LR Steinkellner: Inbetriebnahme der neuen, ampelgeregelten Bum-Kreuzung

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 19.11.2020)

Kreuzung B1 Wiener Straße / L509 Frankenburger Straße wurde verkehrssicher umgestaltet. Sicheres und effizientes Ampelsystem soll Unfallzahlen reduzieren. 

„Mit der Neugestaltung der unfallträchtigen Bum-Kreuzung wird ein klares Ziel verfolgt. Nämlich die Stärkung der Verkehrssicherheit für die heimischen Verkehrsteilnehmer und eine deutliche Reduktion der Unfallzahlen“, fasst Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner zusammen. 

Die B1 Wiener Straße ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen in Oberösterreich. Die sogenannte Bum-Kreuzung in Vöcklamarkt war in der Vergangenheit ein äußerst konfliktträchtiger Knotenpunkt. Auf Grund der Komplexität der Kreuzung (4-armige Kreuzung mit Betriebsein- und -ausfahrten) und dem hohen Verkehrsaufkommen sind in der Vergangenheit zahlreichen Unfälle mit Sachschaden aufgetreten. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, als auch die Leistungsfähigkeit maßgeblich zu steigern, wurde seitens der Landesstraßenverwaltung der rund 1,0 Mio. Euro teure Umbau der Kreuzung in Angriff genommen. 


Grünes Licht für Vöcklamarkt
Nach intensiven Gesprächen mit der Marktgemeinde Vöcklamarkt als auch den betroffenen Grundeigentümern, erfolgte im März 2020 der offizielle Baubeginn. Da die Bauarbeiten unter Aufrechterhaltung des Verkehrs abgewickelt werden mussten, wurde den Verkehrsteilnehmer/innen mitunter einiges an Geduld und Disziplin abverlangt. „Ich möchte mich an dieser Stelle für das Verständnis der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bedanken. Mit den neuen Anlageverhältnissen bietet sich für die Zukunft eine effiziente und vor allem sichere Fahrt“, so Steinkellner. 

Trotz der erschwerten Bedingungen durch den Corona-Lockdown im ersten Halbjahr 2020 und dem damit einhergehenden Stopp der Bauarbeiten, konnten die Umbauarbeiten nach rund acht Monaten Bauzeit zeitgerecht fertig gestellt werden.  Am 20. November 2020 um 10:00 Uhr wird die Verkehrslichtsignalanlage nun in den Vollbetrieb gehen. 


Viele Teile ergeben ein Ganzes
Gestartet wurde mit den wasserbaulichen Maßnahmen wie zB der Verlängerung des Mösenthalerbach-Durchlasses sowie den Rückhaltebecken im Bereich des Straßenmeisterei-Stützpunktes. 


Um sowohl die B1 Wiener Straße als auch die L509 Frankenburger Straße auf das Herzstück – die Ampelanlage – vorzubereiten, mussten bestehende Abbiegestreifen verlängert, Kurvenradien adaptiert sowie ein Rechtsabbiegestreifen von der B1 Wiener Straße in die L509 errichtet werden. Durch diesen Umbau der Kreuzung wird die bestehende Rampe der L509 (Fahrtrichtung Vöcklamarkt) entbehrlich. Diese wird noch im heurigen Jahr als Landesstraße aufgelassen. Ergänzt wird der Kreuzungsumbau zusätzlich noch mit neuen 2,0 m breiten Gehwegen für die Fußgänger. 

Die Umbauarbeiten an der Kreuzung wurden hauptsächlich mit landeseigenem Personal der Straßenmeisterei als auch der Brückenmeisterei durchgeführt.

Fremdvergeben wurden die Leistungen für die Verkehrslichtsignalanlage (Fa. GESIG Gesellschaft für Signalanlagen GmbH), die Beleuchtungsanlage (Fa. Schneeberger GmbH) sowie die Asphaltierungsarbeiten (Fa. Strabag AG).


Mehr als nur rot, gelb, grün …
Ziel der Landesstraßenverwaltung war es, mit dem Kreuzungsumbau eine zukunftsträchtige Knotenlösung umzusetzen. Im Zuge der durchgeführten Variantenuntersuchung hat sich die ampelgeregelte Kreuzung als die beste und leistungsfähigste Lösung herauskristallisiert. 
                                                              
Der große Vorteil einer ampelgeregelten Kreuzung gegenüber zB einem Kreisverkehr besteht darin, dass auf das vorhandene Verkehrsaufkommen besser und individueller reagiert werden kann. Durch die vollverkehrsabhängige Steuerung der Signalphasen können etwa Hauptverkehrsströme bevorzugt und unter anderem mit längeren Grünphasen bedient werden. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit der Kreuzung maßgeblich gesteigert. Bei einem Kreisverkehr ist eine Verkehrsbeeinflussung prinzipiell nicht möglich. Jeder Kreisverkehrsast wird von der Vorrangsituation gleich behandelt. Ein weiterer positiver Aspekt der Ampelkreuzung ist die erhebliche Steigerung der Verkehrssicherheit. Ob nun für den motorisierten Verkehr (eigene gesicherte Abbiegeströme) oder für die Fußgänger und Radfahrer (Schutzwegmarkierung und Fußgängerampel). 

„Mit diesen umfangreichen und ergebnisorientierten Arbeiten ergeben sich für alle Verkehrsteilnehmer/innen deutliche Verbesserungen. Diese sollen dazu führen, dass es an der Bum-Kreuzung zukünftig der Bumm-Effekt deutlich abnimmt“, so Steinkellner abschließend.


Daten und Fakten:

Gemeinde:                                 Vöcklamarkt
Bezirk:                                       Vöcklabruck
Bauloslänge:                               B1-Ausbau: ca. 240 m
                                                  L509-Ausbau: ca. 120 m
Verkehrsaufkommen:                   B1  ca. 8.000 Kfz/24h, 
                                                  L509  ca. 9.000 Kfz/24h 
Gesamtkosten:                             ca. 1,0 Mio.

 

Bilder zum Download

Verwendung nur mit Quellenangabe

Drohnenaufnahme der Bum-Kreuzung in Vöcklamarkt, Einmündung einer Straße in eine andere, mit Zebrastreifen und Ampelregelung, rundherum Gebäude. Quelle: Land /Drohnenbilder Direktion Straßenbau und Verkehr, Verwendung mit Quellenangabe (3,55 MB).

Bildtext: Eindrücke der Baumaßnahmen rund um die neue gestaltete Bum-Kreuzung.

Drohnenaufnahme der Bum-Kreuzung in Vöcklamarkt, Einmündung einer Straße in eine andere, mit Zebrastreifen und Ampelregelung, rundherum Gebäude. Quelle: Land /Drohnenbilder Direktion Straßenbau und Verkehr, Verwendung mit Quellenangabe (3,56 MB).

Bildtext: Eindrücke der Baumaßnahmen rund um die neue gestaltete Bum-Kreuzung.