Stelzer/Steinkellner: KlimaTicket feiert ersten Geburtstag

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 24.10.2022)

Mehr als 26.000 OÖVV Kundinnen und Kunden und Fokus auf Ausbau der Öffi-Angebote 


Am 26. Oktober 2022 feiert das KlimaTicket seinen ersten Geburtstag. Die Jahresnetzkarte hat den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern neue Möglichkeiten der Mobilität eröffnet. Ein Jahr nach der Einführung haben sich bereits mehr als 26.000 Kundinnen und Kunden für ein KlimaTicket entschieden und profitieren vom unbegrenzten Zugang zum umfangreichen öffentlichen Verkehrsangebot in ganz Oberösterreich mit nur einem Ticket – unkompliziert und kostengünstig. Je nach persönlichem Bedarf kann zwischen Ticketvarianten mit oder ohne Kernzonenverkehre in den Städten Linz, Wels und Steyr gewählt werden. Österreichweit sind bereits mehr als 200.000 Menschen mit dem KlimaTicket Österreich unterwegs und genießen das ganzjährige Angebot für ihre täglichen Wege in die Arbeit und in der Freizeit. In Oberösterreich besitzen rund 30.000 Personen ein KlimaTicket für ganz Österreich. Das KlimaTicket ist ein bedeutender Schritt für die Mobilitätswende, noch wichtiger sind aber die Ausbaumaßnahmen im Öffentlichen Verkehr.

Vor einem Jahr wurde das KlimaTicket pünktlich zum Nationalfeiertag am 26. Oktober eingeführt. Die neue Jahresnetzkarte brachte mehr klimaschonende Mobilität und mehr Flexibilität zu weitaus attraktiveren Tarifen. 

„Klimaschutz ist in aller Munde. Aber in Oberösterreich reden wir nicht nur davon, sondern wir tun, was wir als Land tun können. Eine der wichtigsten Investitionen in den Klimaschutz, sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr. Und da wurde in schon vor Jahren eine Trendwende eingeläutet: Für den öffentlichen Verkehr stehen im Landeshaushalt seit 2018 mehr Mittel zur Verfügung, als für den Individualverkehr. Ich freue mich, dass das Klimaticket in der Bevölkerung gut angenommen wird“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

„Die Bilanz ein Jahr nach der Einführung des KlimaTickets kann sich sehen lassen. Mehr als 26.000 Fahrgäste haben sich in den vergangenen 12 Monaten für die klimaschonende und günstige Jahresnetzkarte entschieden und sind damit mobil wie noch nie zuvor in unserem Bundesland“, freut sich Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner über die Entwicklung des KlimaTickets , die in den nächsten Jahren von weiteren wichtigen Maßnahmen begleitet werden soll. „Im Zuge unserer Mobilitätsinitiative MOBIL ANS ZIEL ist das KlimaTicket ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur Mobilitätswende. Es ist erfreulich, dass die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher das Angebot so zahlreich in Anspruch genommen haben und das auch noch jeden Tag tun, wie die täglichen Bestellungen zeigen – trotz alledem ruhen wir uns nicht auf diesem Erfolg aus und möchten in den nächsten Jahren noch weitere Meilensteine setzen, um den Umstieg auf klimaschonende Mobilitätsangebote noch attraktiver zu machen. Dabei spielen Angebotserweiterungen, wie etwa die Umsetzung des Jahrhundertprojekts Regional-Stadtbahn Linz, der Ausbau von Park-and-Ride bzw. Bike-and-Ride Anlagen und alternative, multimodale Mobilitätsformen eine ganz wesentliche Rolle.“, so Steinkellner weiter. 

Auch Dipl.-Ing. Herbert Kubasta, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Gesellschaft, ist überzeugt, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. „Das KlimaTicket ist nur ein Baustein von vielen für eine klimaschonende Mobilität der Zukunft. Auf uns warten noch zahlreiche, weitere Projekte, die es für unser Bundesland umzusetzen gilt. Was es braucht, ist ein Bündel an Maßnahmen zur Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs in Oberösterreich. Dazu gehört neben Erweiterungen der Öffi-Angebote, auch der Ausbau in Infrastruktur und an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientierte Vertriebsmodelle.

