LR Kaineder: EU-Verordnung: keine Klimaschutzgelder für Atomkraft – Schlüsselentscheidung gegen die Lobby einer todbringenden Technologie

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 22.4.2021)

„Von der Atomlobby wird immer wieder versucht, Atomkraft als Option für eine klimafreundliche Energieversorgung darzustellen. Nein! Atomkraft ist kein Klimaretter, neue Investitionen in die Atomkraft sind ein schwerer Schaden für den Klimaschutz, denn sie ist zu teuer, zu langsam und zu gefährlich“, so Klimalandesrat Stefan Kaineder, der erleichtert ist, dass es weder Atomkraft noch Erdgas in den am Mittwoch veröffentlichten Rechtsakt zur Taxonomie-Verordnung der Europäischen Kommission geschafft haben. Der grüne Deckmantel wurde der Atomenergie also vorläufig verwehrt und sie gilt aktuell nicht als klimaschonende Energieform. Ohne AKW-Förderungen in Milliardenhöhe würde kein Land mehr auf Atomenergie setzen. Damit ist klar, dass die Atomindustrie nicht an die Fördertöpfe des Europäischen Green Deal kommt. In der gestern veröffentlichten EU-Taxonomie-Verordnung sind jene Energieformen definiert, die zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung beitragen. 

„Vor allem unsere Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat an vorderster Front dafür gekämpft, dass Atomkraft beim Klimaschutz in Europa keine Rolle spielen darf. Gerade rund um den Gedenktag zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl müssen wir uns gegen jegliche Verharmlosung der Gefahren der Atomkraft und gegen die Lobby dieser totbringenden Energiegewinnungsform stemmen“, so Klimalandesrat Stefan Kaineder, der sich mit Ministerin Gewessler für eine gemeinsame europäische Energiewende ohne Atomkraft auf allen Ebenen einsetzt.

 

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Klima-Landesrat Stefan Kaineder steht vor dem Atomkraftwerk Temelin in Tschechien Quelle: Land , Verwendung mit Quellenangabe (2,61 MB).

Bildtext: Klima-Landesrat Stefan Kaineder vor dem Atomkraftwerk Temelin in Tschechien