Oberösterreichischer Umweltkongress 2026

Verbunden. Mensch-Umwelt-Beziehungen in einer neuen Realität

Kongress

Termin: Dienstag, 29. September 2026, 09:00 bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Ursulinenhof, OK Platz 1, 4020 Linz; vor Ort (ganztägig) oder online via Livestream (von 9:00 bis 10:30 Uhr)

Preis: kein Teilnahmebeitrag

 

Inhalt

Mädchen sitzt mit Smartphone an einen Baum gelehnt, wo sie an einer Steckdose im Stamm den Akku auflädt.

Quelle: ChatGPT www.chatgpt.com - KI-generiert

Unsere Umwelt verändert sich sichtbar: in den Landschaften, im Klima und in den Lebensräumen, von denen wir alle abhängig sind. Gleichzeitig verändern neue Technologien, digitale Daten und globale Vernetzung die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, verstehen und gestalten. Der Umweltkongress „Verbunden“ lädt dazu ein, diese neuen Mensch-Umwelt-Beziehungen gemeinsam zu erkunden.

Der Kongress folgt dabei einer klaren Dramaturgie: von der vermessenen Umwelt über die geschützte Umwelt bis hin zur transformierten Umwelt. 

Am Beginn steht das genaue Hinsehen: Mithilfe von Messprogrammen, Umweltmonitoring und wissenschaftlichen Analysen wird sichtbar, wie sich unsere Umwelt verändert – und wie eng menschliches Handeln und ökologische Prozesse miteinander verflochten sind.

Darauf aufbauend rückt die Frage der Verantwortung in den Mittelpunkt: Boden, Wasser und natürliche Lebensräume stehen unter wachsendem Druck. Wie können wir diese Ressourcen so nutzen, dass ihre Regenerationsfähigkeit erhalten bleibt? Wie lassen sich Schutz, Nutzung und gesellschaftliche Entwicklung miteinander verbinden?

Der Blick richtet sich schließlich nach vorne: auf die transformierte Umwelt. Das 20-jährige Messprogramm am Dachstein-Gletscher zeigt eindrucksvoll, wie wissen schaftliche Beobachtungen zu Lernräumen für gesellschaftliche Transformation werden können. Was wir erkennen, verändert auch unser Handeln.

Der Kongress verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit Impulsen aus Verwaltung, Bildung, Kunst und Praxis. Im Sinne eines digitalen Humanismus geht es darum, Wissen,  technologische Möglichkeiten und ethische Verantwortung zusammenzuführen. So  entsteht ein Raum für Austausch, Orientierung und neue Ideen für zukunftsfähige Mensch-Umwelt-Beziehungen.

Weiterführende Informationen

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Gemeindemandatarinnen, -mandatare und und -bedienstete, Interessensvertretungen, Pädagoginnen und Pädagogen, Universitäten, NGOs und Vereine, Schulen, Jugendorganisationen, interessierte Personen

Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung Umweltschutz, Kärntnerstraße 10-12, 4021 Linz, Tel.: +43(0)732/7720-14501, E-Mail: umweltbildung.us.post@ooe.gv.at

Als Green Event freuen wir uns über eine klimafreundliche Anreise mit Öffis, mit dem Rad oder zu Fuß.

 

8:30 Uhr

Ankommen

9:00 Uhr

Begrüßung und Kongresseröffnung

Susanne Maieron, Leiterin der Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Susanne Maieron, Leiterin der Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Stefan Kaineder, Landesrat für Umwelt- und Klimaschutz

Stefan Kaineder, Landesrat für Umwelt- und Klimaschutz

9:15 Uhr

Vom Anthropozän zum Biozän? Neue Allianzen von Menschen, Technik und Natur 

Christian Schwägerl, mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist  
und Buchautor, Berlin

Christian Schwägerl
(Quelle: Tina Merkau)

Christian Schwägerl, mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist  
und Buchautor, Berlin

9:45 Uhr

Die vermessene Umwelt – Von Monitoringdaten zu wirksamer Transformation

Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin Umweltbundesamt, Wien

Hildegard Aichberger
(Quelle: Hildegard Aichberger)

Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin Umweltbundesamt, Wien

10:00 Uhr

Das Ende der Ewigkeit: Gletscher als Indikatoren des Klimawandels

Andrea Fischer, Glaziologin, stellvertretende Direktorin des Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Innsbruck

Andrea Fischer
(Quelle: Andrea Fischer)

