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LR Anschober: macht Fortschritte bei Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt, braucht aber mehr Unterstützung von der Bundesregierung

Landeskorrespondenz

Anschober fordert Integrationsoffensive für Asylwerber durch neues Regierungsprogramm

 

(Presseaussendung vom 28.1.2017)

Bereits 149 bewilligte Lehrstellen für Asylwerber/innen, massive Steigerung bei Jobs für Asylberechtigte, 93 Prozent der oö. Unternehmen würden Asylberechtigte beschäftigen, drei Viertel sind für eine möglichste frühe Integration am Arbeitsmarkt

 

"Laufend im Steigen ist die aufrechte Zahl an bewilligten Lehrstellen in Oberösterreich für junge Asylwerber/innen in Mangelberufen - aktuell sind es bereits 149 Stellen, 89 davon für Jugendliche aus Afghanistan. Auf die Bezirke verteilen sich die Lehrstellen, die ja nur für Mangelberufe erteilt werden dürfen, recht unterschiedlich: am erfolgreichsten sind die Bezirke Linz mit 21 und Rohrbach mit 19 Stellen", freut sich Integrations-Landesrat Rudi Anschober, dass damit sinnvolle Integration und Perspektiven für junge Menschen entstehen und fast die Hälfte der bundesweiten Lehrlingszahlen bei Asylwerber/innen erreicht.

 

Auch bei den Asylberechtigten in Jobs steigen die Zahlen massiv an - derzeit (Nov. 2016) sind bereits mehr als 2.000 Personen aus Afghanistan, Iran, Irak und Syrien in Beschäftigung, das sind 48 Prozent mehr als ein Jahr davor. Die größten Zuwächse hatten dabei Menschen aus Syrien mit Beschäftigung in Oberösterreich zu verzeichnen, sie konnten sich auf über 600 mehr als verdoppeln. Anschober: "Es ist davon auszugehen, dass davon die meisten, wenn auch nicht alle, Asyl- und Schutzberechtigte sind. Bundesweit liegen wir bei rund 11.600 Beschäftigten aus diesen Herkunftsländern. Beschäftigung ist für die Integration in jeder Hinsicht wichtig: sie schafft Selbstständigkeit, bietet die Möglichkeit Deutschkenntnisse weiter zu verbessern und lässt die Menschen in unserer Gesellschaft ankommen."

 

Das sehen auch die Oberösterreicher/innen so: Bei der aktuellen SORA-Befragung im Auftrag des oö. Integrationsressorts sprechen sich drei Viertel für eine schnellere Öffnung des Arbeitsmarktes für Flüchtlinge aus.

 

Anschober: „Für die Integration am Arbeitsmarkt braucht es mehrere Voraussetzungen: eine davon sind gute Deutschkenntnisse. Daher haben wir 2016 begonnen, Deutschkurse in ganz Oberösterreich auch bereits für Asylwerber/innen, also möglichst früh nach Einzug in ein Asylquartier, anzubieten.

 

Es braucht zweitens aber auch die Bereitschaft der Unternehmen. Und die ist in Oberösterreich sensationell groß - nach der aktuellen Erhebung von EY wollen 93 Prozent der Betriebe auch Asylberechtigte anstellen. Und auch die tägliche Erfahrung in Oberösterreich bestätigt diese ermutigenden Daten. Danke in diesem Zusammenhang an alle engagierten Unternehmen, aber auch an WKO und AMS, die eine tolle Arbeit machen, und an die Helfer/innen für ihre Vermittlungstätigkeit!

 

Drittens braucht es gute politische Rahmenbedingungen (wie sie etwa in Deutschland bereits vor vielen Monaten geschaffen wurden). Und da mangelt es in Österreich: die Forderungen der Oö. Landesregierung, die im September mehrheitlich beschlossen wurden, sind bis heute noch immer großteils nicht umgesetzt. Es fehlt nach wie vor die Arbeitsmarktöffnung in Mangelberufen ab dem 6. Aufenthaltsmonat, die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten für das AMS, die Gleichstellung mit Österreicher/innen bei der Lehrlingsfreifahrt und dem Jugendticket (um Arbeitsplatz, Ausbildung und Lehrplatz auch erreichen zu können), die Ermöglichung von Schnuppertagen und Praktika und v.a.m. Da braucht es ein umfassendes Paket Arbeitsmarktintegration als Ergebnis der aktuellen Regierungsverhandlungen!"

 

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