LR Steinkellner: Zum Gedenken an die tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer/innen zu Allerheiligen

Landeskorrespondenz

Verstärkte Maßnahmen gegen zu hohes Tempo und Handy am Steuer nötig

 

(Presseaussendung vom 31.10.2019)

Bereits 79 Menschen kamen heuer alleine in Oberösterreich bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das sind drei tödliche Unfälle mehr als zum Vergleichszeitpunkt im vergangenen Jahr.

 

Unfallursachen bleiben konstant

Was sich nicht geändert hat und konstant bleibt, sind die Hauptunfallursachen. „Nach wie vor ist die Ablenkung, gefolgt von zu hoher Geschwindigkeit für beinahe jeden zweiten tödlichen Unfall in Oberösterreich verantwortlich“, zieht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner eine traurige Bilanz.

 

Neue Technologien bedeuten neue Chancen, doch mitunter auch neue Risikopotentiale. In den vergangenen Jahren hat sich als Unfallursache Nummer 1 die Ablenkung am Steuer etabliert. In Oberösterreich sind 30 Prozent der tödlichen Unfälle auf Ablenkung zurückzuführen. „Wenn man sich verdeutlicht, dass auf Österreichs Straßen rund 5 Millionen Kilometer jährlich im Blindflug zurückgelegt werden, müssen Konsequenzen gezogen werden“, warnt Steinkellner. Zur Verdeutlichung entspricht die genannte Distanz etwa 13 Mal der Strecke Erde – Mond.

 

Alleine rund 8.400 Textnachrichten werden pro Stunde aus den österreichischen Autos verschickt. Bei der Annahme einer dadurch einhergehenden, fünf-sekündigen Ablenkung, und einer 50 km/h Fahrtgeschwindigkeit wird in Österreich pro Stunde eine Blindfahrt von etwa 580 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht in etwa der Strecke Linz – Berlin.

 

Von der kommenden Bundesregierung sind im Verkehrssicherheitsbereich verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit am Steuer zu setzen. Dass zu hohes Tempo ein Problem in Österreich darstellt, zeigt eine weitere Bilanz. So wurden im Vorjahr 5,3 Millionen Übertretungen von Tempolimits geahndet. „Besonders aber der Gebrauch von Mobiltelefonen während der Fahrt sollte im Vormerksystem verankert werden“, findet LR Günther Steinkellner. Mit der erst kürzlich verabschiedeten Infrastrukturoffensive werden insbesondere in den ländlichen Regionen auch die Bahnverbindungen modernisiert, was langfristig ebenfalls zur Unfallprävention beitragen soll.

 

„Jahr für Jahr vor Allerheiligen stellt der Autofahrerclub ARBÖ an jenen neuralgischen Stellen weiße Kreuze auf, an denen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind. Diese Kreuze sollen allen Verkehrsteilnehmer/innen in Erinnerung rufen, dass sich auf den Straßen jahrjährlich schlimme Schicksalsschläge ereignen. Die Kreuze dienen also sowohl zum Gedenken als auch zur Mahnung“, so Steinkellner abschließend.

 

Die aktuellen oberösterreichischen Unfallhäufungsstellen sind im aktuellen Unfallstatistikbericht des Landes unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at/33835.htm einsehbar.

 

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