Andrea Fischer, Glaziologin, stellvertretende Direktorin des Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Innsbruck

10:30 Uhr

Pause

11:00 Uhr

Perspektivenwechsel

Perspektiven aus Oberösterreich

mit Landesrat Stefan Kaineder

mit Landesrat Stefan Kaineder

Parliament of Senses – Was wir von Pilzen über Transformation im Anthropozän und Technozän lernen können

Jutta Strohmaier, Künstlerin und Kunstpädagogin, Leitung Kunst & Gestaltung/Lehramt und Co.Lab Mycelial Space, Kunstuniversität Linz

Jutta Strohmaier
(Quelle: Mark Sengstbratl)

Jutta Strohmaier, Künstlerin und Kunstpädagogin, Leitung Kunst & Gestaltung/Lehramt und Co.Lab Mycelial Space, Kunstuniversität Linz

Sarah Kolb, Kunsttheoretikerin und Kuratorin, Leitung Co.Lab Mycelial Space, Kunstuniversität Linz, und Viktoria – Raum für künstlerische Forschung und Social Design, Wien

Sarah Kolb
(Quelle: Kasia Baginski)

Sarah Kolb, Kunsttheoretikerin und Kuratorin, Leitung Co.Lab Mycelial Space, Kunstuniversität Linz, und Viktoria – Raum für künstlerische Forschung und Social Design, Wien

12:25 Uhr

Informationen zu den Sessions

12:30 Uhr

Mittagspause

13:30 bis 16:15 Uhr

Sessions

16:20 Uhr

Ernte – Ergebnis der Sessions – Ausblick

17:00 Uhr

Ende und Ausklang

Moderation

Christiane Weissenböck, Leiterin des Referates Umweltbildung, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung 

Christiane Weissenböck, Leiterin des Referates Umweltbildung, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung 

 

Schäden durch Hochwässer, Hitzewellen, veränderte Luftqualität und gestörte Stoffkreisläufe sind Antworten der Umwelt auf das Handeln der Menschen. Sie verdeutlichen, dass Mensch und Umwelt in einer wechselseitigen Beziehung stehen, in der jede Nutzung eine Reaktion auslöst. 

Digitale Modelle, Sensorik und Künstliche Intelligenz erweitern unsere Wahrnehmung von Umweltprozessen. Sie ermöglichen vorausschauendes Handeln und eröffnen neue Möglichkeiten des Umweltmonitorings, der Planung und Zukunftsgestaltung. Gezielte Renaturierung, vorsorgendes Ressourcen- und Risikomanagement sowie geschlossene Kreisläufe stärken die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt und erneuern die Verbindung zu unseren Lebensgrundlagen.

13:30 Uhr

Beginn

Impuls

Luft. einst und jetzt

Regina Pürmayr, Leiterin der Gruppe Luftgüte, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Regina Pürmayr, Leiterin der Gruppe Luftgüte, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Abfallströme sichtbar machen – Handlungsspielräume für die Kreislaufwirtschaft

Markus Altenhofer, Leiter der Gruppe Abfallwirtschaft und Bodenschutz, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Markus Altenhofer, Leiter der Gruppe Abfallwirtschaft und Bodenschutz, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Zukunftsfähige Gestaltung von Flussräumen

Wilhelm Somogyi und Nora Lasinger, Gewässerbezirk Linz beim Amt der Oö. Landesregierung

Wilhelm Somogyi und Nora Lasinger, Gewässerbezirk Linz beim Amt der Oö. Landesregierung

Die Perspektivengeber:innen

Von Monitoringdaten zu wirksamer Transformation

Fabian Kracmar, Referent der Bereichsleitungen Umweltbundesamt Wien

Fabian Kracmar, Referent der Bereichsleitungen Umweltbundesamt Wien

16:15 Uhr

Ende der Session

16:20 Uhr

Ergebnispräsentation im Plenum

Moderation

 Christoph Wurm, Firefly – der nachhaltige Unternehmensentwickler, Linz

 Christoph Wurm, Firefly – der nachhaltige Unternehmensentwickler, Linz

 

Die Qualität unserer Beziehung zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit endlichen Ressourcen wie Boden und Wasser. Bodenverbrauch, Versiegelung und Lichtverschmutzung verändern Lebensräume und beeinträchtigen ihre Regenerationsfähigkeit. Die Analyse bestehender Nutzungsmuster zeigt auf, wo im Sinne der langfristigen Sicherung von Ressourcen Schutzmaßnahmen zu treffen sind. 

