Amt der Oö. Landesregierung
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1918

 

Jänner

Streiks in Steyr und zahlreichen Linzer Fabriken

1. Jänner Übernahme der Linzer Filiale der Lokomotivfabrik Krauß von der "Österreichischen Eisenbahn-Verkehrsanstalt"
2. Jänner Gründung der "Oberösterreichischen Wasserkraftwerks Ges.mbH"
19. Jänner

Arbeiterstreik in Linz

15. Februar Oberhutmann (Grubensteiger) in Hallstatt Isidor Engl
10. Mai Mundartdichter Anton Matosch
15. bis 21. Mai Arbeiterstreiks in Steyr
6. Juni Hans Claar (Direktor des Linzer Landestheaters 1906 bis 1918)
27. Juni Schriftsteller Franz Keim
1. September Hermann Bahr (1863 bis 1934) wird Chefdramaturg des Wiener Burgtheaters.
28. September Neuer Direktor des Linzer Landestheaters: Max Höller
18. Oktober Bildhauer Karl Sterrer
21. Oktober 1918 bis 16. Februar 1919

Dr. Franz Dinghofer ist Präsident der Provisorischen Nationalversammlung.

22. Oktober Mathematiker Wilhelm Groß
30. Oktober 1918 bis 16. Februar 1919

Johann Nepomuk Hauser ist Präsident der Provisorischen Nationalversammlung.

31. Oktober

Die Arbeiter der Schiffswerft Linz ziehen mit roten Fahnen durch Linz und bringen Hochrufe auf die russische Revolution.

November Gründung einer Kommunistischen Parteiorganisation in Steyr
1. November

Demonstrationszug von Soldaten und Vertretern der drei politischen Parteien durch Linz, Kundgebung am Hauptplatz.

Nachmittags Soldatenversammlung und Bildung eines provisorischen Soldatenrates

Ausschreitungen in Linz, Plünderungen, Befreiung von Gefangenen

Ende der Herrschaft der Habsburger

2. November

Plünderungen von Kasernen und Lebensmitteldepots in Linz

Außerordentliche Sitzung des Landesausschusses unter Zuziehung eines Sozialdemokraten (Gruber): Rücktritt des kaiserlichen Statthalters Baron Erasmus Handel und Übernahme der vollen Regierungsgewalt durch Landeshauptmann Johann Nepomuk Hauser. Hauser und seine drei Stellvertreter Dr. Max Mayr (CS), Franz Langoth (GD) und Josef Gruber (SD) bilden die Provisorische Landesregierung.

Reichsratsabgeordneter Dr. Friedrich Wichtl ersucht Landeshauptmann Johann Nepomuk Hauser um die Übernahme des "Böhmerwaldgaues" zwischen Gratzen und der Furter Senke durch das Land Oberösterreich.

3. November

Hirtenwort von Diözesanbischof Dr. Johannes Maria Gföllner zur Lage bei Kriegsende

5. November

Die Landesregierung fordert vom Staatsamt Waffen zur Aufrechterhaltung der Ruhe an.

Endgültige Konstituierung des Garnisonssoldatenrates mit Eduard Euller als Vorsitzenden

9. November

Letzte Sitzung des alten Landesausschusses des Erzherzogtums Österreich ob der Enns, Beschluss der Ausgabe von Landeskassenscheinen

11. November

Soldatenratsvollversammlung im "Grünen Baum" beschließt die Gründung eines Arbeiterrates in Linz.

12. November

Ausrufung der Republik

13. November

Die "Amtliche Linzer Zeitung" veröffentlicht den Aufruf zur Errichtung einer Volkswehr.

Errichtung eines "Provisorischen Militärkommandos" bei der Provisorischen Landesregierung

17. November

Konstituierung des "Deutschen Nationalausschusses für den Gau Böhmerwald" in Krumau. Vertreter aller Gerichtsbezirke begrüßen "die Einbeziehung des deutschen Böhmerwaldes in den deutsch-österreichischen Staat als Teil der Provinz Oberösterreich"

18. November

Konstituierung der Provisorischen Landesversammlung für Oberösterreich in Linz mit 101 Mitgliedern; Wahl des Landeshauptmannes (Johann Nepomuk Hauser) und seiner drei Stellvertreter (Dr. Max Mayr, Franz Langoth, Josef Gruber), die die Provisorische Landesregierung bilden, sowie eines zehngliedrigen Provisorischen Landesausschusses (ab 11. April 1919 "Landesrat" benannt)

18. November 1918 bis 15. Mai 1919

Sitzungsperiode der Provisorischen Landesversammlung

19. November

Errichtung des "Volkswehrkommandos für Oberösterreich und Südböhmen"; Oberst Arthur von Pöschmann zum Kommandanten der Volkswehr ernannt

23. November

Die Provisorische Landesregierung genehmigt die Satzungen des Soldatenrates.

25. November Gründungsversammlung der "Kinderfreunde" in Steyr
26. November

Erste gemeinsame Sitzung des Soldatenrates und des Arbeiterrates Linz; Eduard Euller übernimmt den Vorsitz des Arbeiterrates, Franz Kelischek den des Soldatenrates.

27. November Kirchenhistoriker Matthias Hiptmair
29. November

Besetzung von Krumau durch tschechisches Militär

6. Dezember

Besetzung von Kaplitz durch tschechisches Militär

10. Dezember Franz Karl Salvator (Erzherzog)
12. Dezember

Vollzugsanweisung der Provisorischen Landesregierung über die Ergänzung der bestehenden Gemeindevertretungen durch Arbeitervertreter

19. Dezember

Volkswehr für Oberösterreich und Südböhmen wird auf 6000 Mann herabgesetzt

23. Dezember

Landesregierung beantragt die Herabsetzung des Standes der Volkswehr in Oberösterreich auf 4000 Mann.

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