Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer: Neue Betreuungseinrichtung für hochbelastete Familien mit Kleinkindern eröffnet

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 1.9.2021)

Die am 1. September eröffnete Einrichtung „Schatzkiste“ des Diakonie Zentrums Spattstraße betreut psychosozial belastete Eltern und deren Kleinkinder. An fünf Tagen in der Woche werden Erziehungskompetenzen gefördert, Betreuung angeboten und eine sichere Bindung zum Kind aufgebaut.

Forschungen zeigen, dass die sichere Bindung in ihren ersten drei Lebensjahren, eine der wichtigsten Grundlagen für eine gesunde Entwicklung von Kindern ist. Aus diesem Grund benötigen psychosozial belastete Eltern von Beginn an eine intensive Unterstützung beim Verbindungsaufbau zu ihrem Baby. Die Abteilung für Soziales des Landes Oberösterreich fördert zu diesem Zweck die Einrichtung „Schatzkiste“ mit rund 37.000 Euro.

„Ein guter Start ins Leben ist für alle weiteren Entwicklungsschritte enorm wichtig und entscheidet über die Zukunftschancen von Kindern. Gerade unerfahrene Eltern, die mit eigenen Belastungen zu kämpfen haben, fühlen sich schnell überfordert und alleine gelassen. Umso wichtiger ist es, ihnen in der frühen Eltern-Kind-Beziehung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Schatzkiste ist ein neues, innovatives Angebot für Eltern und fördert die Chancen der Kinder für ein Aufwachsen in körperlicher und seelischer Gesundheit“, sagt Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer. 

Im Rahmen einer Tagesstruktur wird den Familien eine verlässliche Bezugsperson zur Seite gestellt. Die Eltern oder Elternteile werden entlastet und lernen gleichzeitig elterliche Fähigkeiten aufzubauen. Durch die Begleitung soll erreicht werden, dass die Eltern von Anfang an feinfühlig auf das Kind eingehen können und dies zunehmend ohne Anleitung schaffen. Zudem werden die Kinder in ihrer Entwicklung gefördert, wodurch die Gefahr von langfristigen psychischen Folgeschäden verringert wird.

Zur Zielgruppe der Einrichtung zählen unter anderem Mütter mit psychiatrischer Diagnose oder postpartaler Depression, Eltern mit Suchterkrankungen oder Beeinträchtigungen und Lernbehinderungen, sowie sehr junge Eltern, beziehungsweise Eltern ohne ausreichend vorhandener emotionaler Reife.