Präventions- und Schutzkonzept für Sport in : Expertengremium legt bereits Eckpfeiler des Konzepts vor

Landeskorrespondenz

Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner: Erster Zwischenbericht liegt Mitte dieser Woche vor - Prävention und Intervention als zentrale Eckpunkte

 

(Presseaussendung vom 1.7.2019)

Bereits früher als vereinbart hat das Expert/innen-Gremium die Eckpfeiler für das „Präventions- und Schutzkonzept für den Sport in Oberösterreich“ fertig. Vorsitzende Katja Dienstl, MA, wird am Mittwoch einen ersten Zwischenbericht und Vorschlag Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner präsentieren, der das Expert/innen-Gremium eingesetzt und mit der Erstellung dieses Konzeptes beauftragt hat. „Das Expert/innen-Gremium unter Federführung von ‚100 % Sport‘ hat in mehr als 10 Arbeitssitzungen in unterschiedlichen Gruppen bis jetzt bereits sehr intensiv gearbeitet. Ich bin überzeugt, dass wir wie angekündigt im September ein umfassendes, nachhaltiges Präventions- und Schutzkonzept präsentieren können“, kündigt Landesrat Achleitner an.

 

„Wir haben von Anfang an klargestellt, dass im Sportland Oberösterreich für sexuelle Belästigung oder Missbrauch Null Toleranz gilt, sondern es bei Vorwürfen oder Verdachtsfällen völlige Transparenz und umfassende Aufklärung gibt. Diese klare Linie ist sowohl für Betroffene wichtig als auch für die vielen Ehrenamtlichen im Sport, die die Struktur des Sportlandes tragen und sich Pauschalverdächtigungen nicht verdient haben“, unterstreicht Sport-Landesrat Achleitner. „Als weiteren Schritt habe ich ein Expert/innen-Gremium mit der Erarbeitung eines nachhaltigen Konzeptes beauftragt. um Missbrauchsfälle im Sport in Oberösterreich künftig möglichst zu verhindern“, erklärt LR Achleitner.

 

In den nächsten Wochen wird das Konzept finalisiert, es wird dabei auch weitere Gespräche mit Betroffenen, zu denen auch bereits Kontakt besteht und die mitwirken wollen, geben. „Im September soll dann das Konzept präsentiert werden und die Realisierung starten“, so LR Achleitner.

 

Im vergangenen März hat Landesrat Achleitner ein Expert/innen-Gremium unter der Federführung von ‚100 % Sport‘ mit der Erarbeitung eines Präventions- und Schutzkonzeptes beauftragt. Am 10. April wurde das Expert/innen-Gremium auch öffentlich in einer Pressekonferenz vorgestellt. Als Vorsitzende leitet Katja Dienstl, MA, Expertin von ‚100 % Sport‘ und ‚Verein Pia‘, das Gremium, dem zahlreiche namhafte weitere Expert/innen und Institutionen angehören.

 

Seither wurden in großen und kleinen Arbeitsgruppen, Workshops und Gesprächsrunden die Eckpfeiler für das „Präventions- und Schutzkonzept für den Sport in Oberösterreich“, das auf Prävention und Intervention aufbaut, ausgearbeitet. Einige wesentliche Säulen des Konzeptes: Aufmerksamkeitskultur entwickeln, Prüfung der Eignung und Qualifizierung von Trainer/innen und Mitarbeiter/innen, Bestärken von Kindern und Jugendlichen sowie Interventions-Leitfaden zum Umgang mit Verdachts- und Anlassfällen in Oberösterreich.

 

Vereinbart ist auch, dass es künftig eine eigene externe Hotline (Krisentelefon Pro Mente in ) rund um die Uhr geben und eine eigene Koordinationsstelle zur Umsetzung geben wird. Landesrat Markus Achleitner: „Die Maßnahmen des Präventions- und Schutzkonzepts werden letztlich auf allen Ebenen des Sports in Oberösterreich – vom einzelnen Verein bis zum Olympiazentrum – ihren Niederschlag finden. Das wird auch bei Förderungen unter den Bedingungen sein.“

 

Das „Präventions- und Schutzkonzept für den Sport in Oberösterreich“ wird Anfang Oktober auch bei der Landessportreferenten/innen-Konferenz in Niederösterreich präsentiert werden und soll/kann anderen Bundesländern und Einrichtungen als Vorbild dienen.