungen.

    Achten Sie auch darauf, dass sämtliches Verpackungsmaterial entfernt wurde, bevor Sie das Spielzeug Ihrem Kind geben. Vorsicht auch bei Knopfzellenbatterien aus leicht zugänglichen Batteriefächern, diese können verschluckt werden.

    Testen Sie bei Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren, ob diese keine ablösbaren Kleinteile enthalten – Ziehen sie beispielweise an den Knopfaugen eines Plüschtieres, bevor Sie dieses ihrem Kind zum Spielen überlassen.
    Halten Sie Spielzeughandys selbst kurz ans Ohr – empfinden Sie die Klänge und Melodien als unangenehm laut, können sie für Ihr Kind eine Gefahr darstellen.

    Zu lange Spielzeugschnüre können ein Strangulationsrisiko bedeuten

    Ausführliche Informationen zum Thema gibt es in der Broschüre „Gutes Spielzeug! Ratgeber zur Spielzeugauswahl“, die von der AGES in Zusammenarbeit mit dem BMSGPK und der WKÖ erarbeitet wurde.

 

Bilder zum Download

Verwendung nur mit Quellenangabe

Dr.in Daniela Schachner (Leiterin des Linzer AGES-Standortes) und Landesrat Stefan Kaineder stehen gemeinsam in einem Labor, Frau Dr.in Daniela Schachner hält einen Stoffschneemann in den Händen Quelle: Land /Werner Dedl, Verwendung mit Quellenangabe (0,31 MB).

Bildtext: Dr.in Daniela Schachner (Leiterin des Linzer AGES-Standortes) und Landesrat Stefan Kaineder

Landesrat Stefan Kaineder steht in einem Labor mit einer Frau und bekam Einblicke in die Laborarbeit der AGES in Linz. Quelle: Land /Werner Dedl, Verwendung mit Quellenangabe (0,25 MB).

Bildtext: Landesrat Stefan Kaineder bekam Einblicke in die Laborarbeit der AGES in Linz