LRin Langer-Weninger: Die Potentiale für den Holzbau heben!

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 28. Juni 2022) 

Wo steht der moderne Holzbau, wohin bewegt er sich in der Zukunft und kann er uns aus der Klimakrise helfen? Dass Bauen mit Holz attraktiv und nachhaltig ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Bauherrinnen und Bauherrn befinden sich aber oft im Spannungsfeld zwischen Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit. Der Holzbau vereint diese beiden Ansprüche und kann energetisch und raumklimatisch höchsten Anforderungen gerecht werden. Schon aus Nachhaltigkeits- und Klimaschutzgründen wird es Zeit, dass wir den Werkstoff Holz stärker für öffentliche und private Bauten nutzen. Holz ist klimaneutral, nachhaltig und in großen Mengen in den heimischen Wäldern vorrätig. Doch was für den einzelnen Bauherrn noch wichtiger ist: Holz hat tolle Baueigenschaften, lässt sich auf vielfältigste Weise und für verschiedenste Bauvorhaben einsetzen und ist gut mit anderen Werkstoffen kombinierbar. „Bauen mit Holz ist eine der wirkungsvollsten und wirtschaftlichsten Klimaschutzmaßnahmen. Jetzt kommt es darauf an, sie so oft wie möglich umzusetzen“, so die Landesrätin der Regionen, Michaela Langer-Weninger, anlässlich des Dialogs „Holzbau for future“. 

Bauen in der Region, heißt Bauen mit der Region.
Der Holzbau fügt sich harmonisch in das Orts- und Stadtbild ein und prägt zum Teil schon über Jahrhunderte das Erscheinungsbild vieler Gemeinden. Vom Waldbauer über die Sägeindustrie bis zum Holzbauunternehmen, gibt es alleine in Oberösterreich 43.000 Betriebe entlang der Wertschöpfungskette Holz. Das ist ein Viertel aller österreichischen Forst- und Holzunternehmen.

Wäre es nicht besser, unsere Wälder außer Nutzung zu stellen?
So ist es zumindest das Ziel der EU-Waldstrategie welches besagt, bis zu 30% des Waldes außer Nutzung zu stellen. „Tatsächlich stehen in Oberösterreich bereits rund 10% des Waldes durch Schutzwald, Vertragsnaturschutz und Naturwaldreservate außer Nutzung“, so die Landesrätin. Für den Klimaschutz wäre es kontraproduktiv, unsere Wälder sich selbst zu überlassen, denn die Menge CO2, die ein Baum im Lauf seines Lebens in seinem Holz bindet, wird nach seinem Absterben beim Verrotten seines Holzes wieder freigesetzt. Der natürliche Kreislauf ist ein Nullsummenspiel. Für den Klimaschutz ist jedoch wichtig, dass das CO2 lange gebunden bleibt. Das geschieht beim Bauen mit Holz – zwar nicht für ewig, aber für Jahrzehnte bis Jahrhunderte. „Die EU-Waldstrategie konterkariert durch Stilllegungen das Klimaschutzpotenzial des Waldes. Oberösterreich hat enorme Holzreserven und kann mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung einen wertvollen Beitrag zu den Klimaschutzzielen leisten. Eine Auswertung der Waldinventur hat ergeben, dass die CO2-Speicherleistung von Wäldern bei 40- bis 60-jährigen Beständen am höchsten ist. Damit steht fest, dass die Entnahme von Holz zur Verwendung in der Bauwirtschaft und für Energieversorgung eine wesentliche Klimamaßnahme ist. Für die Dekarbonisierung ist Holz ein unverzichtbarer Rohstoff“, betont LRin Langer-Weninger.
 

 

Bilder zum Download

Verwendung nur mit Quellenangabe

Landesrätin Michaela Langer-Weninger im Gespräch mit zwei Personen, im Hintergrund eine Ausstellungswand mit Fotos von Holzbauten Quelle: Land /Denise Stinglmayr, Verwendung mit Quellenangabe (1,02 MB).

Bildtext: Landesrätin der Regionen Michaela Langer-Weninger im Gespräch.

Sechs Personen sitzen nebeneinander in einer halbrunden Reihe auf einer Bühne, Landesrätin Michaela Langer–Weninger als dritte von links spricht in ein Mikrofon, im Hintergrund Videowand mit Beschriftung Dialog Holzbau 2022 Quelle: Land /Denise Stinglmayr, Verwendung mit Quellenangabe (2,41 MB).

Bildtext: Podiumsdiskussion „Holzbau for future“.