Fahrgäste sparen - Land investiert 
Seit Anfang des Jahres sehen sich die Menschen in Österreich mit einer Teuerungswelle konfrontiert - das schlägt sich auch auf das Mobilitätsverhalten nieder. Nach dem Wohnen fließen die meisten Haushaltsausgaben in die Mobilität. Knapp 90 Prozent dieser Ausgaben verursacht dabei das Privat-Auto, berichtet die Mobilitätsorganisation VCÖ. Haushalte mit einem Pkw haben sowohl in der Stadt als auch am Land Mobilitätsausgaben von durchschnittlich 6.200 Euro pro Jahr, wie der VCÖ anhand der Daten von Statistik Austria vor kurzem errechnete. Autofreie Haushalte haben mit rund 1.500 Euro um 4.700 Euro pro Jahr niedrigere Mobilitätsausgaben als 1-Pkw-Haushalte. Vor allem für Pendlerinnen und Pendler ist das KlimaTicket damit eine attraktive und günstige Alternative, die nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schont. „Auf nahezu allen Pendlerstrecken ist das KlimaTicket günstiger als eine Jahres-Streckenkarte. In der Vergangenheit konnten Besitzerinnen und Besitzer von Jahreskarten des Verkehrsverbundes in der Regel nur auf der von ihnen gewählten Strecke von A nach B unterwegs sein. Mit dem KlimaTicket sind sie jetzt im gesamten Verbundgebiet Oberösterreich kostengünstig unterwegs“, so Herbert Kubasta.

Mehr Leistung für weniger Geld 
•    Eine streckenbezogene Jahreskarte für die Strecke Enns – Linz kostete vor der Einführung des KlimaTickets 582 Euro, mit dem KlimaTicket Regional nur noch 365 Euro. Das ist eine Ersparnis von 217 Euro. 
•    Eine streckenbezogene Jahreskarte für die Strecke Vöcklabruck – Linz mit Kernzonenberechtigung kostete vor der Einführung des KlimaTickets 1.507 Euro, mit dem KlimaTicket Regional + Linz nur 621 Euro. Das ist eine Ersparnis von 886 Euro. 
•    Eine streckenbezogene Jahreskarte für die Strecke Wels – Linz kostete vor der Einführung des KlimaTickets 694 Euro, mit dem KlimaTicket Regional nur 365 Euro. Das ist eine Ersparnis von 329 Euro. 
•    Eine streckenbezogene Jahreskarte für die Strecke Freistadt – Linz kostete vor der Einführung des KlimaTickets 1.023 Euro, mit dem KlimaTicket Regional nur 365 Euro. Das ist eine Ersparnis von 658 Euro. 
•    Eine streckenbezogene Jahreskarte für die Strecke Vöcklabruck – Wels mit Kernzonenberechtigung kostete vor der Einführung des KlimaTickets 1.262 Euro, mit dem KlimaTicket Regional + Wels nur 604 Euro. Das ist eine Ersparnis von 658 Euro. 
Insgesamt investiert das Land Oberösterreich mittlerweile sogar mehr Geld in den Öffentlichen Verkehr als in den Individualverkehr. 196 Millionen Euro wurden 2022 für die Attraktivierung und Ausbau des Öffentlichen Verkehrs in die Hand genommen. „Mit dem KlimaTicket haben wir eine kostengünstige Jahresnetzkarte für unser Bundesland, die unsere Mobilität in Oberösterreich auf eine neue Stufe hebt. Noch wichtiger ist allerdings zweifellos der Ausbau der Infrastruktur und des Fahrplan-Angebots, damit auch viele, die noch keine guten Öffi-Verbindungen vorfinden, in Zukunft eines erhalten. Derzeit profitieren vor allem Pendelnde, für die bereits eine passende Infrastruktur an öffentlichen Verkehrsmitteln besteht vom KlimaTicket OÖ. In diesem Zusammenhang wollen wir den eingeschlagenen Weg in den nächsten Jahren konsequent weitergehen und die Angebotsqualität im Öffentlichen Verkehr weiter forcieren. Schließlich sind Investitionen in den Öffentlichen Verkehr vor allem Zukunftsinvestitionen für eine bessere Mobilität von Morgen“, erklärt Steinkellner, der gleichzeitig betont, die Mobilität ganzheitlich zu denken und damit auch den Individualverkehr miteinschließt. „Grundsätzlich braucht es ein gesundes Miteinander zwischen Individualverkehr und dem Ausbau der Öffis. Gerade im ländlichen Raum ist aufgrund der teilweise sehr dispersen Wohnstrukturen ein Angebot in der vom Ballungsraum gewohnten Dichte oft schwer umsetzbar. Gleichzeitig ist es dem Land ein großes Anliegen die Sicherung der Mobilitätsinfrastruktur im ländlichen Raum zu gewährleisten, ständig zu evaluieren und dort zu verbessern, wo es Sinn macht“, so Steinkellner abschließend. 

