Ausbau der Frauenhäuser: Das lange geforderte Frauenhaus in Braunau wird nun tatsächlich umgesetzt

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 8. Juni 2022) 

Die Agenden der Frauenhäuser wurden von Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauenreferentin Christine Haberlander nach der Wahl im Herbst 2021 übernommen. Das lange geforderte Frauenhaus in Braunau wird nun tatsächlich umgesetzt. Am 8. Juni 2022 besuchte Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander die Obfrau des „Vereines Frauenhaus Braunau“ Inge Angerer und den Bürgermeister der Stadt Braunau Johannes Waidbacher.

„In der Frauenstrategie „Frauen.Leben 2030“ für Oberösterreich, die einstimmig in der Oö. Landesregierung beschlossen wurde, ist auch festgehalten, dass es in Zukunft einen weiteren Ausbau an Frauenhäusern und Frauenübergangswohnungen in Oberösterreich geben soll. Mir ist es wichtig, dass jede Frau die von Gewalt betroffen ist und Unterstützung braucht, diese auch in Oberösterreich bekommt“, so Frauenlandesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Der Verein Frauenhaus Braunau plant den Neubau eines Frauenhauses für 6 Plätze für Frauen und 12 Plätze für Kinder und einer barrierefreien Wohneinheit. Das Grundstück befindet sich im Eigentum der Stadtgemeinde Braunau am Inn. Die Baubewilligung wurde am 17. Dezember 2021 erteilt. Die gesamten Errichtungskosten (inkl. Einrichtung) belaufen sich auf 1.459.415 Euro netto, welche zum größten Teil aus der Abteilung Soziales sowie der Abteilung Wohnbauförderung finanziert werden.

„Wir sind sehr erfreut, nun das für die Region leider dringendst notwendige Projekt im Sinne unserer unermüdlichen Vereinsgründerin Renate Mann in die Tat umsetzen zu können. Zu ihren Ehren und Gedenken wird das Haus ihren Namen tragen“, so Inge Angerer Obfrau Verein Frauenhaus Braunau.

Bürgermeister Johannes Waidbacher betonte die Wichtigkeit dieser Einrichtung für Braunau: „Das nächste Frauenhaus in Ried ist immer ausgelastet. Auch unsere Frauenübergangswohnung in Braunau ist fast immer ausgelastet. Und die Zahlen sind alarmierend.“

Frauenhäuser gehören zu den wichtigsten, spezifischen Hilfseinrichtungen für Opfer von häuslicher Gewalt. Frauenhäuser bieten sichere Notunterkünfte für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt entkommen mussten. Ein Aufenthalt im Frauenhaus kann aber auch weitere Gewaltvorfälle verhindern und die psychische Gesundheit sowie die soziale Situation der Betroffenen verbessern.

„Oberösterreich hat ein gutes Netzwerk an Präventions- und Hilfsangeboten gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Neben derzeit fünf Frauenhäusern (Linz, Wels, Steyr, Vöcklabruck und Ried) und bald einem sechsten Frauenhaus in Braunau gibt es in Oberösterreich zudem sechs Frauenübergangswohnungen, die Gewaltschutzzentren und zusätzlich 22 Frauenvereine und -beratungsstellen (in jedem Bezirk mindestens eine Einrichtung), die Frauen und Mädchen Hilfe, Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen anbieten“, betont Haberlander.

Zusätzlich hat das Frauenreferat des Landes letztes Jahr eine Onlineplattform für Frauenberatung eingerichtet. Beraten werden alle Frauen und Mädchen in Oberösterreich ab 14 Jahren sowie auch Familienangehörige oder Freundinnen, die sich Sorgen um jemanden machen. 
Ein Team von psychosozialen Beraterinnen und Juristinnen steht zur Verfügung. Sie nehmen sich digital Zeit und hören zu. Die Onlineberatung erfolgt kostenlos, anonym und in einem webbasierten, datensicheren System. 2022 wurde diese Beratung weiter ausgebaut. Zahlreiche oberösterreichische Frauenberatungsstellen vernetzten sich und bieten seit April einen One Stop Shop der Frauen- und Mädchenberatung an. Die Themen reichen von einer Beratung zur Selbststärkung, zur Berufs- und Schwangerschaftsberatung, über Beratung zu juristischen und finanziellen Fragen bis hin zur Beratung von Gewalt betroffenen Frauen.
 

 

Bilder zum Download

Klaus Mühlbacher, Johannes Waidbacher, LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Inge Angerer, Sieglinde Latzelsberger, Elisabeth Wimmer, Barbara Prillhofer-Lutz und Gabriele Knauseder stehen nebeneinander vor einem Gebäude; gemeinsam halten sie eine Tafel mit einem Plan und einem Gebäude darauf in ihren Händen. Quelle: Land /Hintersteininger, Verwendung mit Quellenangabe (1,10 MB).

Bildtext: Klaus Mühlbacher, Johannes Waidbacher, LH-Stv.in Christine Haberlander, Inge Angerer, Sieglinde Latzelsberger, Elisabeth Wimmer, Barbara Prillhofer-Lutz, Gabriele Knauseder