LR Steinkellner zum aktuellen Verkehrsmonitoring

Landeskorrespondenz

Verkehrsaufkommen bald wieder auf altem Niveau. Nutzung des ÖV als einzige Alternative, um lange Verkehrsstaus zu vermeiden

 

(Presseaussendung vom 15.5.2020)

Seit Beginn der Corona-Maßnahmen haben die zuständigen Landesabteilungen die verkehrlichen Auswirkungen betrachtet. Im Rahmen dieses Monitorings zeigte sich, dass zu Beginn der Einschränkungen der Kfz-Verkehr um durchschnittlich rund 40-50 % abnahm. Am Wochenende verringerte sich das Kfz-Verkehrsaufkommen sogar um 60-70 %. Die nachfolgenden Wochen zeigten eine sukzessive Zunahme. So waren Ende April rund 30 % weniger Kraftfahrzeuge, verglichen mit der Zeit vor Corona, unterwegs. Besonders die Straßenquerschnitte der Linzer Einfahrtsstraßen zeigen konstante Zunahmen. Hier ist das Verkehrsaufkommen aktuell um bis zu 10 % geringer. Auf beispielsweise dem Abschnitt der B 127 Puchenau sind die durchschnittlichen Tagesverkehrsstärken aktuell annähernd gleich hoch, wie vor dem Shutdown.

 

„Mobilität ist ein Synonym für Bewegung. Demnach ist es einerseits natürlich erfreulich, dass man sich Schritt für Schritt aus der aktuell einschränkenden Corona-Situation versucht zu lösen und die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher wieder zu ihren Arbeitsstätten fahren. Auf der anderen Seite verstärkt eine massive Verlagerung auf den motorisierten Individualverkehr die Verkehrsprobleme. Hektik, Wartezeiten, Staubildungen können nur durch eine Verteilung der Verkehrsströme auf öffentlichen Verkehr und Individualverkehr gelöst werden“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

 

Wie sich die Verkehrssituation entwickeln wird, wenn in Kürze Gasthäuser, Bars und Schulen wieder geöffnet werden, wird sich anhand der Auswertungen der oö. Dauerzählstellen belegen lassen. Aufgrund der Omnipräsenz des Corona-Virus ist allerdings davon auszugehen, dass in den meisten Fällen die eigenen Fahrzeuge genutzt werden. „Das Bewusstsein, dass mit jedem ÖV-Kunden die Straßeninfrastruktur entlastet wird, ist aktuell durch Corona-Infektionsängste getrübt. Für das Leben nach Corona gilt es, alle Kräfte für eine Bewusstseinsbildung und den Ausbau der ÖV-Systeme zu aktivieren, denn der ÖV ist die wichtigste Mobilitätssäule, um Verkehrsprobleme zu dezimieren“, so Steinkellner der hinzufügt: “Wer keinesfalls auf das Auto verzichten will, kann mit der Bildung von Fahrgemeinschaften dazu beitragen, die prognostizierten Verkehrsstaus zu entschärfen“.