LR Steinkellner: Schutz durch Kontrolle

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 25.08.2020)

 

Heuer sind auf oö. Straßen bereits zwölf Motorradfahrerinnen / Motorradfahrer tödlich verunglückt. Etwa jedes vierte Todesopfer ist somit eine Motorradfahrerin oder ein Motorradfahrer.

Die meisten Motorradunfälle sind auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen.

 

„Das Motorrad ist der Inbegriff der Freiheit schlechthin. Damit jeder diese Freiheit genießen kann, bedarf es allerdings der Einhaltung der gültigen Verkehrsregeln. Diese sind die Grundlage eines sicheren Verkehrs“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

 

Obwohl das Verkehrsaufkommen auf den Oberösterreichischen Straßen in diesem Jahr phasenweise unterdurchschnittlich war, sind laut aktuellen Statistiken heuer bereits zwölf Motorradfahrer/innen tödlich verunglückt. Somit ist beinahe jeder dritte Verkehrstote ein Motorradfahrer bzw. eine Motorradfahrerin. Um gefährliche Unfälle zu vermeiden, wird in Absprache mit der Polizei die Kontrolldichte in Bezug auf Geschwindigkeitsüberwachungen an stark frequentierten Motorradstrecken erhöht. Auf den üblichen Motorradstrecken (z.B. Weißenbachtal, Grein, Dimbach, Donautal usw.) werden Schwerpunkte im Bereich der Geschwindigkeits- und Lärmüberwachung gesetzt. Dabei kommt auch modernste Technik zum Einsatz, weiß der Leiter der Landesverkehrsabteilung (LVA) , Oberst Klaus Scherleitner: „Mit dem neuen ESO-System können wir auch bei hohem Verkehrsaufkommen in Echtzeit messen. Dies funktioniert mit hoher Präzision besonders unter schwierigen örtlichen Verhältnissen, etwa in Kurven und über mehrere Fahrbahnspuren hinweg.“

 

Vorteile dieses Systems sind neben der exakten und modernen Messtechnik auch die flexible Verwendung durch den raschen Auf- und Abbau. Ebenfalls lässt die universelle Einsatzbarkeit auch Messungen im Kurvenbereich zu. Insbesondere für die Geschwindigkeitsüberwachungen auf kurvigen Motorradstrecken bietet diese moderne Messmethode eine Möglichkeit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

 

Bei den bisher im Einsatz befindlichen, mobilen Messsystemen auf Radar- oder Laserbasis stößt deren Einsetzbarkeit oft aufgrund der eichamtlichen Verwendungsbestimmungen, aber auch aufgrund von deren Abmessungen an die technischen Grenzen. Das neue Messinstrument wurde von den Bundesländern Wien und Kärnten bereits probeweise getestet und von allen beteiligten Beamten in den höchsten Tönen gelobt.

 

„Wer mit unsinnigen Raseraktionen nicht nur die eigene, sondern auch die Gefährdung aller weiteren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in Kauf nimmt, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Wir werden weiterhin den Schwerpunkt auf Kontrollmaßnahmen setzten, um ein überbordendes Raserverhalten mit neuester Technologie zu unterbinden“, so Steinkellner abschließend.