Verursachte das Coronavirus in Oberösterreich eine Übersterblichkeit?

Hier finden Sie Informationen über die Sterblichkeit seit Beginn der Corona-Krise sowie eine wöchentlich aktualisierte Grafik der Todesfälle in Oberösterreich.

Grafik der wöchentlichen Todesfälle in OÖ (Quelle: Abt. Statistik)

Bis zur Kalenderwoche 42 des Jahres 2020 lagen die wöchentlichen Todesfälle für beide Altersgruppen in den Bandbreiten der statistisch zu erwartenden wöchentlichen Sterbefälle. Ab der Kalenderwoche 43 wurde in Oberösterreich für die Altersgruppe 65 Jahre und älter eine ungewöhnliche, durch Corona verursachte Sterblichkeit festgestellt. Die Zahl der beobachteten Sterbefälle überschritt die erwartete Obergrenze dabei sehr deutlich. Mit der Kalenderwoche 50 wurde der Höhepunkt der Sterblichkeit überwunden und ein Sterblichkeitsrückgang setzte ein.

 

Zum Jahreswechsel 2020/2021 zeigen sich „Sprünge“ der Prognosebänder nach oben: Im Jänner eines Kalenderjahres steigt die erwartete Sterblichkeit durch saisonal verursachte Grippewellen tatsächlich an. Daneben handelt es sich auch um statistische Maßnahmen. Zum Stichtag 1. Januar des jeweiligen Kalenderjahres werden die Prognosebänder anhand der Bevölkerungsgröße und Altersstruktur berechnet und geglättet. Zum Jahreswechsel ändern sich diese Parameter und es ergibt sich dieser beobachtete „Sprung“ der Prognosebänder.

 

Die ab der Kalenderwoche 14 beobachtete „normale“ Sterblichkeit für die Bevölkerung 65 Jahre und älter wird durch ein Ansteigen der Sterbefälle in der Kalenderwoche 24 wieder unterbrochen. Die Übersterblichkeit dafür wurde nicht durch Corona bedingt.

 

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