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schutz, Nutzung und Regeneration gemeinsam gedacht werden können. Verantwortung bedeutet hier, Entscheidungen zu treffen, die ökologische Stabilität sichern und langfristige Lebensqualität für Mensch und Umwelt ermöglichen.

13:30 Uhr

Beginn

Impuls

Der Schatz unter unseren Füßen: Nutzung, Schutz und Regeneration des Bodens

Thomas Bauer, Gruppe Abfallwirtschaft und Bodenschutz, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Thomas Bauer, Gruppe Abfallwirtschaft und Bodenschutz, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Vom Regentropfen zum Brunnen: Grundwasser verstehen und schützen

Paul Kinner, Gruppe Trinkwasser und Abwasser, Abteilung Wasserwirtschaft beim Amt der Oö. Landesregierung

Paul Kinner, Gruppe Trinkwasser und Abwasser, Abteilung Wasserwirtschaft beim Amt der Oö. Landesregierung

Geben wir der Nacht IHR Licht zurück - Wie sorgsamer Umgang mit Licht Menschen und Umwelt entlastet

Armin Kaspar, Gruppe Strahlenschutz, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Armin Kaspar, Gruppe Strahlenschutz, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Die Perspektivengeber:innen

Die Vielfalt auf den Boden bringen

Wolfgang Palme, HBLFA Schönbrunn Gartenbau, Wien

Wolfgang Palme, HBLFA Schönbrunn Gartenbau, Wien

16:15 Uhr

Ende der Session

16:20 Uhr

Ergebnispräsentation im Plenum

Moderation

Maria Pfeifer, Head of Future Impact Creation, Ars Electronica Futurelab, Linz

Maria Pfeifer, Head of Future Impact Creation, Ars Electronica Futurelab, Linz

 

Seit 20 Jahren läuft das Dachstein-Gletschermessprogramm, in dem der Gletscherrückgang und Umweltveränderungen sichtbar und nachvollziehbar dokumentiert werden. Was als wissenschaftliche Beobachtung begann, wird zum Lern- und Bildungsraum, in dem das Erkennen die Grundlage für nachhaltige Transformation, Bewusstseinsbildung und global verantwortliches Handeln schafft. 

Dabei wird auch die ethische Dimension der neuen digitalen Realitäten mitgedacht. Ziel ist es, Wissen in Verantwortung zu überführen und bewusstes Handeln für die Gesellschaft von heute und morgen zu fördern.

13:30 Uhr

Beginn

Impuls

Gletscher als Gradmesser: 20 Jahre Dachstein-Messprogramm

Klaus Reingruber, Meteorologe, Blue Sky Wetteranalysen

Klaus Reingruber, Meteorologe, Blue Sky Wetteranalysen

Digitale Werte, humane Zukunft: Ethik und Mensch-Umwelt-Beziehungen im Zeitalter der Technologien

Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter Ars Electronica, Linz

Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter Ars Electronica, Linz

Die Perspektivengeber:innen

Praxisbericht: Schilift als Zeuge des Klimawandels

Christoph Göbl, Klimapädagoge, Melk

Christoph Göbl, Klimapädagoge, Melk

Vom Denken zum Fühlen: Durch mehr Verbundenheit zum nachhaltigen Wandel 

Naomi Ryland, Author, Social Entrepreneur, Berlin

Naomi Ryland, Author, Social Entrepreneur, Berlin

16:15 Uhr

Ende der Session

16:20 Uhr

Ergebnispräsentation im Plenum

Moderation

Christiane Weissenböck, Leiterin des Referates Umweltbildung, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

Christiane Weissenböck, Leiterin des Referates Umweltbildung, Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung

 

Pilz Mycel

Quelle: Mark Sengstbratl

Was verändert sich, wenn wir die Welt nicht nur denken, sondern mit allen Sinnen erfahren? In diesem experimentellen Workshop erkunden die Teilnehmenden als Teil eines lebendigen Ökosystems – etwa als Myzel, Baum oder Boden – neue Formen von Wahrnehmung und Beziehung.

Durch Bewegung, Begegnung und wechselnde Perspektiven wird spürbar: Wir sind Teil eines Geflechts wechselseitiger Abhängigkeiten. Was können wir gerade von Pilzen über Verbundenheit und Transformation im Anthropozän und Technozän lernen?

Anmeldung

Anmeldeschluss: 15. September 2026

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