Stelzer, Steinkellner, Luger, Hein: Außerordentliche Lösung für nicht nutzbare Semesterkarten

Landeskorrespondenz

OÖVV verlängert Gültigkeit der Semesterkarten bis Ende Februar 2021

 

(Presseaussendung vom 16.4.2020)

Aufgrund der Corona-Krise wurden die Hochschulen in Österreich nur wenige Tage nach Beginn des Sommersemesters geschlossen. Zusätzlich sind Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Die Maßnahmenpakete haben die Mobilität der Studierenden somit stark eingeschränkt. Bis vor kurzem war ungewiss, wie der Universitätsbetrieb im Sommersemester 2020 aussehen wird. Aus diesem Grund hat der OÖVV mit Maßnahmen noch zugewartet und die Studierenden um Geduld gebeten. Vor wenigen Tagen hat die österreichische Bundesregierung jedoch bekannt gegeben, dass im Sommersemester 2020 kein regulärer Lehrbetrieb an den Hochschulen mehr stattfinden wird. Das Semester soll „neutral“ gestellt werden. 

 

Studierende, die für das Sommersemester bereits eine OÖVV Semesterkarte erworben haben, werden diese somit auch bis zum ursprünglichen Sommersemesterende kaum bis überhaupt nicht nutzen können. Viele Studierende haben sich daher an das OÖVV Kundencenter gewandt und sich über die Möglichkeit einer Stornierung erkundigt. Grundsätzlich sehen die Geschäftsbedingungen des OÖVV bei Semesterkarten wegen der hohen Förderung der Gebietskörperschaften keine Stornierung vor. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation hat der Verkehrsverbund in sehr enger Abstimmung mit dem Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner und den LINZ AG LINIEN jetzt eine Lösung festgelegt, um den Studentinnen und Studenten bestmöglich, rasch und unkompliziert entgegenzukommen:

 

  • Die Gültigkeit aller OÖVV Semesterkarten für das Sommersemester 2020 wird auf das Wintersemester 2020/21 bis einschließlich Februar 2021 ohne zusätzliche Kosten ausgeweitet. Die Studierenden können ihre aktuelle Semesterkarte also behalten und im Wintersemester nutzen. 

 

  • Sollten Studierende dieses Angebot nicht nutzen können, weil sie zum Beispiel ihr Studium schon abgeschlossen haben, und somit im Wintersemester 2020/21 keine OÖVV Semesterkarte mehr benötigen, wird ihnen das gesamte Fahrgeld rückerstattet. Die Rückerstattung der Kosten kann über ein Online-Formular auf der Homepage des Verkehrsverbundes beantragt werden. 

 

  • Studierende, deren Wohn- oder Studienort sich ändert, können eine Neuausstellung ihrer Semesterkarte beantragen. Der bereits bezahlte Betrag wird dabei natürlich berücksichtigt und entsprechend gegengerechnet. 

 

  • Studentinnen und Studenten mit einem gültigen MEGA-Ticket Studierende der LINZ AG LINIEN erhalten ab Anfang Mai nähere Informationen auf der Website  www.linzag.at 

 
 

Landeshauptmann Thomas Stelzer begrüßt die rasche und unbürokratische Lösung des OÖVV: „Gerade für Studentinnen und Studenten ist die finanzielle Situation im Alltag nicht immer leicht. Ich bin daher froh, dass sie beim Semesterticket nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben. Das ist eine Vorgehensweise mit Hausverstand.“

 

„Nachdem sich klar abgezeichnet hat, dass die Studentinnen und Studenten ihre Semesterkarte im Sommersemester überhaupt nicht nutzen können, haben wir rasch eine Vorgehensweise beschlossen, bei der keiner der Studierenden einen Nachteil hat. Diejenigen, die im nächsten Semester noch studieren, können ihre Semesterkarte ohne Aufwand und Kosten bis Ende Februar 2021 weiter nutzen. Alle, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen können, erhalten die gesamten Kosten für ihre nicht nutzbare Semesterkarte rückerstattet“, beschreibt Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner die Lösung.

 

Bürgermeister und Linz AG-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger: „Ich bedanke mich bei Landesrat Steinkellner für die rasche Reaktion. Ein Alleingang der LINZ AG LINIEN wäre nicht sinnvoll und möglich gewesen. Der Schulterschluss der Verkehrsunternehmen ermöglicht nun eine oberösterreichweit einheitliche Vorgehensweise im Interesse der Studierenden.“

 

„Eine Gesamtlösung für ganz Oberösterreich ist in diesem Zusammenhang sicherlich sehr sinnvoll. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Linz AG Linien befürworte ich dieses Vorgehen und darf Landesrat Günther Steinkellner meinen Dank für sein entschlossenes Handeln aussprechen“, erklärt Vizebürgermeister Markus Hein.

 

„Wir befinden uns in einer für uns alle außergewöhnlichen und schwierigen Situation. Wir haben uns daher in Abstimmung mit Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner und den LINZ AG LINIEN dazu entschieden, den Studierenden rasch und unbürokratisch zu helfen“, teilt Herbert Kubasta, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Gesellschaft, mit.