KlimaTicket als Chance für Tourismus und Freizeitmobilität
Auf vielen Regionalbus- und Bahnverbindungen sind mittlerweile wieder mehr Fahrgäste im Verbundraum unterwegs als vor der Corona-Krise. Auch wenn sich die meisten OÖVV Kundinnen und Kunden das KlimaTicket vorrangig für den täglichen Weg zur Arbeit oder Universität kaufen, wird es laufend auch immer beliebter für die Mobilität in der Freizeit. Das zeigen auch die Fahrgastzahlen, denn vor allem an Wochenenden und Feiertagen nutzen die Fahrgäste das attraktive Angebot des Verkehrsverbundes stärker als je zuvor. Eine Entwicklung, die neben der Einführung des Freizeit-Tickets und vielen weiteren Maßnahmen unter anderem auch dem KlimaTicket zu verdanken ist, ist sich Infrastruktur-Landesrat Steinkellner sicher: „Oberösterreich entdecken mit Bus, Bahn und Bim liegt voll im Trend. Im KlimaTicket und dem Ausbau der Mobilitätsangebote liegen noch ungenutzte touristische Potentiale und Chancen für einen nachhaltigen Tourismus. Insbesondere in Ausflugszielen, wo ein liniengebundener, klassischer Öffentlicher Verkehr nur schwer umsetzbar ist, braucht es alternative Mobilitätslösungen um die Region verkehrsmäßig zu entlasten. Dazu sind wir im ständigen Austausch mit den Tourismusverbänden, um nach und nach das Angebot zu erweitern.“

„Unser Anspruch ist es, möglichst viele touristische Hotspots in Oberösterreich mit unseren Öffi-Angeboten abzudecken, damit Tagestouristinnen und -touristen umweltfreundlich, entspannt und ohne Parkplatzsuche ihre Ausflugsziele erreichen. Damit wollen wir die Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel in den schwächer frequentierten Zeiten verbessern, eine verkehrliche Entlastung schaffen und eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität auch in der Freizeit ermöglichen. In enger Abstimmung mit dem Tourismus optimieren wir daher unser Angebot Jahr für Jahr und versuchen mit attraktiven Kooperationen mehr Fahrgäste für eine öffentliche Anreise zu begeistern. Das KlimaTicket ist ein starker Motor, der diese Entwicklung im letzten Jahr sehr vorangetrieben hat“, ergänzt Kubasta.

Ticket-Kategorien für alle Bedürfnisse          
Das KlimaTicket gibt es in fünf Kategorien: Neben dem für den gesamten Öffentlichen Verkehr in Oberösterreich gültigen KlimaTicket Gesamt um 695 Euro gibt es das KlimaTicket Regional um 365 Euro für den regionalen Verbundverkehr in Oberösterreich, das optional um einen der städtischen Kernzonenverkehre in Linz, Wels oder Steyr erweitert werden kann. Am stärksten nachgefragt wird das günstige KlimaTicket Regional ohne die städtischen Kernzonenverkehre in Linz, Wels und Steyr. Rund 16.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher haben sich für dieses Ticket entschieden. Damit fallen rund 68 Prozent aller KlimaTickets in diese Kategorie, gefolgt vom KlimaTicket Regional + Linz (28 Prozent) um 621 Euro mit inkludiertem Kernzonenverkehr in der Landeshauptstadt. 
Alle Ticketkategorien, Preise und Ermäßigungen im Überblick: 

Ticketkategorie

CLASSIC

JUNIOR

SENIOR

SPEZIAL

(ohne Ermäßigung)

(bis 26 Jahre)

(ab 65 Jahre)

(mit Behindertenpass)

KlimaTicket Regional (Verbundraum exkl. Kernzonenverkehr Linz, Wels und Steyr)

365,- Euro

274,- Euro

274,- Euro

274,- Euro

KlimaTicket Regional + Linz (Verbundraum exkl. Kernzonenverkehr Wels und Steyr)

621,- Euro

530,- Euro

530,- Euro

530,- Euro

KlimaTicket Regional + Wels (Verbundraum exkl. Kernzonenverkehr Linz und Steyr)

604,- Euro

513,- Euro

513,- Euro

513,- Euro

KlimaTicket Regional + Steyr (Verbundraum exkl. Kernzonenverkehr Linz und Wels)

604,- Euro

513,- Euro

513,- Euro

513,- Euro

KlimaTicket Gesamt (Verbundraum inkl. Kernzonenverkehr Linz, Wels und Steyr)

695,- Euro

604,- Euro

604,- Euro

604,- Euro

Bequem online oder persönlich im OÖVV Kundencenter bestellen
Alle Ticketkategorien des KlimaTickets können direkt beim OÖVV bestellt werden – entweder rasch und bequem im Online-Ticketshop auf www.shop.ooevv.at oder persönlich im OÖVV Kundencenter. Wenige Tage nach Bestellung werden die neuen, aus recyceltem Material hergestellten Karten per Post zugestellt.

 

Bilder zum Download

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landesrat Mag. Günther Steinkellner. Quelle: Land /Max Mayrhofer, Verwendung mit Quellenangabe (1,43 MB).

Bildtext: Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landesrat Mag. Günther Steinkellner.

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