Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer: Warnung vor Online-Tierhändlern

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 20.8.2021)

Obwohl Tierschutz-Expert/innen eindringlich davor warnen, lassen sich immer wieder Menschen von Hunde- oder Katzenfotos im Internet zu unüberlegten Online-Käufen hinreißen. Meist handelt es sich dabei um Tiere, die aus schlechten Haltungs- und Sozialisierungsbedingungen stammen und in vielen Fällen schwere gesundheitliche oder Verhaltensprobleme aufweisen. Auch Internet-Betrüger haben den Tierhandel im Netz längst entdeckt – sie bieten Tiere, die gar nicht existieren an, und fordern von Interessenten Vorabzahlungen. Erst kürzlich ist eine Frau aus dem Bezirk Braunau auf diese Masche hereingefallen - mehr als 2.000 Euro hat sie an Betrüger im Ausland überwiesen.

„Wenn man sich ein Haustier anschaffen möchte, sollte man sich in jedem Fall gut über die Herkunft informieren. In unseren Tierheimen warten derzeit sehr viele Tiere auf einen guten Platz. Hier kann man bei Besuchen die Tiere kennenlernen und sehen, wie sie sich verhalten. Für Fragen stehen die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne zur Verfügung“, appelliert Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

„Ein Tier aufzunehmen, heißt eine tierlebenslange Verantwortung zu übernehmen. Viele dieser unüberlegt gekauften Tiere werden wieder abgegeben und landen letztendlich in Tierheimen. Bei der Anschaffung eines Tieres gilt es immer einige Regeln zu beachten: So sollte erst nach reiflicher Überlegung ein Tier aufgenommen werden, niemals unter Zeitdruck. Die Haltungsbedingungen beim Verkäufer/Züchter bzw. die Elterntiere sollte man besichtigen dürfen. Seriöse und bemühte Anbieterinnen und Anbieter werden Fragen rund um die Tiere geduldig und ausreichend beantworten“, zählt Cornelia Rouha-Mülleder, Tierschutzombudsfrau des Landes , beispielhalft auf. 

Auf keinen Fall sollte man sich durch Fotos im Internet zu Anschaffungen hinreißen lassen – von Käufen von Hunden, die aus dem Kofferraum heraus, auf Parkplätzen zum Kauf angeboten werden, wird ebenfalls dringend abgeraten. Auch ein Kauf dieser Tiere aus Mitleid macht wenig Sinn, denn für jedes „gerettete“ Tier werden sofort weitere für den Verkauf nachgezüchtet.

 

Bilder zum Download

Landesrätin Birgit Gerstorfer und Cornelia Rouha-Mülleder im Foyer des OÖ. Presseclubs mit einer Dogge und einem jungen Rottweiler Quelle: Land /Lisa Schaffner, Verwendung mit Quellenangabe (1,32 MB).

Bildtext: Tierschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Tierschutzombudsfrau Cornelia Rouha-Mülleder mit zwei Tierheim-Hunden