1 Jahr Landesrätin Birgit Gerstorfer

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 7.7.2017)

Mit heutigem Tag ist Birgit Gerstorfer ein Jahr im Amt als Landesrätin und für die Bereiche Soziales und Gemeinden zuständig. Mehrere Monate war sie auch für das Frauenressort verantwortlich und hat in dieser Zeit das frauenpolitische Programm für Oberösterreich auf den Weg gebracht. Ein wesentlicher Schwerpunkt im Sozialressort ist das Projekt 2021+, mit dem eine transparente Weiterentwicklung der sozialen Dienstleistungen in angegangen wurde.

 

Am 7. Juli 2016 wurde Birgit Gerstorfer zur neuen Sozial-Landesrätin angelobt. Anlass, erste Bilanz zu ziehen. Das oberösterreichische Sozialressort ist in vielen Sektoren seit Jahren mit steigenden Bedarfen konfrontiert. Damit verbunden sind auch höhere Anforderungen an das Sozialbudget. Birgit Gerstorfer hat aus diesem Grund ein Projekt aufgesetzt, welches unter Einbeziehung externer und interner Expert/innen, die hohe Qualität der sozialen Dienstleistungen in Oberösterreich langfristig auf ein stabiles Fundament stellen wird. „Für mich stehen die Menschen im Mittelpunkt meines Handelns. Mit dem Sozialprojekt 2021+ werden wir Vorreiter in Sachen Transparenz und Wirkungsorientierung. Damit will ich sicherstellen, dass mittelfristig alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die eine Leistung des Sozialressorts brauchen, ein entsprechendes Angebot erhalten können“, so Gerstorfer.

 

Ein besonderes Anliegen von Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer im ersten Jahr war es,  möglichst viele Sozialeinrichtungen zu besuchen und mit den Mitarbeiter/innen  ins Gespräch zu kommen. „Meine Kontakte in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen oder für die Betreuung und Pflege von alten Menschen haben mir gezeigt, wo der Schuh drückt. Deshalb ist mir das Thema „Arbeitsbedingungen“ besonders wichtig“, betont Gerstorfer.  

 

Frauenpolitisches Programm für Oberösterreich

Landesrätin Birgit Gerstorfer hat im Herbst 2016 mit dem Zukunftsforum Frauen.Leben.4.0 den Startschuss für ein frauenpolitisches Programm für Oberösterreich gegeben. „Bezüglich Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Lebens- und Arbeitsbereichen gibt es noch viel zu tun. Umso mehr freut es mich, dass mit dem frauenpolitischen Programm eine große Dynamik entstanden ist. Die vielen Beteiligten an Workshops, Fachtagungen und regionalen Veranstaltungen des Frauenressorts bestätigen den dringenden Bedarf, die Themen rund um Gehälter, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung und Karrieremöglichkeiten aktiv anzugehen“, betont Birgit Gerstorfer.

 

Herausforderung Altenbetreuung und Pflege

Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer geht davon aus, dass die Anzahl pflegebedürftiger Oberösterreicher/innen bis zum Jahr 2040 von derzeit 80.000 Personen auf rund 125.000 Personen anwachsen wird. Das Land verfügt über ausreichend Kapazitäten und eine sehr gute Qualität im Bereich der stationären Pflege und Betreuung. Dennoch sei es notwendig, den Wünschen der älteren Generation nach sehr individuellen Pflegedienstleistungen Rechnung zu tragen. Im Bereich der Personalsituation sieht Gerstorfer Handlungsbedarf: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten schon heute vielfach am Limit. Die Entlastung der Pflegekräfte ist daher ein wesentlicher Bestandteil meines Evaluierungsprojektes. Mein Ziel ist es, den Dokumentations- und Bürokratieaufwand zu reduzieren und die Mitarbeiter/innen für ihre eigentlichen Aufgaben freizuspielen.“

 

Zusätzliche Investitionen im Gemeinderessort

Durch das Kommunalinvestitionsgesetz wird Gemeinden die Möglichkeit gegeben, zusätzliche Bauinvestitionen für die Jahre 2017/2018 zu tätigen. Für Oberösterreich steht dafür ein maximaler Förderbetrag von rund 28 Millionen Euro zur Verfügung. Ein großer Teil dieser Investitionen kommt Klein- und Mittelbetrieben zugute. „Sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und sichern die Arbeitsplätze vor Ort. Investiert eine Gemeinde in ein neues Projekt, werden 25 Prozent der Investition gefördert. Jede Gemeinde kann mehrere Projekte einreichen“, betont Birgit Gerstorfer, die im Zuständigkeitsbereich ihrer Gemeinden darauf achten will, dass die Gelder des Bundes bestmöglich ausgeschöpft werden.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Gemeinde-Landesrätin ist die Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose über 50.  Es handelt sich um “Arbeitsplätze, die der Markt nicht hergibt” – etwa in Pflegeheimen, Schulsekretariaten oder Bauhöfen. „Die aktuellen Arbeitsmarktdaten unterstreichen das enorme Potential der Aktion 20.000. Insgesamt geht die Arbeitslosigkeit zwar zurück, jedoch nicht bei älteren Arbeitssuchenden. In einer solchen Situation hat die Politik dafür zu sorgen, dass der Aufschwung bei allen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern ankommt. Damit können wir den Betroffenen wieder den nötigen Selbstwert zurückgeben. Ziel ist es, die Anzahl an Langzeitarbeitslosen über 50 zu halbieren “, sagt Landesrätin Gerstorfer abschließend.